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CL80 Sci-Fi Special: Leben wir in der Matrix? Wenn die Welt nicht so ist, wie sie scheint

Shownotes

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In diesem Science-Fiction Special widmen sich Eva und Peter einem zentralen Motiv der Science-Fiction: Simulationen, virtuelle Welten und künstliche Realitäten. Zusammen gehen sie der Frage nach, ob unsere Realität tatsächlich „echt“ ist, oderob wir vielleicht selbst in einer Simulation leben? In Filmen wie Welt am Draht und Matrix ist unsere Realität nur eine Illusion. Was hat es mit der Simulationstheorie auf sich und liefert das holografischen Prinzip ein Antwort auf all diese Fragen?

Vom Holodeck zur Matrix: Simulationen im Film

Zu Beginn müssen Eva und Peter aber nachsitzen und noch einmal kurz auf die vorige Episode (CL76 Atombomben im Film) zurückblicken und einige Korrekturen vornehmen: Der Anime “Die letzten Glühwürmchen” thematisiert keine Atombomben, sondern die Bombardierung von Kobe. Was den Film aber nicht weniger sehenswert oder dramatisch macht. Und mit “Das Reich der Sonne” wird ein weiterer filmischer Bezug zu Hiroshima und Nagasaki genannt.

Wir beginnen unsere Reise in die virtuelle Welten standesgemäß mit dem wahrscheinlich ikonischsten Simulationsort der Sci-Fi: dem Holodeck aus Star Trek.

Das Holodeck aus Star Trek ist ein klassisches Beispiel für eine Simulation, die bewusst betreten wird. Von dort aus entwickelt sich eine zentrale Unterscheidung: Es gibt künstliche Welten, von denen wir wissen, dass sie Simulationen sind und solche, in denen wir leben könnten, ohne es zu merken. Wir diskutieren moderne Virtual-Reality-Technologie als eine Art Vorstufe solcher Welten, ebenso wie filmische Spielrealitäten wie in Jumanji oder Ready Player One, in denen Figuren zwischen realer Welt und Simulation (bewußt) wechseln.

Besonders spannend wird es mit Blick auf eine auffällige Häufung von Filmen Ende der 1990er-Jahre, die sich genau mit diesem Thema beschäftigen. In dieser Phase entstehen mehrere Werke, die Realität und Simulation zunehmend verschwimmen lassen. Im Zentrum steht natürlich Matrix, der nicht nur technisch, sondern auch philosophisch ein Meilenstein war. Die Vorstellung, dass unsere Welt eine Konstruktion sein könnte, wird hier mit ikonischen Bildern wie der roten und blauen Pille und der Idee von Déjà-vus als „Glitches“ der Wirklichkeit verbunden.

Dark City, 13th floor und eXistenZ: Realität oder Fantasie?

Neben digitalen Simulationen geht es auch um manipulierte Realitäten, die physisch existieren. Ein Film, der Eva beeindruckt hat, ist "Dark City": Eine Welt ohne Sonne, in der Erinnerungen verändert werden und Menschen Teil eines Experiments sind – weniger eine virtuelle Simulation als vielmehr ein außerirdisches Versuchslabor. Noch komplexer wird es mit David Cronenbergs "eXistenZ", in dem sich Simulationsebenen so stark überlagern, dass am Ende unklar bleibt, ob die Figuren jemals in die Realität zurückkehren. Die Grenze zwischen Spiel und Wirklichkeit löst sich vollständig auf.

Eine der ersten Verfilmungen zu diesem Thema ist der zweiteilige Science-Fiction-Fernsehfilm von Rainer Werner Fassbinder aus dem Jahr 1973, "Welt am Draht".

Der Film basiert auf dem Roman Simulacron-3 von Daniel F. Galouye aus dem Jahr 1964 und gilt als visionäre Auseinandersetzung mit Virtualität, Identität und technokratischer Kontrolle, Jahrzehnte vor The Matrix.

In der Folge erwähnte Filme

Grave of the fireflies

Das Reich der Sonne

Star Trek TNG

Welt am Draht

Der Rasenmähermann

Matrix

Dark City

eXistenZ

The Thirteenth Floor

Tron

Jumanji: Welcome to the Jungle

Ready Player One

Johnny Mnemonic

Virtuosity

Total Recall

The Adjustment Bureau

Literatur: Simulacron-3 von Daniel F. Galouye (1964) auf Wikipedia

Mehr Informationen zum holografischen Universum: Sternengeschichten Folge 538

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Transkript anzeigen

Evi: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosmic Latte.

Evi: Wieder mit mir Eva und diesmal dabei Peter. Hallo Peter.

Peter: Halli, hallo, ich bin schon wieder da.

Evi: Hallo, ja, ich habe dich auch ganz toll vermisst.

Peter: Das ist schon so lange her.

Evi: Ja, diesmal nicht, aber wir müssen, glaube ich, noch über das letzte Mal sprechen,

Evi: bevor wir wieder losstarten mit einem neuen Thema, auf das ich mich übrigens

Evi: schon sehr freue. Das ist eines von den Themen, die ich sehr gerne habe.

Evi: Und das letzte Mal, da haben wir ja über Atombomben im Film gesprochen.

Evi: Das war ja, glaube ich, mehr so dein Thema. Nur noch ein bisschen reden darüber,

Evi: weil wir da ganz viele Zusendungen von unseren Hörerinnen und Hörern bekommen

Evi: haben, die sich, naja, nicht beschwert haben, aber manche Sachen richtig gestellt

Evi: haben und auch Sachen, die uns nicht eingefallen sind.

Peter: Ja, wir müssen jetzt einfach nachsitzen.

Evi: Ja, genau, stimmt. Verbesserung machen von der Schule.

Evi: Das Erste vielleicht, was ich mir auch gedacht habe noch, also wie wir damals

Evi: aufgenommen haben, wie wir über die Atombomben bzw.

Evi: über den Abwurf von Hiroshima und Nagasaki gesprochen haben,

Evi: also das, was ja real passiert ist, weil wir ja sehr lange auch über Oppenheimer

Evi: gesprochen haben, über den Film.

Evi: Und dann haben wir ja auch noch über die letzten Glühwürmchen gesprochen,

Evi: den für mich am meisten dramatisierenden Annibelfilm, den ich jemals gesehen

Evi: habe, der mich sehr berührt hat.

Evi: Ich habe dich auch noch gefragt, ob das Atombomben waren.

Evi: Du hast gemeint, ja, ja, war es aber nicht.

Peter: Nein, es war nicht Hiroshima?

Evi: Nein, nein, überhaupt nicht. Also weil das spielt ja in Kobe.

Evi: Das waren andere Bomben. Du hast den Film aber nicht weniger tragisch gemacht.

Peter: Ja, aber habe ich komplett versagt. Es ist gut, dass wir nachsitzen.

Evi: Ja, was ich nicht wusste, weil ich habe dann eben auch noch einmal wirklich

Evi: auch nachgesehen, was den Film betrifft und habe dann herausgefunden,

Evi: dass er auf einer Geschichte basiert, einer autobiografischen Kurzgeschichte von 1967.

Evi: Die heißt eben Das Grab der Leuchtkäfer. Und der Autor Akiyuki Nusaka hat er

Evi: geschrieben über seine Erlebnisse und auch seiner Schwester,

Evi: die im Zweiten Weltkrieg tatsächlich verhungert ist. Das finde ich schon sehr dramatisch.

Evi: Und ich hoffe, man verzeiht uns, weil es jetzt keine Atombomben waren,

Evi: die in diesem Film zum Abwurf gebracht wurden, dass wir trotzdem den Film besprochen haben.

Evi: Ich finde ihn trotzdem sehr eindringlich und das tut dem Film im Prinzip dann

Evi: auch keinen Abbruch in seiner Wirksamkeit und seiner Deutlichkeit,

Evi: was das betrifft, das Thema.

Evi: Dann hatten wir noch einen Hinweis von einem Hörer von Grünix.

Evi: Der hat uns geschrieben, dass es dann auch noch den Film gibt,

Evi: das Reich der Sonne von Spielberg 1987 und am Ende dürfte der Hauptdarsteller

Evi: Augenzeuge zumindest werden vom Atomabwurf über Nagasaki.

Evi: Ich kann mich an den Film ehrlich gesagt fast nicht mehr erinnern.

Peter: Ja, muss ich auch sagen. Ich war ja von klein auf ein Riesenspielberg-Fan,

Peter: aber das Reich der Sonne ist komischerweise einer der Filme,

Peter: die ich von ihm genannte.

Peter: am wenigsten gesehen habe. Die habe ich vielleicht in meinem ganzen Leben zweimal gesehen, den Film.

Peter: Das Einzige, was ich mich wirklich daran erinnern kann, ist,

Peter: dass da ein sehr kleiner Christian Bale die Hauptrolle spielt.

Evi: Ach, der spielt die Hauptrolle? Der ist der kleine Bub.

Peter: Der die Hauptrolle spielt. Ich glaube, das ist sein erster Film,

Peter: in dem er, oder die erste Hauptrolle vielleicht hat er vorher kurz Gast auf

Peter: Dotebook gehabt, aber ja, das ist ein zehnjähriger Christian Bale oder so drinnen.

Evi: Ja, spannend. Also den hatte ich überhaupt nicht am Schirm, aber du auch.

Peter: Ja, das ist so wie die Farbe Lila zum Beispiel. Poppt auch sehr selten auf,

Peter: aber ist auch ein Spielbergfilm.

Evi: Ja, stimmt, stimmt. Ja, vergesse ich auch immer wieder.

Evi: Dann habe ich noch, nein, das ist eigentlich gar nicht eine Korrektur,

Evi: sondern das ist etwas, wo wir nicht gewusst haben, wie das Ding heißt beim Manhattan

Evi: Project, wo sie da herumgebastelt haben, wo es dann auch die Unfälle gab.

Peter: Ah, die Kugel.

Evi: Genau, wo es dann eben auch leider Todesfälle gab. Und diese Kugel,

Evi: die heißt nämlich passenderweise Demon Core.

Evi: Und weil ich den Namen auch so passend habe, habe ich mir gedacht,

Evi: wir erwähnen das hier nochmal ganz kurz. Auch für diejenigen,

Evi: die sich da vielleicht noch informieren wollen darüber oder nachlesen wollen.

Evi: Also das war dieser Demon Chor. Und da ging es ihm darum, dass sich die nicht

Evi: berühren, weil es dann diese überkritische Masse dann entsteht.

Evi: Und das war dann ein Schraubenzieher, den der genommen hat, statt dem Distanzstück und kein Bleistift.

Evi: Und es ist dann irgendwie, glaube ich, abgerutscht oder sowas.

Evi: Und dann ist dieser Unfall passiert, weil dann eben diese Kugeln zusammengestoßen sind.

Peter: Hoppla.

Evi: Das war es zu unserer letzten Folge unserem Science-Fiction-Special zu Atombomben.

Evi: Unser Neujahrsanfang war das ja.

Peter: Happy New Year.

Evi: Genau, aber wir haben das gut

Evi: gemacht, finde ich. Ich hatte ein bisschen Angst davor, ehrlich gesagt.

Peter: Wirklich?

Evi: Ja, dass es vielleicht so ein bisschen eine zu niederschmetternde Folge wird,

Evi: aber ich finde, das war es jetzt dann gar nicht, oder?

Peter: Nein, für mich nicht.

Evi: Für dich nicht? Ist okay.

Peter: Nein, überhaupt nicht. Nein, wir hätten noch viel niederschmetternder sein können.

Peter: Na gut, das… Das sind schon unangenehme Sachen, diese Bomben.

Evi: Ja, natürlich. Dann mag man sich vielleicht flüchten in andere Welten.

Peter: War das jetzt ein heimlicher, kleiner Hint zum Titel unserer heutigen Episode?

Evi: Ja, das darfst du… Zu anderen Welten. Ja, magst du das machen? Nein, mach du das.

Peter: Das ist dein Thema. Das hast du dir ausgesucht.

Peter: Ich mag das Thema auch, aber das ist dein Baby. Du wirst schön wiegen.

Evi: Na gut, also bevor wir da jetzt direkt einsteigen in unser neues Thema,

Evi: machen wir noch eine ganz kurze Pause.

Evi: Ich glaube, man hat manchmal ja das Gefühl, dass die Welt hier draußen vielleicht

Evi: sich nicht ganz zum Besten entwickelt.

Evi: Und vielleicht mag man sich dann manchmal in andere Welten flüchten oder vielleicht woanders hin.

Peter: Oder sich fragen, das kann doch alles nicht echt sein.

Evi: Ja, genau, das ist nicht echt. Da sind wir Teil einer Simulation und über genau

Evi: das wollen wir heute sprechen. Also wir wollen uns anschauen,

Evi: Simulationen, virtuelle Welten im Film.

Evi: Auch natürlich die Frage, wie echt ist die Wirklichkeit?

Evi: Wie real ist das alles? Oder sind wir alle vielleicht Teil einer Simulation?

Evi: Und natürlich ist man im Film auch schon immer wieder auf diese Idee gekommen.

Peter: Naja, Simulationen sind ja was, die gibt es in der Filmgeschichte ja schon seit

Peter: längerem. Das poppt immer wieder mal auf.

Peter: Angestoßen, glaube ich, von der Science-Fiction-Literatur. Ich nehme jetzt mal

Peter: ganz wild ein paar Pläne.

Peter: Beispiele aus den Epochen heraus, die sich mehr oder weniger an das Zeug angenähert

Peter: haben. Aus dem Fernsehen wird es jeder kennen. Star Trek Next Generation, das Holodeck.

Evi: Ich liebe das Holodeck. Ich habe mir immer gewünscht, dass das eines der wenigen

Evi: Dinge ist, also jetzt abgesehen vielleicht vom Replikator, dass das Holodeck echt ist.

Evi: Also das wäre schon cool, oder? Wo würdest du im Holodeck hingehen?

Peter: Zu den Dinosauriern.

Evi: Also wenn du jetzt nur einmal die Möglichkeit in ein Holodeck zu gehen,

Evi: du würdest zu den Dinosauriern gehen.

Peter: Ja, ich will mich jetzt nicht einschränken, dass ich nur einmal reingehen kann,

Peter: weil ich war ja im Prinzip jetzt schon, wir sind ja jetzt inzwischen mit der

Peter: Technologie weit fortgeschritten.

Peter: Wir haben ja bereits zu Hause unsere eigenen Holotechs. Wir nennen sie nur Virtual Reality Brillen.

Peter: Und eine VR-Brille ist ja jetzt einmal ein rudimentäres Holotech,

Peter: also als erster Schritt in diese Richtung.

Peter: Ich habe sowas daheim, ich spiele hin und wieder damit rum. Im Endeffekt,

Peter: das ist ein Gadget, das die meiste Zeit über rumliegt, weil du bist verkabelt,

Peter: du hast ein riesen Ding am Kopf und es ist einfach anstrengend auf Dauer.

Peter: Aber ich finde, die Sachen, die am meisten Spaß machen, sind so Dinge,

Peter: wo du an Orte gehen kannst, an die du normalerweise nicht hingehen kannst.

Peter: Also zum Beispiel im Grand Canyon spazieren gehen oder auf den Mount Everest

Peter: draufklettern oder fliegen.

Peter: Fliegen und unter Wasser wie ein Fisch herumschwimmen und die Unterwasserwelt beobachten.

Peter: Das ist so am ehesten das, was am meisten Spaß macht.

Peter: Weil du einfach irgendwie Welten besuchen kannst, die du mit deinem Körper in

Peter: der echten Welt nicht besuchen kannst.

Evi: Und bei mir wären es eben Epochen, also quasi so Reisen durch die Zeit,

Evi: so wie in den vergangenen Zeiten.

Evi: Also ich glaube, das wäre für mich ein bisschen auch das Reizvolle.

Evi: Wahrscheinlich würde ich dann auch irgendwann mal bei den Dinos arbeiten,

Evi: Aber so vergangene Zeiten da einfach zu sehen, das wäre, glaube ich, würde mich reizen.

Peter: Das ist einfach komischerweise das, bevor wir jetzt noch richtig abschweifen,

Peter: nur ein kleiner Abschweifer und gleich wieder zurück.

Peter: Das ist komischerweise das, was ich bei den Star Trek Episoden,

Peter: was mir am wenigsten immer gefallen hat, wenn sie in eine Vergangenheit gehen.

Peter: Ich wollte immer die Rumscheife und die Science Fiction und alles und dann landen

Peter: sie im Chicago der 30er Jahre oder in irgendwelchen anderen Vergangenheiten

Peter: oder in Zivilisationen.

Evi: Die in den Vergangenheiten leben. Sherlock Holmes-mäßig, das war dann oft bei The Next Generation.

Peter: Und das war für mich immer, ich will das jetzt nicht sehen.

Evi: Weiß nicht, das ist so eine Mischung. Ich habe es auch immer spannend aber gefunden,

Evi: speziell wenn es dann jetzt nicht am Holotech war.

Evi: Dete hat ja oft so Sherlock Holmes Versionen gespielt am Holotech,

Evi: sondern wenn es dann wirkliche Zeitreisen waren.

Evi: Also wenn sie da, dann halt, das hat mir halt schon immer ganz gut gefallen.

Evi: Aber gut, wir sprechen jetzt nicht über Zeitreisen, sondern über die Holotechs.

Peter: Nehmen wir die doch als Einstiegspunkt zu Simulationen. Das Holotech ist ja so wie eine VR-Brille.

Peter: Du weißt, dass du eine Simulation betrittst und dann bist du irgendwann fertig

Peter: mit der und dann drehst du dir wieder ab und dann gehst du wieder in dein normales

Peter: Leben zurück. Das ist also die Basic-Variante, die es da auch im Film gibt.

Evi: Genau, dass du weißt, dass du in einem Spiel bist oder dass es nicht echt ist.

Peter: Tron oder die Sequels, die es zu Tron gibt, das ist jetzt keine Simulation per se, aber

Peter: Der Hauptdarsteller weiß, er geht jetzt aus dem echten Leben in ein Computerspiel

Peter: hinein, in einen Computer hinein und ist dort Teil der Welt, die da drin existiert.

Peter: Ob die Figuren da drin wissen, dass es einen da draußen gibt,

Peter: ist eine andere Geschichte.

Peter: Also es ist beim Holotech ja genau das Gleiche. Diese NPCs, diese Non-Playing

Peter: Characters, ich weiß nicht, ob es vielleicht nicht eh in irgendeiner Star Trek

Peter: Episode mal abgefrühstet worden ist.

Peter: Wissen die, dass sie nicht echt sind?

Evi: Ich glaube, in der einen Folge, nämlich weil wir gerade vorhin über Sherlock

Evi: Holmes schon gesprochen haben, und ich glaube, es gibt eine Folge,

Evi: wo ja der Moriarty so programmiert worden ist, dass er einen Täter,

Evi: glaube ich, schlagen kann.

Evi: Und der will ja dann so gut, dass er, glaube ich, sogar versteht,

Evi: dass er in einem Holodeck ist.

Evi: Also dass er nicht wirklich da existiert. Und ich glaube, er will dann irgendwie

Evi: raus, aber ich kann mich da jetzt nicht mehr genau erinnern.

Peter: Genau, und das zieht ja schon dann die nächste Ebene von Filmen an,

Peter: wo es darum geht, dass die...

Peter: die Figuren der Handlung nicht wissen, dass sie in einer Simulation drin sind,

Peter: weil sie Teil der Simulation sind.

Evi: Ja, genau. Aber bevor du so weit gehst, will ich unbedingt nach Jumanji reinbringen,

Evi: weil das auch eine virtuelle Welt ist.

Peter: Ja, stimmt, genau.

Evi: Das ist ein völlig anderes Genre.

Peter: Aber ist genau das Gleiche.

Evi: Aber es ist mir vor kurzem erst eingefallen. Ja, genau. Also bei den neuen Verfilmungen,

Evi: also ich rede jetzt nicht von der ersten, die in den 95 oder so,

Evi: in den 90er, aber das ist mit Robin Williams.

Evi: Genau, richtig, weil da ist ja Jumanji in der echten Welt quasi.

Evi: Da kommen ja die Spielfiguren aus Chomancy raus und so stellen ja dann das Haus und die Stadt und alles.

Evi: Und in den neuen Verfilmungen, die jetzt vor, ich glaube der erste ist auch

Evi: schon wieder zehn Jahre alt oder so, da sind sie ja dann in dem Spiel drinnen

Evi: und das spielt ja sehr gut mit diesem Virtual Reality eigentlich,

Evi: weil die dann ja im Dschungel sind und da ja auch sterben können.

Evi: Also das ist ja dann, es kriegt ja schon auch diesen Charakter, dass es ja dann echt ist.

Peter: Sie haben zu ihre Leben. Ich habe mich ehrlich gesagt, ich habe mir nichts erwartet,

Peter: wie ich ihn damals gesehen habe, aber ich habe mich echt unterhaltsam gefunden.

Evi: Ja, ich war positiv überrascht.

Peter: Ja, weil sie halt so dieses klassische Computerspiel-Dasein so schön übersetzt

Peter: haben, wie du hast drei Leben oder vier und du hast die non-playing Characters,

Peter: die halt nur immer dieselben Sätze sagen, wenn du sie dasselbe fragst und so,

Peter: weil sie halt einfach nicht mehr, also es war ein wirklich lustiger Film.

Evi: Ja, fand ich auch. Also ich war auch wirklich positiv überrascht.

Evi: Die Charakteren dann eben quasi ihren echten Leben ja oft so eigentlich diametral fast stehen.

Evi: Das war halt dann auch super, dass er der Schwächling ist ja dann, der Dwayne Johnson.

Peter: Der Jack Black ist noch dabei und die...

Evi: Genau, der Jack Black, das ist ja eigentlich ein Mädchen, weil sie ja eigentlich

Evi: die volle Tusse ist im echten Leben und dann ist sie ja der Jack Black in dem

Evi: Spiel, also das habe ich schon sehr gut gemacht und Jack Black,

Evi: finde ich, spielt das auch so gut, dass er eigentlich ein Mädchen ist.

Peter: Ne, das sind alle gut, die haben das echt toll gemacht, das war eine gute Idee

Peter: mit den Figuren, das sind ja die Figuren in der echten Welt,

Peter: im Computerspiel, eigentlich sind die komplett

Peter: konträren Körper und Charaktere hineingestopft haben. Das ist voll der Body-Switch-Film auch.

Peter: Neben dem, dass es so ein Simulationsfilm ist eigentlich. Es ist ein super Unterhaltungsprodukt.

Evi: Bei solchen Filmen, auch bei Ready Player Wonder, wissen wir ja alles,

Evi: dass das ja Spiele sind, wenn wir uns da in dieser virtuellen Welt eigentlich bewegen.

Evi: Und du hast es ja dann eh auch schon gesagt, das ist ja dann quasi der nächste

Evi: Schritt, das ist ja dann der, wo das ja verschwimmt mit der Realität,

Evi: weil ja dann eben diese virtuellen Welten schon so real sind,

Evi: haptisch erlebbar sind, mit allen Sinnen eigentlich erfahrbar sind,

Evi: der vielleicht dann eben auch tödlich werden können.

Evi: Und da verschwimmt es ja dann, wo man dann halt, glaube ich,

Evi: dann nicht mehr so richtig weiß, in welcher Welt man sich vielleicht befindet.

Evi: Und ich glaube, das ist ja etwas, womit gerade das Filmgenre,

Evi: Science-Fiction-Genre sehr damit spielt, dieses Verschwimmen dieser Grenzen.

Peter: Ich kenne nur eine Welle, die es da gegeben hat. Es gibt, wir werden über den

Peter: Film vielleicht eh noch auch kurz sprechen, weil er mit einem anderen Film zusammenhängt,

Peter: in den 70er Jahren vom Rainer Werner Fassbinder, Die Welt am Draht.

Peter: Das ist eine Romanverfilmung, wo wo es um eine Simulation der ganzen Welt geht.

Peter: Aber lass uns das mal vom Inhalt her aufheben für später, für den anderen Film,

Peter: den wir dann gemeinsam mit dem besprechen, weil die beide auf dem Roman passieren.

Peter: Es gab in den 90er Jahren eine Welle an Simulationsfilmen.

Evi: Du willst jetzt unbedingt auf Matrix kommen.

Peter: Ja klar, Matrix ist Teil von dem, weil es gab Matrix, der ist halt der bekannteste

Peter: von denen, den kennen alle.

Peter: Dann gab es Dark City, dann gibt es Existenz von David Gronenberg und es gibt The Thirteen Floor.

Evi: Ja, stimmt. Das sind vier Filme.

Peter: Die sind alle innerhalb von zwei bis drei Jahren rausgekommen.

Evi: Das war im zweiten Teil der 90er, oder?

Peter: Das war die zweite 90er-Hälfte, ja.

Evi: Ich muss ja auch zugeben, es gibt ja manchmal Filme, die du siehst und wo du das Gefühl hast,

Evi: Das hat mich jetzt verändert. Oder die halt wirklich einen Eindruck machen,

Evi: wo du sagst, okay, das war jetzt wirklich so ein Bummer.

Evi: Und bei mir war das halt damals schon Matrix. Ich weiß jetzt nicht,

Evi: ob das an dem Alter gelegen hat, dass ich da gerade so war.

Evi: Wobei es war dann auch eben 13th Floor, wobei ich gar nicht.

Evi: 13th Floor war ja, glaube ich, vor Matrix sogar.

Evi: Aber das war halt natürlich schon vielleicht auch mit dieser Welle.

Evi: Ich glaube, das war ihm, und das ist wahrscheinlich schon auch jetzt dem Alter

Evi: geschuldet, in dem ich halt diese Filme gesehen habe.

Evi: Mit Matrix, glaube ich, bin ich das erste Mal mit diesem Gedanken,

Evi: die Welt ist nicht echt, in der wir leben, in Kontakt gekommen.

Evi: Und ich glaube, wenn du das das erste Mal dann vielleicht mit diesem Konzept

Evi: in Berührung kommst, ist das schon ein bisschen mind-blowing, oder?

Peter: Ich glaube, darum war Matrix auch so erfolgreich. Jetzt abgesehen davon,

Peter: dass er halt, was die Filmtechnologie angeht, diese Bullet-Time-Effekte und

Peter: dass Keanu Reeves die Hauptrolle spielt, einfach was für die Augen,

Peter: was völlig Neues war, weil die Art von Effekten hat es vorher noch nie gegeben.

Peter: Die Wachowsi-Bauders haben das interessanterweise in ihrem Film,

Peter: den sie vorher gemacht haben.

Peter: Der heißt Bound. Das ist ein kleiner, wenige Personen-Thriller,

Peter: der meistens in einem Apartment spielt.

Peter: Und da gibt es am Ende auch eine Schießerei in dem Film. Und da sind ein paar

Peter: ganz kleine Momente Bullet Time drinnen.

Peter: Die haben das da schon quasi getestet, ob das Konzept funktioniert.

Peter: Und in Matrix haben sie es dann quasi perfektioniert.

Evi: Das sind ja jetzt Schwestern, gell?

Peter: Das sind jetzt Schwestern, ja.

Evi: Das hat mich voll irritiert, weil ich das nicht mitbekommen habe.

Evi: Obwohl man immer dachte, was, dass man Frauen hat, ich habe doch Brüder im Kopf.

Peter: Das ist komplett an dir vorbeigehen.

Evi: Ich habe mir gedacht, dass ich etwas falsch erinnert habe.

Peter: Vielleicht können wir das auch kurz anschneiden. Es gibt ja dieses Mandela-Syndrom.

Evi: Ach, was ist das? Sag.

Peter: Nein, das Mandela-Syndrom ist, es gibt da so Sachen, wo Leute sich an Sachen

Peter: erinnern, die aber nie passiert sind.

Evi: Ah, da haben wir schon einmal drüber gesprochen.

Peter: Ich glaube, wir haben es schon einmal gehabt. Ich weiß nicht,

Peter: warum es Mandela-Syndrom heißt. Ich glaube, es ist so, dass die Leute gesagt

Peter: haben, Mandela ist ermordet worden.

Evi: Ich glaube, es hatte irgendwas mit seinem Gefängnis-Dings zu tun, oder?

Peter: Ja, ich glaube, es war eher das. Es hat mit seinem Gefängnisaufenthalt irgendwas

Peter: zu tun. Die eine Hälfte der Menschheit erinnert sich

Peter: an die Variante A und die andere an die Variante B. Aber nur eine ist tatsächlich passiert.

Peter: Und da gibt es eine ganze Reihe von Beispielen, wo sich eine große Gruppe von

Peter: Leuten an was erinnert, das gar nicht passiert ist.

Evi: Eine kollektive falsche Erinnerung.

Peter: Eine kollektive falsche Erinnerung, genau. Und dass da das Internet natürlich

Peter: dann zum Nachdenken begonnen hat und gemeint hat, erinnern sich diese Leute

Peter: an Parallelwelten oder nutzen das als Argument für eine Simulation,

Peter: die einen Programmierfehler hat,

Peter: weil sie so wie in Matrix-Deja-Vus halt einfach ein Glitch in der Matrix sind

Peter: und diese Mandela-Effekte einfach auch Programmierfehler sind,

Peter: dass man auf die falschen Memory-Bänke zurückgreift oder was auch immer sich die Leute ausdenken.

Evi: Oder sind beim Update nicht berücksichtigt worden.

Peter: Ja, genau. Man kann das nur so phasenweise, wie nennt man das,

Peter: wenn man so ein Update nur so per Region Stück für Stück released?

Evi: Ach so, ja.

Peter: Ja, also das heißt, die eine Hälfte hat es schon, die andere noch nicht,

Peter: weil die hat noch die alten Sachen, die vorher drin waren.

Evi: Also der Mandela-Effekt, ich habe jetzt nachgesehen, das ist eben wirklich diese

Evi: falsche Erinnerung, dass Nelson Mandela im Gefängnis gestorben ist in den 80er

Evi: Jahren, obwohl er eben erst 2013 gestorben ist und Präsident von Südafrika war.

Peter: Ja, weißt du, das ist jetzt die Erinnerung, die wir haben.

Evi: Ja, das ist die Erinnerung, die mir gerade Google sagt. Wer weiß,

Evi: ob die stimmt. Die ist ja wahrscheinlich Teil von dem Ganzen.

Peter: Genau, wir sind alle Teil von dem Ganzen. Wir wissen es nur nicht, von welchem Ganzen.

Evi: Viele glaubten sogar, seine Beerdigung gesehen zu haben in den 80er Jahren.

Peter: Ja, ja, ja. Ich glaube, es gibt auch so, das Imperium schlägt zurück,

Peter: denn zu der Stelle mit einem ja Vater.

Evi: Ja, richtig, genau. Luke, ich bin ein Vater. Da gibt es auch zwei Varianten.

Evi: Genau, den gibt es ja eigentlich nicht.

Peter: Ja, genau. Da glauben aber auch ganz viele, das gibt es alles.

Peter: Frag mich nicht, wie das entstanden ist. Ich meine, bei Matrix,

Peter: da haben wir ja die Déjà-Vus drinnen gehabt.

Peter: Soweit ich weiß, ist es ja so, dass die Leute, wenn sie ein Déjà-Vu haben,

Peter: dass da versehentlich was, das gerade vor dir passiert, dass das Gehirn versehentlich

Peter: ins Langzeitgedächtnis abspeichert. Und dadurch, dass es dann im Langzeitgedächtnis

Peter: drin ist und du es gerade siehst, hast du den Eindruck, ah, das habe ich vor

Peter: langem schon mal gesehen.

Peter: Und dann löst sich das eh auf. Aber das ist einfach nur ein,

Peter: das ist falsch geroutet worden. Ja, genau.

Peter: Ich weiß nicht, warum es das macht oder so.

Peter: Mir fällt doch gerade ein, ich habe schon seit gefühlt 20 Jahren kein Déjà-vu gehabt.

Evi: Ich habe erst vor kurzem wieder eins gehabt. Oh, die Matrix,

Evi: sie haben sich geändert.

Evi: Können wir eigentlich davon ausgehen, dass alle Matrix gesehen haben,

Evi: die uns hier hören? Schon, oder?

Peter: Ja, schon.

Evi: Also ich glaube schon, dass müssen wir...

Peter: Selbst wenn sie es nicht gesehen haben, sie wissen ganz genau,

Peter: was es ist, weil es ist Teil des kollektiven Allgemeinwissens.

Evi: Glaube ich. Mittlerweile schon, dass ja in Matrix da ja Neo der Hacker ist und

Evi: der ja dann herausfindet, dass die Welt, in der er bzw.

Evi: wir eigentlich leben, dass das eigentlich eine Simulation ist.

Evi: Und in Wahrheit beherrschen Roboter und KI die Welt und die Menschen dienen

Evi: ja als Batterie und eigentlich sind wir überall wo angeschlossen.

Evi: Die Computerprogramme haben uns halt die Welt erschaffen, in der wir da jetzt sind.

Evi: Das ist aber eigentlich alles nicht echt. Und das ist halt das mit der roten

Evi: und der blauen Pille, die mir dann Morphos anbietet.

Evi: So kannst du dann die Matrix verlassen, ist dann aus dem System gespielt.

Evi: Und dein Déjà-vu, wenn du das halt immer erlebst in der Matrix,

Evi: dann heißt das, dass sie gerade was im Code verändert haben.

Peter: Ja, genau so kann ich mich auch

Peter: an den Film erinnern. Das ist ungefähr der gleiche, den wir gesehen haben.

Evi: Okay, gut, dann haben wir das gleiche Update gehabt. Aber wie du gesagt hast,

Evi: das war wirklich prägend.

Peter: Nee, also das war echt, ich möchte sagen, ich glaube, dass der Meilenstein oder

Peter: das andere Prägende, das vorher da war, war wahrscheinlich Jurassic Park.

Peter: Oh mein Gott, es gibt computeranimierte Dinosaurier.

Evi: Achso, du meinst jetzt filmtechnisch.

Peter: Filmtechnisch meine ich jetzt. Also es war wahrscheinlich, so kannst du wahrscheinlich

Peter: sagen, ich fange jetzt mal in den 70ern an, Star Wars.

Peter: Oder fangen wir vorher an. Das war 2001.

Evi: Also ja, war auch ein Weinstein. Ein Durchbruch, was Filmtechnik angeht.

Peter: Dann war Star Wars da. Das hat dann eine ganze Kette von anderen Filmen ausgelöst,

Peter: die auf ähnlichen Niveau dann Effekte geklacht haben.

Peter: Aber das waren halt alles noch analoge Effekte, die man mit Miniaturen und Bluescreen

Peter: und Filmen hergestellt hat.

Peter: Und dann gab es zwar im kleinen Rahmen mal Abyss, so wie Bound zu Matrix,

Peter: der Vorläufer ein bisschen war.

Evi: Mit dem animierten Wasser. Abyss haben wir ja...

Peter: Letztens in dem Abyss-Baschor.

Evi: Genau, das haben wir eigentlich in Science Frames beim Universum ja besprochen.

Evi: Wobei weiterhin auch, ich sehe ja das bei Abyss, die Animationstechnik als Vorstufe

Evi: eigentlich zu Terminator, also zum TN1000.

Evi: Und das nämlich, glaube ich, ist ein Meilenstein, den TN1000 einfach zu machen,

Evi: dieses Flüssigmetall. Und das, glaube ich, das war schon...

Peter: Ich glaube, da hast du total recht, weil das ist, was der Cameron da ausprobiert

Peter: hat und gesehen hat, okay, mit dem kann man noch viel mehr machen und dass es

Peter: dann in Terminator richtig zur Anwendung gekommen ist.

Peter: Und ich glaube, beim Spielberg war es, da war anfangs die Idee ja,

Peter: dass sie die Dinosaurier mit Stop-Motion machen, so wie diese alten Ray-Herryhausen-Filme.

Evi: Ach, das hätte mir gefallen.

Peter: Ja, wir haben ja schon über Primeval geredet, wo sie es genauso gemacht haben.

Peter: Also, das wird dir gefallen. Und die sind aber bei den Tests draufgekommen,

Peter: dass es nicht so toll ausschaut, wie sie es gern gehabt hätten.

Peter: Dann haben sie es mit Computer probiert und dann war der Spielberg glücklich.

Peter: Das Interessante ist, wenn du den Jurassic Park anschaust, der hat ja,

Peter: keine Ahnung, der Film geht ein bisschen was über zwei Stunden oder rund um

Peter: das, es sind nur acht Minuten dem Sauber drinnen, die CG sind.

Evi: Wirklich?

Peter: Also es ist ganz, ganz wenig, aber das ist halt sehr effizient eingesetzt.

Peter: Ich finde auch, dass der Film, was das angeht,

Peter: total gut gealtert ist.

Evi: Ja, finde ich auch.

Peter: Ja. Also die Effekte sind, das ist ein sehr schlauer Wechsel zwischen Computeranimationen,

Peter: kleinen Puppen, großen Puppen.

Evi: Das hätte, finde ich, auch ziemlich leicht in die Hose gehen können.

Evi: Also damals, gerade in den 90ern, da waren ja recht viele Filme,

Evi: die so revolutionäre Animationstechnik, CGI, keine Ahnung, was so sehe ich alles.

Evi: Und wenn du die heute anschaust, musst du dich ja fast fremd schämen.

Peter: Der Rasenmäher, Mann.

Evi: Ich habe jetzt nämlich auch genau an den Film gedacht, wo du dann halt auch

Evi: denkst, So, oi, oi, oi, nee, also das kann doch damals nicht irgendwie fortschrittlich

Evi: gewesen sein, weil das so schlecht ist.

Peter: Ich glaube, das ist so eine Parallele. Da frage ich mich auch oft,

Peter: wie unsere Wahrnehmung da funktioniert.

Peter: Weil du kannst dich vielleicht noch zurückerinnern an ein Computerspiel in den Zeiten von Amiga.

Evi: So alt bin ich nicht.

Peter: Oh, 4096 Farben und Auflösung 640 mal 480. Und das ist wahnsinnig toll,

Peter: das schaut fotorealistisch aus.

Evi: Ja, aber es ist, wenn du dir den ersten Toy Story Film anschaust.

Peter: Ja, es ist eine Katastrophe heute.

Evi: Kannst du fast nicht mehr sehen, obwohl die Geschichte ja total nett ist.

Peter: Aber wir haben das trotzdem als,

Peter: großartig empfunden, wie wir die gesehen haben zum ersten Mal.

Peter: Und heute kannst du das alles nicht mehr anschauen.

Peter: Ich frage mich, ob die Sachen, die heute für uns realistisch sind,

Peter: ob die in 20 Jahren auch, die wären in 20 Jahren genauso ausschauen.

Evi: Naja, in 20 Jahren sind wir dann vielleicht schon wirklich am Holodeck und tragen

Evi: nicht diese sperrige Brille herum.

Peter: Allein weil der Film flach ist und du nicht interagieren kannst mit ihm,

Peter: wird es einfach altbacken sein. Vielleicht ist es das. Ich hoffe es.

Evi: Ich frage mich jetzt gerade, weil du jetzt die Filme da ja aufgezählt hast,

Evi: was da diese Welle da war, Ende der 90er. Ob das da wirklich,

Evi: ob das so ein Zeitgeist war?

Evi: Oder war das vielleicht so ein Vor-Millenium-Stings irgendwie schon?

Peter: Ja, ich glaube, es hat vorher schon ein bisschen angefangen mit diesen Cyberpunk-Filmen.

Peter: Es gibt Johnny Mennonik, der auch mit einem kleinen Reefs ist.

Evi: Ja, stimmt, ja.

Peter: Das war jetzt kein Riesenfilm, weil da war der Reefs noch nicht der Reefs, den wir heute kennen.

Peter: Und dann gab es vielleicht noch ein paar andere kleinere Filme,

Peter: die mehr im Science-Fiction waren.

Peter: So wie Mennonik war, glaube ich, eine Verfilmung von, ach Gott, wie heißt denn der?

Peter: William Gibson, genau. Science-Fiction an sich ging ganz gut damals,

Peter: glaube ich. Weil Terminator war nicht so weit weg, also der zweite.

Peter: Und dann waren Mennonik da, dann haben wir vielleicht noch ein paar andere.

Peter: Virtuosity war auch da mit Denzel Washington und dem Russell Crowe.

Peter: Das Ding, wenn einer anfängt und das ist so halbwegs erfolgreich,

Peter: laufen dem alle anderen hinterher und sagen, wir machen das auch, weil das geht gerade.

Peter: Und Matrix war halt dann einfach das bahnbrechende Ding, das halt dann quasi

Peter: die ganze Allgemeinheit auch abgeholt hat für das Thema.

Evi: Wobei diese anderen Filme sind ja auch 99 oder 98 rausgekommen.

Evi: Das heißt, eigentlich in der Produktion waren sie ja dann fast gleichzeitig wie mit Matrix.

Evi: Das heißt, das war dann nicht so, dass sie auf der Welle von Matrix geschwommen sind.

Peter: Nein, das nicht.

Evi: Aber vielleicht haben die alle so ein Momentum gerade ab.

Peter: Ich denke, dass die Filmindustrie ja so im Großen und Ganzen doch ein Dorf ist.

Peter: Und die wissen, was die da drüben drehen.

Peter: Oder was die da geht, ein Drehbuch macht eine Runde.

Peter: Viele haben das gelesen und denken sich. Es gab auch von zum Beispiel,

Peter: wenn du Alexander der Große nimmst mit Colin Farell. es gab zeitgleich genau

Peter: dasselbe Projekt mit einem da

Peter: kann ich mich jetzt wirklich ehren kann es Leonardo DiCaprio gewesen sein

Peter: Genau dieselbe Geschichte, Alexander der Große, das haben sie dann abbrochen,

Peter: weil sie gesehen haben, es bringt nichts, weil sie machen da gerade diesen Riesenfilm

Peter: und der ist auch so wahnsinnig teuer.

Peter: Aber wenn da jetzt einer hergeht und sagt, wir machen Simulationsfilme und sie

Peter: flüstern und schnattern alle, ey, Simulation ist gerade das Ding,

Peter: dann holen alle ihre Simulationsdrehbücher raus und sagen, wir haben Simulation

Peter: und wir machen das auch. Also das passiert ganz oft.

Evi: Wobei sie unterscheiden sich ja schon ziemlich, also schon sehr.

Evi: Ich fange jetzt mal mit den Filmen weiter an.

Evi: Einer meiner Topfilme, die ich mir immer wieder gerne anschaue,

Evi: ist, magst du raten? Also einer von denen Ende der 90er. Ich sage es einfach, weil das...

Peter: Meinst du jetzt den, in den der Roland Oymarich involviert war oder einen ganz anderen?

Evi: Nein, ich meine einen anderen. Ich will nämlich als erstes über Dark City sprechen.

Peter: Ja, klar, kenne ich. Von Alex Boyer heißt er, glaube ich, oder?

Evi: Genau, also Dark City, der ist 1998 rausgekommen und Anruf, ich spiele eine

Evi: recht bekannte Schauspiel mit.

Evi: Also Kiefer Sutherland, der war ja damals auch schon sehr bekannt.

Evi: Ja, total. Spielte eine der Hauptrollen.

Evi: Rufus Suwell weiß ich jetzt nicht. wie weit er damals bekannt war und Jennifer

Evi: Corneli, glaube ich, aber war ein Show. Also es war jetzt nicht so ein...

Peter: Das Lustige ist, ich habe den Rufus Serval, habe ich nur gekannt von De la Morte

Peter: de la More, was ein italienischer Zombie-Film war, wo er auch die Hauptrolle

Peter: spielt. Er spielte so einen Friedhoffs-Wärter.

Evi: Ich glaube nicht, dass das sein Durchbruch war, oder?

Peter: Nein, ich glaube auch nicht, aber es ist ein super Film.

Evi: Und weißt du, wer auch mitspielt bei Dark City, ist Richard O'Brien,

Evi: der Rocky Horror Picture Show geschrieben hat.

Peter: Nein, das weiß ich gar nicht mehr. Und die Corneli habe ich mich noch erinnern

Peter: können, aber an ihn nicht.

Evi: Ich habe jetzt auch bewusst Dark Cities genommen, weil ich glaube,

Evi: dass das ein Film ist, der komischerweise nicht so bekannt ist.

Evi: Der zwar auch eben in diesen Simulationsdings mitspielt, aber der ja anders

Evi: funktioniert als die anderen.

Peter: Ja, ich glaube, er ist jetzt von den 3-4, die es da gibt, wahrscheinlich der am wenigsten Bekannte.

Evi: Also vielleicht, wenn er zu einer anderen Zeit veröffentlicht worden wäre,

Evi: wäre er vielleicht nicht so untergegangen, unter Anführungszeichen,

Evi: weil er ja ganz andere Macher ist.

Evi: Also in Dark Cities ist er immer nach. Eigentlich ist es ja ein Krimi.

Evi: Der Wolf of Civil ist ja ein Detective oder wird er da noch hineingezogen?

Peter: Das ist ja das Interessante, da gibt es, jetzt muss ich den Namen halt nennen,

Peter: einer der nächsten Filme ist ja dann The Thirteenth Floor, dass der eigentlich...

Peter: eine ganze Menge Parallelen zu Dark City hat.

Evi: Timmt von der Handlung her, ja.

Peter: Weil es ist so Film-Noir-mäßig. Das Simulationsding an sich, das große Thema.

Evi: Es ist ja schon Thriller-artig, weil es ist, er wird, glaube ich,

Evi: da irgendwie beschuldigt, dass er ja Frauen umgebracht hat.

Peter: Genau, und in Third End Flow ist es ja dann auch so, dass jemand verdächtigt

Peter: wird, jemanden umgebracht zu haben.

Peter: Wir spoilern jetzt noch nicht, aber es gibt Parallelen zwischen diesen zwei

Peter: Filmen, die man an zwei Händen vermutlich abzählen kann.

Evi: Das ist mir so noch gar nicht aufgefallen. Er steht im Verdacht,

Evi: dass er die ja auch umgebracht hat und irgendwie versucht er dann,

Evi: das zu lösen oder das herauszufinden, was da passiert.

Evi: Und ich glaube, er hat ja auch immer so Gedächtnislücken oder sowas.

Evi: Also er kann sich dann auch nicht ganz...

Peter: Das ist die nächste Parallel.

Evi: Ja, ja, ja, eben, genau.

Peter: Nimmt das Ende.

Evi: Naja, und er findet ja dann heraus mit dieser Postkarte, die er ja dann hat,

Evi: wo er dann quasi ans Ende reist, dass man ja sagt, an diesen Ort kannst du nie gelangen.

Peter: Das ist das, wo es dann am Ende am Stadtrand auf den Ozean hinausblickt.

Evi: Richtig, genau. Und da stellt sich ja dann auch, also ich spoilere jetzt einmal,

Evi: weil der Film ist schon so alt, dass man das spoilern darf.

Evi: Er findet ja dann auch heraus, dass er eigentlich in einer abgesteckten Welt

Evi: ist, die jetzt aber nicht virtuell ist, sondern das existiert ja wirklich.

Evi: Im Prinzip sind sie ein Laborexperiment von Aliens.

Evi: Es kommen ja dann auch diese Aliens ins Spiel. Das erfährt man aber schon relativ

Evi: früh im Film, weil die gestalten dann die Welt ja immer um.

Evi: Das finde ich übrigens nach wie vor sehr cool, wenn sie die Stadt umbauen.

Peter: Das finde ich in dem Film im Vergleich zu allen anderen von der Welt her,

Peter: finde ich den fast am interessantesten. Und er hat auch ein bisschen,

Peter: kennst du die Adjustment Bureau?

Evi: Nein.

Peter: Mit dem Matt Damon. Mit dem Matt Damon.

Evi: Okay.

Peter: Das ist so eine Philipp Ketik Adaption, das ist ein paar Jahre später gewesen.

Peter: Da geht es darum, dass er draufkommt, dass die Welt auch immer umgebaut wird,

Peter: weil die von irgendjemandem kontrolliert wird.

Peter: Und er bemerkt, dass da was umgebaut worden ist und fängt dann zum Nachforschen

Peter: an und bringt das dann alles durcheinander.

Peter: Und die sind immer hinter ihm her, um ihn zu stoppen, weil er für Unordnung sorgt.

Peter: Und da ist es so stilistisch ungefähr ähnlich wie in Dark City,

Peter: wenn sie die Städte verändern.

Peter: Das ist so alles so ein Vorläufer wie Inception hat es ja dann auch irgendwann

Peter: so mit den rollenden Städten und all das.

Evi: Genau, ja, ja.

Peter: Hat das Dark City, glaube ich, eigentlich vorweg genommen.

Evi: Das stimmt, ja, ja. Die Stadt ist quasi das Labor von den Aliens.

Evi: Und es wird ja nicht nur die Stadt umgebaut, sondern ja eben auch eigentlich

Evi: die Menschen, die halt da drin leben. Also da kann es halt sein,

Evi: dass du in der einen Nacht warst du irgendwie reicher, keine Ahnung was.

Evi: Und dann plötzlich bist du halt irgendwie ein armer Schlucker oder so.

Evi: Also sie tauschen ja auch so und machen da ihre Experimente.

Evi: Und was ich bei den Filmen eigentlich so gut gefunden habe, war dann,

Evi: wo sich dann herausstellt, okay, dass das ja alles von den Aliens kontrolliert

Evi: wird, von den Außerirdischen, die mich übrigens sehr erinnern an bei Momo,

Evi: diese Zeiträuberdiebe, die es da ja gegeben hat.

Evi: Und er versuchte ja dann zu besiegen und kämpfte dann gegen die.

Evi: Das ist aber eigentlich eine auswechslose Situation, weil er ja nicht auf der Erde ist.

Peter: Er kann vor Ort nicht weg.

Evi: Genau, es gibt eigentlich keinen Ausweg und das sieht man dann, finde ich, auch sehr

Evi: Gut, zum Schluss halt, ja. Eigentlich sind sie ja auf diesem Raumschiff,

Evi: wobei es ist ein halber Planet oder irgendwie so.

Peter: Ja, ja, wobei das ist ja eigentlich eine spezielle Art von Simulation,

Peter: weil es ist ja eigentlich ein Zoo im Weltall.

Evi: Genau, aber eigentlich...

Peter: Die Tiere, die drauf sind, sind alle echt. Sie glauben nur, dass ihr Zoo kein

Peter: Zoo ist, sondern tatsächlich ihre Welt.

Evi: Ja, richtig.

Peter: Ja, sie kommen nur drauf, dass die Welt nicht so, wie sie ist, aber sie ist echt.

Evi: Eben, genau. Wenn wir halt von Simulationen oder virtuellen Welten sprechen,

Evi: dann denken wir ja alle an Computerprogramme.

Peter: Die da laufen.

Evi: Ja, und bei Dark City ist es ja im Prinzip ja schon echt, aber die halt glauben,

Evi: dass sie halt in dieser Stadt leben und jeden Abend auch wachen,

Evi: eigentlich ihr Leben leben, obwohl sie es nicht wirklich leben,

Evi: weil sie ja beobachtet sind.

Evi: Und den fand ich eben auch wirklich sehr, sehr eingängig. Also ich finde den

Evi: nach wie vor sehr gut. Er ist halt sehr düster, dunkel, weil da halt auch immer Nacht ist.

Evi: Also noch Dark City, es geht nie die Sonne auf. Aber ganz zum Schluss,

Evi: glaube ich, kommt ja dann dieses Licht zu sehen.

Peter: Ich glaube, dass am Ende mit dem Ozean, dass da ein Sonnenaufgang drin ist.

Peter: Und der Floor, der endet genauso.

Evi: Stimmt.

Peter: Die stehen dann, ich finde es ganz lustig, weil ich habe den ja erst,

Peter: ich habe den gestern nochmal angeschaut.

Evi: Aber ich glaube, dann sprechen wir über Sört ins Floor, wenn du da jetzt schon,

Evi: ich weiß schon, ich spüre das ja, dass du die ganze Zeit schon zu dem Film hin willst.

Peter: Dann gehen wir jetzt dort hin. Nein, das zieht mich gar nicht so.

Peter: Ich möchte, insgeheim möchte ich am liebsten nur über Existenz reden,

Peter: weil der vom Kronenberg ist und das ist von den ganzen Simulationsdingern aus

Peter: der Ära, ist das mein Lieblingsfilm.

Evi: Ich habe gewusst, dass du das sagen wirst.

Peter: Ich weiß, darum habe ich es noch nicht gesagt bis jetzt.

Evi: Ich habe den extra für dich jetzt kurz vorher nochmal angesehen,

Evi: weil ich von dem fast keine Erinnerung mehr hatte.

Evi: Deswegen darfst du uns eine kurze Inhaltsangabe geben, worum es geht in dem Film.

Peter: Der Film fängt an mit einer Computerspielevorstellung, die in einer Art Kirche passiert.

Peter: Das ist eine ganz elitäre Computerspielfirma, die da ihr

Peter: modernes Produkt vorstellt und das ist sehr Kronenberg-mäßig,

Peter: eine Art Playstation, die ausschaut wie eine modifizierte Plazenta.

Evi: Ja, es ist sehr organisch.

Peter: Ja, es ist sehr organisch, was der Kronenberg ständig macht,

Peter: die mit einer Nabelschnur an einen, sie nennen es Bio-Port an die Wirbelsäule

Peter: angeschlossen wird und dann gehst du in dieses Spiel hinein,

Peter: in eine vollkommen realistische Umgebung um dich herum, so wie auf einem Holotech

Peter: und kannst da drin halt das Spiel spielen, das sich Existenz Nein,

Peter: da gibt es am Anfang des Films einen Terroranschlag auf die Spieleentwickler

Peter: bei dieser Präsentation.

Peter: Und dann muss der Jude Law, der gemeinsam mit der Jennifer...

Evi: Nein, das ist die Jason...

Peter: Jennifer Jason Leigh, die die Spieleentwicklerin spielt, die beiden flüchten von dort.

Evi: Genau, weil der Jude Law ist nur so ein PR-Fuzzi.

Peter: Genau, der ist eigentlich niemand, unter Anführungszeichen, den ganzen Film lang.

Peter: Es kommt dann darauf, dass diese Terroristen, die sind gegen Computerspiele

Peter: im Großen und Ganzen. und die wollen diese Spiele vernichten.

Peter: Und dann müssen die aber zeitweise in das Spiel rein und aus dem Spiel wieder

Peter: heraus, um irgendwie herauszufinden, wer steckt denn hinter all diesen Sachen

Peter: Und unterm Strich ergibt sich dann, dass sie am Ende nicht mehr wissen,

Peter: sind wir jetzt noch im Spiel oder sind wir jetzt in der Realität?

Evi: Sie kommen ja dann zurück und sind dann wieder bei dieser Spielepräsentation

Evi: ganz am Anfang und da passiert ja dann auch wieder der Anschlag und so und da

Evi: ist ja dann quasi die Auflösung. Da entpuppt sich dann.

Peter: Dass da Jude Law und die Jennifer Jason Leigh, glaube ich, die Warnterroristen

Peter: sind und die echte Spielepräsentation mit anderen Leuten, wo alles sehr ähnlich

Peter: ist, die dort umbringen und die Revolution gegen die Spieleherstellung ausrufen.

Evi: Also ähnlich wie bei Inception weißt du halt nicht, welche Ebene,

Evi: ist das jetzt die letzte Ebene und bist in der Wirklichkeit oder ist das noch?

Peter: Die Figuren fragen sich dann echt, sind wir jetzt noch im Spiel oder ist das

Peter: jetzt, wo sind wir jetzt? Jetzt wollen wir so gerade drüber reden.

Peter: Existenz hat durchaus viele Parallelen mit Total Recall. Da ist es zwar eine

Peter: implantierte Erinnerung und er hüpft immer hin und her zwischen,

Peter: ist es jetzt echt oder ist es nicht echt?

Peter: Und am Ende ist es auch nicht. Ist es ein Traum oder ist das jetzt alles wirklich passiert in dem Film?

Evi: Weiß ich nicht.

Peter: Ich sage es deswegen, weil der Kronenberg war nämlich, bevor der Werhofen den

Peter: Film gemacht hat, der Regisseur, der attached war.

Evi: Okay, also das hat er mitgenommen, oder wie?

Peter: Möglich, ja.

Evi: Okay. Ich meine jetzt noch, bevor wir über Existenz sprechen,

Evi: auch noch Sight ins Floor reinbringen, weil ich glaube, dass wir einfach mal

Evi: alle Filme dann am Tisch haben und damit sich alle auch noch auskennen.

Evi: Und dann, glaube ich, können wir dann gut die Vergleiche parallel ziehen und

Evi: sagen, welcher gut ist oder welcher nicht so gut ist.

Evi: Deswegen bringe ich jetzt gleich einmal Sight ins Floor rein,

Evi: der eine Emmerich-Produktion zwar ist, aber der hat nicht Regie geführt oder

Evi: sonst irgendwas gemacht. Ach, das finde ich ganz lustig. Das ist nämlich fast

Evi: auch so ein Mandela-Effekt.

Peter: Ich finde es da ganz lustig. Gestern, wie ich ihn geschaut habe,

Peter: sehe ich, bei den Produzenten stehen zwei Emmeriche.

Evi: Ja, die Ute.

Peter: Das ist wohl seine Frau, vermute ich mal.

Evi: Hätte ich jetzt auch gesagt. Ich weiß es aber nicht.

Peter: Und es gibt auch zwei Ballhause.

Evi: Ja.

Peter: Und zwar der Michael Ballhaus und vermutlich auch seine Frau.

Evi: Die Helga Ballhaus. Da habe ich nur gemerkt, weil ich den Namen so lustig fand. Ballhaus.

Peter: Ja, der Michael Ballhaus. Ja, ja, der Ballhaus ist so quasi der berühmteste deutsche Kameramann.

Evi: Ah.

Peter: Der hat mit Fassbinder angefangen.

Peter: Und ist dann, ich weiß nicht, wie, irgendwann war er dann in den USA.

Peter: Der hat fast, bis zu seinem Tod eigentlich, hat der fast alle Martin Scorsese Filme gemacht.

Evi: Ah, okay.

Peter: Also der hat von Goodfellas an bis zu Casino und so weiter, das hat alles der Ballhaus gemacht.

Evi: Ah, na schau an. Das heißt, es ist auch eine deutsch-amerikanische Produktion.

Evi: Also ist ja durchaus mit.

Peter: Ja, vermutlich hat sich da die deutsche Gang zusammengerauft in den USA.

Evi: Das kann sein.

Peter: Die machen jetzt einen coolen Film. Ich habe zu dem Regisseur nichts googelt.

Peter: Der hat mir namentlich gar nichts gesagt. Ob das nicht auch ein Deutscher war.

Evi: Ja, ist auch ein deutscher Filmregisseur.

Peter: Ah, okay.

Evi: Genau. Und einer der Hauptrollen spielt ja auch Armin Müller-Stahl.

Evi: Und der spielt ja quasi den älteren Bildentwickler eigentlich,

Evi: den Chef von dieser Firma, die diese künstliche Simulation eigentlich erzeugt.

Evi: Ich habe übrigens nachgeschaut, weil ich mir gedacht habe, ich mag den ja eigentlich

Evi: und habe herausgefunden, der lebt noch.

Peter: Wie alt ist denn der jetzt?

Evi: Der ist 95 oder so.

Peter: Ich habe mir gedacht, der schafft es irgendwie seit 30 Jahren,

Peter: dass er ausschaut wie 75.

Evi: Ja, in dem Film, der von 99 ist, schaut er auch schon recht alt aus.

Evi: Ja, super. Ruch, der lebt noch. An der Sertzinsflur geht es darum, im 13.

Evi: Stockwerk von diesem einen Unternehmen haben sie eine Simulation eigentlich geschaffen.

Evi: Da gibt es auch eigene Entitäten, also Einheiten, die dort in der Simulation sind.

Evi: Und du kannst dich da jetzt quasi, wenn du in dieses Spiel einsteigen willst,

Evi: ja, ablohnen nennen die das in dem Film. Und dort in dem Film die Welt sind die 30er Jahre.

Peter: Genau, Los Angeles 1937.

Evi: Ja, genau, weil das die Jugend war vom Armin Müller-Stahl-Charakter.

Evi: Fuller hat er geheißen, glaube ich, oder?

Peter: Ja, Fuller.

Evi: Genau, ja. weil das halt so quasi seine Jugend war, deswegen hat er diese Welt nachgebaut.

Evi: Und da ist es jetzt dann eben auch so, dass dann der Douglas Holt,

Evi: der da auch mitgearbeitet hat, der probiert das dann auch aus und ist da ganz

Evi: begeistert, wie real sich das alles anfühlt.

Evi: Und der Fuller wird dann aber umgebracht und er kommt ja dann auch in den Verdacht,

Evi: dass er ihn umgebracht hat.

Evi: Also es ist irgendwie so, alle Spuren führen ja zu ihm. Er wacht auch nach dieser

Evi: Tatnacht ja dann auch mit seinem blutbefleckten Hemd auf.

Peter: Genau, er hat so Gedächtnislücken und weiß nicht.

Evi: Ob es ehrlich vielleicht doch war. Genau, und kommt dann irgendwie so aufgrund

Evi: dieser ganzen Indizien, ist er da auch nicht mehr ganz von seiner eigenen Unschuld überzeugt.

Evi: Es taucht dann auch plötzlich die Tochter auf, von der keiner was gewusst hat,

Evi: die das Erbe antreten will und die da mitarbeitet.

Evi: Und da ist es ja dann auch so, dass er dann die Hinweise erhält,

Evi: dass jetzt nicht nur sie eine Simulation geschaffen haben, sondern dass sie

Evi: vielleicht sogar selber in einer Simulation sind.

Peter: Genau, ja.

Evi: Weil es dann halt auch so Hinweise gibt, die darauf schließen lassen,

Evi: dass das alles nicht echt ist. Und gleichzeitig kommt ja auch eine Einheit in der Simulation drauf,

Evi: dass das eine Simulation ist und dass sie nicht echt sind. Ich fand das ganz

Evi: lustig, dass er dann eher glaubt, dass er die in der Simulation ja Menschen

Evi: sind, die er retten muss.

Evi: Wo man denkt, naja, die sind so programmiert worden. Und dann geht es ja dann

Evi: auch darum, okay, wenn jetzt er auch eine Simulation ist, lebt er dann, lebt er nicht.

Evi: Und da gibt es aber den Ausweg, dass man eben, wenn man sich in das Spiel uploadet,

Evi: man hat ja dann so seinen eigenen Charakter, den man ja spielt.

Evi: Und da kann man sich dann aber irgendwie dann auch wieder runterladen.

Evi: Also es kann die Simulation in die echte Welt gelangen, indem sie sich dann wieder downloadet Ja.

Peter: Es war so, wenn du in der Simulation ermordet wirst, kommt die,

Peter: machen wir das ganz simpel, okay.

Peter: Also in diesem Los Angeles 1937, dass eine Simulation auf einem großen Computer

Peter: ist, existiert dieses simulierte Los Angeles 1937.

Peter: Und die ganzen Menschen, die dort alle rumlaufen, die gehen alle ihrem Leben

Peter: nach und die wissen nicht.

Evi: Dass sie eigentlich simuliert sind.

Peter: Dann wird der Armin Müller-Stahl in unserer Realität, wo der Computer steht,

Peter: der das LA simuliert, wird der ermordet.

Peter: Und der hat vorher immer wieder seine Simulation besucht, weil er sich darin vergnügt.

Evi: Genau, ja.

Peter: Nennen wir es mal so.

Evi: Ja, da waren es alle ganz schockiert.

Peter: Ja, unser Hauptdarsteller, dieser Douglas, der ein super enger Freund vom Armin

Peter: Müller-Stahl war, will jetzt herausfinden, warum und wieso ist er umgebracht worden.

Peter: Und der lädt sich dann selbst in diese Simulation nach 1937 rein,

Peter: weil er herausfindet, dass der Armin Müller-Stahl innerhalb der Simulation eine

Peter: Nachricht hinterlassen hat.

Evi: Ja, stimmt, einen Hinweis. Genau, aber da ruft er ihn eigentlich noch an.

Peter: Genau. Und der Hinweis landet aber bei jemand anderem und dieser andere...

Peter: den auch richtig verstanden, nämlich dass seine Welt, und das findet der dann

Peter: auch später raus, nicht echt ist.

Peter: Und der will dann in die echte Welt nach oben, weil er sie sehen will.

Peter: Das ist übrigens der Vincent D'Onofrio. Den mag ich sehr.

Evi: Ja, ich finde den auch super. Der ist predestiniert für diese Rolle.

Peter: Der findet dann raus, wie er in diesen Unfall, weil er stirbt vorsehentlich.

Peter: Er wird von dem Auto überfahren. Aber es ist so, der steigt selbst in die Simulation

Peter: von 1937 ein, in die Figur, die er eigentlich programmiert hatte.

Peter: Der schaut genauso aus wie er.

Peter: Und der kommt dann beim Unfall ums Leben und aber zurück, wie die Verbindung

Peter: abreißt, ist dann eigentlich die Figur aus der Simulation im Körper des echten Menschen drinnen.

Evi: Also der Typ von 1937 ist...

Peter: Der simulierte Typ von 1937, dessen Körper jetzt der echte Mensch übernommen hat...

Evi: Genau. Ist er quasi sein Bewusstsein oder...

Peter: Im Moment des Todes kommt das Bewusstsein der Simulationsfigur in das Gehirn

Peter: des echten Körpers rein.

Evi: Es ist auch so, dass diese drei Charakteren so eine Art wie Doppelgänger im

Evi: Spiel haben, also in diesem Los Angeles 1937. Ja, genau.

Peter: Die haben sich bequemerweise, damit man dem Film folgen kann.

Evi: Nach sich selbst modelliert.

Peter: Dass wir uns auskennen. So ist er. Und das habe ich jetzt gestern bei dem Film

Peter: so, er ist schon, also man durchschaut, ich habe fast alles wieder vergessen gehabt.

Peter: Also ich habe den quasi wie die Jungfrau zum Kind wieder neu gesehen.

Evi: Ja, spannend.

Peter: Es ist aber schon so, vielleicht auch die Sehgewohnheiten der letzten tausend

Peter: Jahre von uns, du hast relativ nach 10, 20 Minuten, wo er die Gedächtnislücke

Peter: hat und das blutige und die Nachricht hat er in der Simulation für ihn hinterlassen...

Peter: Die Figur in der Simulation liest heimlich die Nachricht, wo drinsteht,

Peter: unsere Welt ist eine Simulation.

Peter: Ist ja klar, die war an den echten Menschen adressiert. Ist ja da zu dem Zeitpunkt

Peter: im Film schon glasklar, dass unsere Welt, in der er ist, auch eine Simulation ist.

Peter: Und die ganzen kleinen Hinweise, die dann immer gestreut werden,

Peter: sind so, ja okay, wir wissen schon viel mehr, als die Figur weiß.

Evi: Aber ich glaube, das ist jetzt halt schon...

Peter: Das ist den 90ern geschuldet. Das ist ein charmanter alter Film jetzt.

Evi: Ja, und dass wir da jetzt einfach, glaube ich, schon abgebrühter sind,

Evi: was solche Handlungen betrifft, muss man auch sagen.

Peter: Also man kann sagen, es ist gut gealtert, ist ja sowieso so ein Harryhausen-Film

Peter: mit Stop-Motion-Dinosauriern.

Peter: Man sieht, es ist nichts echt, ist Thirteen Floor jetzt genauso.

Peter: Es ist ein alter Film aus einer Ära, aber es ist ein charmanter,

Peter: guter Film, den man sich schön anschauen kann.

Evi: Wobei ich das damals schon recht cool gefunden habe. Ja, eigentlich gefällt

Evi: es mir schon sehr gut, die Szene war ein simulierter Charakter.

Evi: der sagt ja dann, er ist ja bis zum Ende gefahren, ja, so fahren an einen Ort,

Evi: wo du nie hinfahren würdest und durchbreche alle möglichen, wenn da steht,

Evi: Straße ist zu Ende und so und fahre einfach immer weiter bis zum Ende und so

Evi: hat er ja dann wirklich entdeckt, dass es eine Simulation ist und das macht

Evi: ja dann der andere auch in seiner Welt, ja, also quasi in unserer Welt und das

Evi: finde ich ja schon ein netter Moment, wenn du dann hast, so,

Evi: es ist halt voll 90er und es ist halt dieses grüne Licht und so,

Evi: ja, diese Matrix-Weltzeit.

Peter: Ich war die ganze Zeit in dem Film jetzt eigentlich begeistert davon,

Peter: wie gut die das 1937er Los Angeles gemacht haben.

Peter: Weil sie fahren ja da auch wirklich so in der Umgebung rum und du hast die ganzen

Peter: Ölbohrtürme in den Hügeln drinnen und die alten Autos.

Peter: Und das ist richtig alles, es schaut echt gut. Also ich habe echt suchen müssen,

Peter: boah, wo sind die Effekte, wie haben sie das gemacht?

Peter: Weil es einfach gut ausschaut. Das passt vom Stil her und vom Look her, ist das total rund.

Evi: Und er ist auch leicht gelbstichig. Also er hat ja schon so...

Peter: Es ist schon so, Matrix kündigt sich schon an.

Evi: Naja, aber nein, weil es halt so Vergangenheit... Ja, es ist halt so ein Sepiaton.

Peter: Das meinst du.

Evi: Richtig, genau, es ist halt so ein Sepiaton. Und es sagte dann noch einer von

Evi: diesen Spieleentwicklern, ich weiß jetzt nicht, welches heißt,

Evi: am Coloriering oder sowas.

Peter: Ja, am Colorgrading müssen wir noch was ändern. Genau, das schaut noch zu aus.

Peter: Genau, das ist noch nicht fertig.

Evi: Das finde ich aber ganz nett. Und ich finde es aber auch ganz gut,

Evi: dass du das so als Unterscheidung machst.

Evi: So, okay, das ist jetzt quasi die Simulation und da ist jetzt die echte Welt,

Evi: obwohl es auch unterschiedliche Epochen sind.

Evi: Aber das fand ich schon ganz nett gemacht.

Peter: Zwei Sachen zu der einen Stelle, wo er dann das Ende der Welt sieht und du siehst dann diese grünen...

Evi: Dieses Gitter.

Peter: Genau, dieses Drahtgitter-Modell, wo die Welt halt dann ins Nichts ausläuft.

Peter: Das Holodex sieht man quasi, ja.

Peter: Und das war so, das wäre jetzt ein super Ende, weil da kann der Film enden und

Peter: dann wäre das wie eine Black Mirror-Episode.

Peter: Weil, oh mein Gott, das ist nichts echt. Und aus.

Peter: Das ist ein schönes Ende. Aber das war der schlechteste Effekt-Shot in dem ganzen Film.

Peter: Da zappelt alles, die Ebenen liegen nicht richtig übereinander.

Peter: Das schaut wirklich furchtbar aus im Verhältnis zum Rest vom Film.

Peter: Aber dann geht der Film eh noch gute 20 Minuten weiter.

Evi: Das fand ich jetzt auch gar nicht so schlimm. Obwohl ich ein bisschen lächeln

Evi: habe müssen, ist halt die ganze

Evi: Zeit dieses grüne Licht, wenn sie halt in diesem Simulator eintauchen.

Peter: Ja, der Nebel im Raum und die Laser.

Evi: Die drüber geht.

Peter: Das ist sehr 90er. Und die bombastische Musik, die dann immer kommt.

Evi: Und das ist halt wirklich sehr 90er, genau. Also das ist halt schon okay,

Evi: das ist halt auch nur ein Kind seiner Zeit.

Evi: Ja, ich finde es eigentlich ganz nett, so wie er dann draufkommt,

Evi: dass eben seine Welt auch nicht echt ist und er findet ja dann einen Ausweg.

Evi: Also es stellt sich ja dann auch heraus, dass die Enkelin, die da plötzlich

Evi: aufgetaucht ist, dass die auch aus einem Grund aufgetaucht ist.

Peter: Weil sie oben drüber sind und sie selbst eine Simulation sind.

Peter: Und die Sache ist, wir erfahren von ihr, wir haben tausende Simulationen.

Peter: Und sie sagt, ihr seid aber die Einzige, die selbst in der Simulation eine Simulation entwickelt hat.

Peter: Und darum haben wir da ein Auge drauf. So ungefähr war das doch erklärt.

Peter: Was ich ganz gut fand, die Romanz zwischen den beiden hat ganz gut funktioniert. Das war okay.

Peter: Was ich aber schade finde, ist nachdem eben, wo ich sage, an der Stelle könnte

Peter: der Film enden mit, oh, er findet raus, das ist alles simuliert.

Peter: Das ist dann doch ein bisschen abdriftet in, ihr Ehemann ist ein Mordlusterner,

Peter: Ich bringe simuliert den Lebewesen um und er ist eifersüchtig auf den Mann.

Peter: Es geht dann sehr in diese banalen persönlichen Probleme zwischen menschlichen Dingen hinein.

Evi: Und das große Thema. Und das hätte der Film auch gar nicht gebraucht,

Evi: weil es war allein mit diesem Mordfall hast du ja sowieso auch schon quasi einen

Evi: Plot und sowas, den du da hast.

Evi: Und das finde ich eigentlich auch ganz gut. Ich glaube, das hätte es jetzt gar

Evi: nicht gebraucht, zu diesen super eifersüchtigen Ehrmann.

Peter: Nee, das war dann halt so schade.

Evi: Ja, gerade, weil das Ganze war immer so ein… Die Computersimulation ist der Gute.

Peter: Genau, weil es macht ja diese ganzen philosophischen Themen aus,

Peter: mit was ist echt und in welcher Welt leben wir und wie viele Simulationen gibt

Peter: es und so. Und auf einmal bist du in einem Beziehungsdrama drin.

Peter: Ich hätte ganz gern, dass wir uns mit den Fragen da weiter beschäftigen und

Peter: die zu einer Antwort führen.

Peter: Aber im Endeffekt geht es in den letzten 20 Minuten nur darum,

Peter: dass die beiden zu einem Happy End kommen und den Ehemann reinlegen.

Evi: Ich wollte gerade sagen, vielleicht hat es das aber einfach gebraucht,

Evi: damit man moralisch gut aus der Sache rauskommt, dass er ja dann seine Simulation verlassen kann.

Evi: Aber das wäre, glaube ich, anders nicht möglich gewesen. Weißt du, was ich meine?

Peter: Ja, ich weiß, was du meinst. Aber ich glaube, das war einfach nur Publikums-

Peter: oder Studio-Angst-Service.

Peter: Wir brauchen ein Ende, dem die Menschen folgen können. Und es braucht auch ein emotionales Ende.

Peter: Und das heißt für die wahrscheinlich automatisch, oh, romanzliche Beziehung, erversüchtiger Mann.

Peter: Und was ich ganz lustig gefunden habe, der Film endete dann,

Peter: wenn sie dann ähnlich in Dark City sind,

Peter: Und er wacht dann auf und er geht dann mit ihr raus und sie stehen dann auch

Peter: vor dem Ozean, das ist der Pazifik vor Los Angeles.

Peter: Und es ist die Zeitung Los Angeles 2024 und es schaut halt vielleicht wie das

Peter: Los Angeles von 2068 aus, aber nicht so wie das von vor zwei Jahren.

Evi: Ja, aber das hat man sich vielleicht gedacht.

Peter: Ja, aber es war ganz lustig, man hat halt schmunzeln können.

Evi: Das war für mich auch die Überraschung, dass wir jetzt schon die Zukunft sind,

Evi: was damals die Zukunft war, wo sie eigentlich die Simulationen schon zu Tausenden geschaffen haben.

Evi: Ich fand es auch ganz lustig, dass sich der Film ja auch auf Discard bezieht,

Evi: also ein bisschen dieses Ich denke, also bin ich und das ein bisschen umtritt

Evi: mit Bist du, was du denkst, weil die auch alle glauben, sie wissen,

Evi: wer sie sind, aber eigentlich sind sie nur so programmierte Einheiten.

Evi: Das fand ich ganz, ganz gut in dem Film. Was ich jetzt beim kürzlich noch mal

Evi: sehen, draufgekommen bin, ist, dass die Wohnung, das Apartment.

Peter: Ich wollte es schon sagen, ich habe es vergessen.

Evi: Ja, ja. Ich habe gedacht, das kenne ich doch, dieses coole Design.

Evi: Das ist genau das gleiche Apartment, wo der Harrison Ford, also Deckard, wohnt im Blade Runner.

Peter: Das gibt es nämlich wirklich. Das ist ein Gebäude, das ist so eine Art Deco-Ding,

Peter: glaube ich. Das steht irgendwo in L.O. um.

Peter: Das ist schon öfter bei Filmen verwendet worden, aber bei dem war es jetzt so

Peter: offensichtlich, weil sie ganz viel Zeit drin verbringen und das auch gern zeigen.

Evi: Hat man voll gesehen. Ja, das habe ich ganz witzig gefunden.

Evi: Deswegen finde ich 13th Run nach wie vor sehr gut. Und jetzt um zurückzukommen zu deinem Existenz.

Evi: Ich habe ihn jetzt eben auch extra noch einmal angesehen. Also ich finde diese

Evi: Idee, dass das organisch ist, sehr gut.

Evi: Und auch mit diesem Bio-Port, dass du den da hast, wo du dich da ansteckst,

Evi: damit du halt dann wirklich dieses Erlebnis hast von dieser Welt.

Evi: Ich hatte fast keine Erinnerung an diesen Film, außer dass ich wusste noch,

Evi: dass ich ihn irgendwie eklig in Erinnerung hatte.

Evi: ja, das hat sich bestätigt. Also ich finde ihn ja nach wie vor...

Evi: Das ist ein Kronenberg-Film. Ja, finde ich nicht so, ach, ich weiß es nicht.

Evi: Und dann habe ich mir gedacht, wenn du das alles wegtust, dieses Ganze,

Evi: eben dieses Organische und das Ekelige, dann bleibt total wenig übrig.

Evi: Und eigentlich hat er überhaupt keinen Plot. Und das finde ich total schade.

Evi: Und deswegen, glaube ich, hat er mich auch damals nicht so beeindruckt.

Peter: Nein, ich bin begeistert von dem Film.

Evi: Nein, ich nach wie vor nicht. Da bleibt überhaupt nichts übrig.

Peter: Es ist einfach eine, wie nennt man das, eine Fraktion-gegen-Fraktion-Geschichte.

Evi: Ja, aber das wird meiner Meinung nach dann aber auch nicht gut ausgearbeitet,

Evi: weil dann verliert es sich halt oft in dieser Darstellung von dem,

Evi: jetzt sind wir in der Welt,

Evi: dann sind wir in der Welt und dieses eklige Forellen-Fischfarm-Dings und dann

Evi: musst du da dieses grausliche Dinder essen und dann bastelt der aus den Knochen da diese Pistole da.

Evi: Was ich übrigens auch eine extrem coole Idee fand, dass du halt Zähne als Kugeln

Evi: verwendest, weil ich mir denke, okay gut, das kannst du wirklich jetzt als Metalldetektor

Evi: oder sowas, dass du das nicht herausfindest, weil das organisches Material ist.

Evi: Also das fand ich alles total gut, aber vom Plot her ist da zu wenig.

Peter: Ich glaube, du musst ihn noch ein paar Mal anschauen.

Evi: Nein, und da finde ich halt Zweitensflur wirklich besser irgendwie,

Evi: weil der hat schon so mit diesem Krimi-artigen und du entdeckst das irgendwie

Evi: so, finde ich dann so ein bisschen schlauer.

Peter: Nein, geht's mir genau umgekehrt. Ich habe Existenz auch vor,

Peter: ist schon ein bisschen länger her, habe ich ihn aber auch wieder gesehen und

Peter: ich war, boah, der ist noch viel besser als beim ersten Mal.

Evi: Nee.

Peter: Ja, ja, ich habe den echt gern. Ich mag auch die Stelle total.

Peter: Es gibt ja den Moment, wo der Jude Lawson den Bio-Port bekommt vom William Dafoe.

Evi: Das ist ja der.

Peter: Der Gas heißt in der Tankstelle, der Typ.

Evi: Genau.

Peter: Und er sich so anscheißt, weil er das nicht hat und auch nicht will,

Peter: weil ihm das irgendwie I ist.

Peter: Und er sagt dann ja mal sowas wie, er findet das so furchtbar,

Peter: dass sein Körper eine Öffnung hat.

Peter: Und die Jennifer Jason Lee macht nur...

Evi: Den Mund auf, ja, ja.

Peter: Streckt ihm die Zunge raus. Und ich habe das so schön gefunden,

Peter: weil man hätte es auch erklären können in Worten.

Peter: Aber sie zeigt ihm einfach nur, dass du da ein Riesenloch in deinem Gesicht

Peter: hast, mit dem du überhaupt kein Problem hast.

Peter: So als kleine Metapher mit, ich mag keine Körperöffnungen. Nein, ich mag den Film.

Peter: Das ist dein Recht. Aber ich mag den Film.

Evi: Ja, ist okay. Wie ich mir jetzt nochmal angeschaut habe, habe ich genau gewusst,

Evi: dass du sagen willst, ah ja, ist einer meiner Lieblingsfilme.

Peter: Ja, ist es.

Evi: Ich habe dich fast gehört, als ich ihn mir angesehen habe. Und ich habe wirklich Recht behalten.

Evi: Das finde ich jetzt sehr lustig. Und ich habe gedacht, nein.

Evi: Und da ging es mir aber auch so, dass ich da irgendwie so nach gefühlt fünf

Evi: Minuten auch gewusst habe, okay, gut, es wird auf das alles so hinauslaufen.

Evi: Obwohl ich da ja auch quasi jungfräulich,

Evi: davor gesessen bin und kaum Erinnerungen hatte. Nein, das ist so.

Peter: Ich weiß, ein Kronenberg, der trifft halt einen Nerv bei mir.

Peter: Ich kann mir von dem echt einfach alles anschauen. Ich habe unlängst auch Scanners

Peter: angeschaut. Finde ich auch nachher immer großartig.

Evi: Das finde ich super.

Peter: Das kann ich mir den ganzen Tag lang anschauen, sowas.

Evi: Weiß nicht, das catcht mich überhaupt nicht. Also wie gesagt,

Evi: ich fand die Idee gut mit dem, dass das organisch ist, weil das so auch nirgends.

Evi: Ja, mir hat das ein bisschen mehr Handlung einfach gefehlt. Ja, Entschuldigung.

Peter: Das war unser letzter Podcast.

Evi: Peter macht gerade ein trauriges Gesicht. Wir müssen jetzt kurz eine Werbepause

Evi: machen. Ich muss Peter trösten. Wir sind gleich wieder da.

Evi: Wir sind wieder da, aber Peter ist getröstet und er sagt, er macht vielleicht

Evi: noch weitere Podcasts mit mir.

Peter: Ja, ich bin zwar untröstlich, aber...

Evi: Ich werde mich jetzt zusammenreißen.

Peter: Was tue ich nicht alles für die Welt?

Evi: Aber schau mal, wenn wir auch in einer Simulation leben, dann werde ich vielleicht

Evi: umprogrammiert und das nächste Mal bin ich noch voll begeistert von Existenz

Evi: und sage, wow, Sertensfrau ist total langweilig.

Peter: Warte mal, hast du gerade gesagt, dass Existenz total super ist?

Peter: Ich habe das doch gerade gehört.

Evi: Ja, ja.

Peter: Es war kein Déjà-vu.

Evi: Ich muss jetzt da überlegen, ob du deinen Erinnerungen trauen kannst oder nicht.

Peter: Ja, jetzt haben wir ganz vergessen, wie wir so lange über der 13th Floor geredet

Peter: haben, dass der mit Welt am Draht verbunden ist.

Evi: Ach ja, stimmt, genau.

Peter: Und dann Rainer Werner Fassbinder waren wir auch schon, weil der Michael Ballhaus

Peter: von dem zu dem gekommen ist.

Peter: Und der Fassbinder hat schon Anfang der 70er Jahre. Es war keine TV-Miniserie, Zweiteiler.

Evi: Ja, es war ein Fernsehfilm, ja.

Peter: Der ganz furchtbar ausschaut. Also es ist ein interessanter Film,

Peter: aber schaut halt aus wie ein deutscher Fernsehfilm aus den 70er Jahren.

Evi: Muss man sich daran gewöhnen, weil das halt wirklich hart 70er ist.

Peter: Ja, es ist wirklich.

Evi: Da muss man durch. Aber er dauert ja auch sehr lange, ich glaube,

Evi: er dauert ja drei Stunden oder sowas.

Evi: Wenn man die Geduld hat und sich darauf einlässt, dann kann man ihn schon anschauen.

Peter: Ja, ich glaube, dass die Fassbinde ist so wie, ganz anders, aber ist so wie in Kronenberg.

Peter: Man macht da mit oder man macht da nicht mit. Ich kenne von ihm auch einen anderen

Peter: Film, glaube ich, noch. Und er ist halt jemand, der ist sehr gewöhnungsbedürftig,

Peter: weil er sehr, sehr eigen war.

Evi: Ich wollte ihn mir halt damals unbedingt anschauen, weil ich da eben auch gerade

Evi: in dieser Matrix-Hotens-Floor-Simulation-Welten-Dings, und dann habe ich eben

Evi: herausgefunden, dass es diesen Film auch gibt und dass es ja dann das Buch gibt,

Evi: auf das ja die beiden Filme basieren.

Evi: Und deswegen wollte ich mir den halt unbedingt anschauen. Aber ich glaube,

Evi: wenn ich die Motivation nicht gehabt hätte, hätte ich ihn wahrscheinlich nicht

Evi: durchgehalten, muss ich jetzt auch ganz ehrlich zugeben.

Peter: Das verstehe ich.

Evi: Danke. Aber das ist ja ein bisschen anders von der Erzählweise her.

Evi: Auch in dem Buch gibt es ein bisschen eine andere Motivation,

Evi: die ich ja total spannend finde. Hast du das Buch gelesen?

Peter: Nein, habe ich nicht.

Evi: Finde ich auch wieder total toll. Es ist von 1964, Simulacron 3 von Daniel Gelob.

Evi: Ein Franzose? Möglich, ja, ich glaube. Wenn man diesen Namen nicht aussprechen

Evi: kann, gut, dass wir einen Podcast haben. Vielleicht sagt ich...

Evi: Blogartikel schreiben. Und auf jeden Fall, in diesem Buch ist halt eben auch

Evi: so eine Simulation, so eine Großstadt.

Evi: Und nämlich die Motivation dahinter ist, dass das alles Marktforschungen sind.

Peter: Kapitalismus.

Evi: Also diese ganzen Simulationen gibt es aus Marktforschungsgründen,

Evi: weil da halt einfach die Sachen getestet werden vorher.

Evi: Und ich dachte irgendwie so, das ist so simpel und urgut gleichzeitig.

Peter: Du meinst, wir versuchen jetzt gerade überzuleiten in das tatsächliche Argument

Peter: für Simulationen, ob wir denn in einer sind oder nicht, Weil Marktforschung

Peter: ist ein guter Grund, um Sachen zu simulieren.

Evi: Zum Beispiel. Ja, also ich finde generell, das ist doch total gut,

Evi: dass du könntest ja auch sozial, gesellschaftliche Sachen, politische Komponenten,

Evi: kannst alles da reinhauen in die Simulation. Kannst alles vorher mal ausprobieren.

Evi: Genau, kannst schauen, ja, Wahlergebnisse, weiß auch nicht gerade,

Evi: ob wir nicht da auch hinzunehmen. Was ja wieder dafür spricht.

Peter: Dass wir in einer Simulation bin, weil bei dem ganzen Wahnsinn,

Peter: der da gerade passiert, das muss doch wer einfach nur ausprobieren wollen, wie das denn so ist.

Evi: Weiß ich nicht, keine Ahnung, ob das eher für oder dagegen spricht,

Evi: ja. Also ich finde es halt auch spannend, weil wenn du halt daran denkst,

Evi: du Mitte der 60er Jahre, also wo da halt wirklich die Welt war.

Evi: Vom Alltagstäglichen im Technischen, ich meine, da hat es noch lange kein Internet

Evi: gegeben, da hat es noch lange keine Computerspiele oder so, wie wir es kennen, gegeben.

Evi: Und dass da sich jemand überlegt, dass es eine Simulation gibt,

Evi: wo Menschen leben, die nicht wissen, dass sie in einer Simulation sind.

Peter: Ich frage mich gerade, von wann ist denn der futurologische Kongress von Stanislaw Lem?

Evi: Das muss auch die 60er gewesen sein.

Peter: Das ist ja auch so ähnlich. Da leben die Leute alle so ins Haus und Braus.

Peter: und ich glaube, ich erinnere mich jetzt mehr an den Film als an das Buch,

Peter: aber eben deswegen in Saus und Braus, weil sie alle Medikamente nehmen und wenn

Peter: sie die nicht nehmen, sind sie in der eigentlichen, tatsächlichen Welt, die halt

Peter: ähnlich wie in Matrix, supergrau und furchtbar ist. Ich weiß nicht,

Peter: wo da die Vorläufer wieder sind.

Peter: Das ganze Roboterzeug zum Beispiel, das kannst du bis Frankenstein zurückverfolgen.

Peter: Ich weiß jetzt nicht, wo haben wir mit Simulationen angefangen.

Peter: Also vielleicht war es in den 60ern.

Evi: Ja, ich glaube schon, weil da war es halt das erste Mal, also eben das mit diesen

Evi: ganzen Computern, dass das halt aufgetaucht ist und dass man da halt nicht so

Evi: recht gewusst hat, wo das halt hinführt.

Evi: Und ich glaube, dass das schon da so ein bisschen den Ursprung hatte.

Peter: Wir haben ja das öfter, dass das, was wir erforschen, manchmal desreflektiert,

Peter: was wir heute an Technologie zur Verfügung haben.

Peter: Ist jetzt das holographische Prinzip vom Universum in der gleichen Ära entstanden,

Peter: seit wir Computer haben, oder war das vorher vielleicht schon da?

Peter: Weil die Idee ist ja so, wie man sagt, die Romane oder die Filme sind dadurch

Peter: bedingt, dass wir Computer entwickelt haben und uns vorstellen haben können,

Peter: okay, das existiert alles innerhalb eines Computers.

Peter: Könnte dann das holographische Prinzip in der echten Wissenschaft auch von,

Peter: okay, wir haben jetzt, Computer sind da und wir leben jetzt in dieser Welt,

Peter: also wir wachsen da drin auf und daher komme ich jetzt auf die Idee,

Peter: es könnte ja sein, dass das Universum nur eine Projektion von irgendwas ist.

Evi: Jetzt muss ich dich mal kurz stoppen, weil du da jetzt ganz viele Sachen reingeschmissen

Evi: hast und ganz viele Sachen auch vermischt hast.

Evi: Ich glaube, ich mag es jetzt ein bisschen aufdröseln, weil ist das alles echt?

Evi: Wir leben in einer echten Welt, wir leben in einer Simulation.

Evi: Das kannst du ja im Prinzip auf eine gewisse Art und Weise zurückführen bis

Evi: zu dem Höhlengleichnis von Platon, dass wir ja eigentlich nur den Schatten sind von der echten Welt.

Evi: Das heißt, das gab es ja schon viel früher. Auch mit Descartes,

Evi: ich denke, also bin ich so, sind wir wirklich nur, weil wir denken.

Evi: Wie echt ist das alles?

Peter: Ja genau, da hat es ja auch den Kant gegeben, dass wir auf das Ding an sich nie Zugriff haben, weil.

Evi: Genau, ja, alles irgendwie halt Erfahrung ist und von dem, also das,

Evi: glaube ich, ist halt ein so ein Ansatz, ja, so quasi wie real ist die Welt oder

Evi: wie echt ist die Welt wirklich,

Evi: bin nur ich echt und ja, andererseits alle nur irgendwelche,

Evi: weiß ich nicht, Stimulantien oder sowas,

Evi: ja, und dann gibt es halt diese Computersimulationen, Virtual Reality,

Evi: wir bauen uns halt künstliche Welten auf, die du dann nicht mehr unterscheiden

Evi: kannst von der echten und das holographische Prinzip oder das holographische

Evi: Universum, was du jetzt auch reingeschmissen hast, das ist was, ganz was anderes,

Evi: Weil das ist eigentlich ein mathematisches Prinzip und das hat eigentlich jetzt

Evi: mit Computern per se nichts zu tun in dem Sinne.

Peter: Aber fußt es nicht so, was du von Platon gesagt hast, mit den Schatten?

Peter: Ist das nicht etwas Ähnliches? Ich glaube, ich verwechsel das gerade total.

Peter: Nein, weil das holographische Prinzip ist ja so, du siehst etwas,

Peter: das dreidimensional ausschaut, aber tatsächlich gar nicht ist.

Peter: So habe ich das verstanden. Also einfach nur so von Hologramm ausgehend jetzt,

Peter: weil das Wort verwendet wird.

Evi: Genau. Also ich kann es euch schon kurz sagen. Ganz kurz gesagt ist ja das holographische

Evi: Prinzip. Kennst du diese Hologramme auf den Geldschein und so?

Evi: Das heißt, du hast eigentlich ein 2D-Ding und siehst aber ein 3D-Ding drauf.

Evi: Und es ist aber nicht nur eine 3D-Zeichnung, weil es ist ja egal,

Evi: von welcher Seite du das anschaust, es ist ja immer 3D.

Evi: Das heißt, du hast die Informationen von einem 3D-Ding auf einem 2D-Ding.

Evi: Und das ist im Prinzip das holographische Prinzip aufs Universum angewendet.

Evi: Also da hat man es halt hauptsächlich verwendet, also man bei schwarzen Löchern

Evi: zum Beispiel, die Information in einem schwarzen Loch, das ist ja quasi ein Raumvolumen.

Evi: Du hast halt eine Beziehung dazu, wie groß der Ereignishorizont ist, was jetzt quasi 2D ist.

Evi: Das heißt, jetzt wirklich grob und sehr vereinfacht gesprochen,

Evi: hast du quasi 3D-Informationen, ein Volumen.

Evi: Und das tust du aber auf einen Rand, auf eine Fläche, nicht projizieren ist

Evi: das falsche Wort, das ist ja dieses Korrespondenzprinzip eigentlich.

Evi: Also das heißt, die gleiche Information auf der 2D-Fläche.

Peter: Also es ist eine Abbildung?

Evi: Ja, eine Abbildung nicht, sondern es ist die Information halt.

Evi: Es ist halt dieses Korrespondencing, dass du halt

Evi: die gleichen Sachen irgendwie auf unterschiedliche Weisen zum Beispiel messen kannst.

Evi: Das Volumensintegral kannst du auch lösen, indem du es über den Rand machst.

Evi: Gauss, Stokes, sagt dir nichts mehr.

Peter: Ja, schon, aber ich muss sagen, ich bin da irgendwann zwischendrin jetzt ausgestiegen.

Evi: Na geh, wo habe ich denn dich verloren?

Peter: Mir fehlt ein Primer zu der ganzen Sache, glaube ich, wo du mich verloren hast.

Peter: Nein, nein, nein, ich war jetzt irgendwie aufgehängt von wegen,

Peter: weil du den Platon erwähnt hast und da ja eigentlich, wenn man sagt,

Peter: es werden ja da im Prinzip quasi dreidimensionale Dinge in Form eines Schattens

Peter: auf diese Höhlenwand produziert.

Evi: Aber es ist keine Simulation in dem Sinne. Nein, es geht darum,

Evi: wie du eine Information schreibst oder verstehst.

Peter: Ja, nee.

Evi: Und es ist im Prinzip eine mathematische Beschreibung. Es wird eben oft verwechselt

Evi: mit dem, dass die Welt eine Simulation ist, hat das holographische Universum

Evi: oder Prinzip eigentlich nichts zu tun.

Evi: Also es ist eigentlich etwas ganz anderes, was vermischt wird.

Peter: Ich glaube, das ist die Vermischung, die ich da habe. Ich glaube,

Peter: es ist so. Pass auf, ich sehe es mal so. Wenn wir ein Film sind,

Peter: wir leben in der Leinwand.

Peter: Also wir sind auf der flachen Leinwand, da sind wir drin. Und das halten wir

Peter: alles für real, weil wir ja da nur das wahrnehmen können, was auf der Leinwand stattfindet.

Peter: Aber die tatsächliche Realität ist eigentlich das ganze Ding,

Peter: das aus Projektor und Filmrolle und Licht, das auf die Leinwand projiziert wird.

Peter: Und wir sind in dem eigentlich drinnen.

Peter: Ob das eine jetzt eine Simulation ist da drin oder eine Abbildung von dem,

Peter: was im Projektor passiert ist, das weiß ich jetzt nicht.

Peter: ob ich das richtig verstanden habe für mich selber. Also ist das das mit diesem

Peter: holographischen Prinzip so etwas ähnliches?

Peter: Dass das, was wir wahrnehmen, ist das Universum, aber das ist nur die Leinwand?

Peter: Und eigentlich steckt dahinter der Projektor, den wir noch nicht sehen oder

Peter: noch nicht verstanden haben?

Evi: Nein, nein, nein, gar nicht, nein. Wenn wir hier sind, ist das ja alles ein Volumen.

Evi: Also wir haben ja eben mehrere Ebenen. Also das ist halt eben quasi dieses 3D-Dings,

Evi: genau. Und wenn das aber auf dem Film sitzt, ist das 2D.

Evi: Und genau das ist es. Es ist nicht mehr oder weniger, es ist nichts Verstecktes oder sonst irgendwas.

Evi: Es ist eine Art und Weise, wie die Information gespeichert ist.

Evi: Und da ist es dann eben nicht im Volumen selbst.

Evi: Das ist eben das, was ich meinte mit dem schwarzen Loch, weil das ja quasi ein Volumen hat.

Evi: Sondern eben du hast die Information, kannst du dann ausschließen,

Evi: indem du dir den Ereignishorizont halt anschaust.

Evi: Weil das ist etwas, was wir halt messen können. Aber eigentlich ist es eine Fläche.

Evi: Das heißt, du gehst eine Dimension runter. Und das ist es.

Evi: Und es geht aber da nur darum, wie diese Information gespeichert ist,

Evi: eine Darstellung. Und das ist halt das, wo das eben so falsch ist,

Evi: weil das hat jetzt eigentlich nichts mit diesen ganzen Simulationshypothesen zu tun.

Evi: Du kannst schon sagen, dass eine Folge davon vielleicht ist,

Evi: dass das Universum eine Simulation ist, aber das ist nicht zwingend, dass es das behauptet.

Evi: Überhaupt nicht. Eigentlich ist es eben ganz was anderes. Eigentlich geht es

Evi: darum, das holographische Universum und das Prinzip ist eigentlich dazu da jetzt wissenschaftlich,

Evi: dass es uns helfen soll, eben diese Theorie der Quantengravitation zu finden,

Evi: dass du halt eben die Gravitation mit Quanteneffekten beschreiben kannst.

Peter: Was jetzt das große Loch ist zwischen, wir vereinbaren Einsteinen mit der Quantenphysik.

Evi: Genau, was da halt irgendwas nicht stimmt.

Peter: Na gut, dann haben wir das zumindest geklärt und jetzt gibt es einen weniger,

Peter: der das Missverständnis noch glaubt.

Evi: Zumindest nicht. Simulationen, das ist ja eigentlich was anderes.

Evi: Machen wir ja auch oft in der Wissenschaft, gerade in der Astronomie sind Simulationen

Evi: ja sehr beliebt. Kennst du die Millennium-Simulation übrigens?

Peter: Nein.

Evi: Nein. Gerade in der Kosmologie, wo du halt wirklich diese großen Skalen hast

Evi: in jeglicher Hinsicht, kannst du es ja nicht beobachten jetzt.

Evi: Okay, was passiert da jetzt?

Evi: Wie entsteht das? Wie entstehen diese ganzen Strukturen des Universums? Blablabla.

Evi: Das heißt, das sind genau das, wo du Simulationen brauchst. Das heißt,

Evi: du führst den Computer und hast dann quasi so einen Würfel vom Universum,

Evi: wo du halt dann sagst, dass du halt Startwerte, da gibst du halt dann eben ein,

Evi: also sie haben es angefangen mit dunkler Materie zum Beispiel,

Evi: ja, und dann lässt du das halt laufen mit den ganzen Parametern.

Evi: Du hast da halt, ich glaube, 50 Milliarden Sterne rein oder sowas und dann schaust

Evi: du, wie sich die Strukturen bilden.

Evi: Also du gibst dann halt auch eben so, die Gravitation verhält sich so,

Evi: temperaturdichte Dings, wie sich diese Partikel verhalten und dann lässt du das laufen.

Evi: Da gibt es, glaube ich, drei große Simulationen, die sie da gemacht haben und

Evi: haben da eben gesehen, dass halt wirklich diese Modelle, die wir von der Kosmologie

Evi: haben, dass wir das eigentlich recht gut nachbilden konnten,

Evi: wie sich da eben diese ganzen Galaxien gebildet haben, diese ganzen Strukturen,

Evi: diese Filamente und das alles.

Evi: Und da brauchst du halt diese ganzen Supercomputer und die sind da halt dann

Evi: auch, weiß ich nicht, einen Monat gelaufen bei der letzten Simulation,

Evi: glaube ich, weil das halt so riesige Daten sind.

Peter: Nee, es ist ja nicht schlecht, wenn die dafür dann 14 Milliarden Universum simulieren

Peter: können, weil es ist ein Zeitraffat, den du dann daraus machst.

Evi: Oder? Genau, und dann kannst du das mit dem beobachteten Daten vergleichen.

Peter: Kann man die Körnigkeit von dem beschreiben oder die Genauigkeit von dem?

Evi: Die Auflösung.

Peter: Genau, die Auflösung. Es muss ja super versimpelt sein.

Peter: dass man es berechnen kann auf einem Computer.

Evi: Deswegen konntest du es halt auch erst auf einen gewissen Zeitpunkt machen.

Evi: Und deswegen haben sie es dann auch immer wieder wiederholt.

Evi: Also 2010 war die aufwendigste Simulation, die hat in Millennium XXL geheißen, passenderweise.

Evi: Und sie haben das mit einer 216-fachen größeren Volumen als das ursprüngliche,

Evi: also die ursprüngliche Simulation laufen lassen.

Evi: Es ist damals auf 15 Supercomputern gelaufen.

Evi: Ja, das tust du dann halt gegenüberstellen mit deinen Beobachtungsdaten und

Evi: dann schaust du eben, wie gut passt das und welche, weil ich dann die Parameter

Evi: verändere. Was passiert da?

Peter: Muss man da Frage sein, was man so blöd hat? Kann jetzt zum Beispiel diese Millennium-Simulation

Peter: das von Urknall weg bis heute durchsimulieren?

Peter: Also quasi mit dieser Vorteilchen heißen Suppe bis zu, wir haben Galaxien?

Peter: Oder muss man sich dann einen Ausschnitt rausnehmen, weil man den Übergang vielleicht

Peter: nicht komplett machen kann?

Peter: Weil ich nehme an, wenn du sagst, die Auflösung muss ja reduziert sein,

Peter: damit man das irgendwie berechnen kann. Dann würde ich jetzt mal so blöd sagen,

Peter: dass das bis auf Sternniveau runtergeht, wenn es darum geht,

Peter: wie sich Galaxien vielleicht entwickelt haben und dass es unter der Größe eines Sternen nichts gibt.

Peter: Aber andererseits brauchst du ja dann wieder für den Übergang von Urknall zu

Peter: es entstehen Sterne, brauchst du ja auch dann diese ganzen Elementarteilchen,

Peter: die entstehen, damit Sterne entstehen können.

Peter: Muss man das dann zerschnipseln und sagen, okay, für Ternsteine?

Peter: Die 300.000 Jahre brauche ich jetzt die Elementarteilchen, damit ich erklären

Peter: kann, okay, wie ist Materie entstanden.

Peter: Dann mache ich eine andere Simulation, wo ich ein bisschen weiter raushüpfe

Peter: und die Auflösung reduziere auf Sternniveau und vielleicht später sogar noch

Peter: auf Galaxieniveau, um ganze Cluster oder so weiter zu simulieren.

Evi: Also soweit ich weiß, war das halt wirklich schon im Großen,

Evi: also im Großen Skalant. Die Simulation beginnt ja 397.000 Jahre nach dem Urknall,

Evi: weil da hast du diese kosmische Hintergrundstrahlung und das ist quasi dein Startwert.

Peter: Okay, ja.

Evi: Weil das ist eben das, wo du brauchst ja eben irgendwelche Parameter,

Evi: wo ja dann die Simulation ja weiterläuft, dich das dann ja weiterrechnet und

Evi: da brauchst du eben, und das war quasi dieser Startparameter und das sind halt

Evi: die Sachen, die du brauchst.

Evi: Und die kosmische Hintergrundstrahlung, die ist ja jetzt schon recht gut vermessen

Evi: mittlerweile mit den Satelliten.

Evi: Das sind eben die Sachen, wo du dann halt eben die realen Daten nimmst und dann

Evi: schaust du dir, wie sich das entwickelt.

Evi: Und das ist aber halt ganz weit weg von dem, was wir jetzt halt in den Filmen besprochen haben.

Peter: Ich habe mich da jetzt wegen dem Thema jetzt auch mal kurz erkundigt,

Peter: wie das ist mit Simulationen von Gehirnen.

Peter: Wir können einzelne Neuronennetzwerke von ganz kleinen Würmern mit ein paar

Peter: hundert Neuronen funktional nachbauen und damals gucken, wie interagiert das alles miteinander.

Peter: Aber im Vergleich zu dem Gehirn, das wir haben, Da sind wir mit 300 Neuronen

Peter: jetzt noch sehr, sehr, sehr weit weg. Zwei bis drei Jahre vielleicht.

Evi: Wahrscheinlich. Ich sage jetzt mal 30 Jahre, so wie die Kernfusion.

Peter: Ja, ja. Aber ja, es ist noch...

Peter: Nicht so einfach. Also man kann ganz große Sachen simulieren und ganz kleine Sachen simulieren.

Peter: Aber von klein bis ganz groß in einem, das, was wir in den Filmen sehen,

Peter: das ist wohl noch Science-Fiction.

Evi: Ja, das glaube ich auch. Und ich glaube auch ehrlich gesagt,

Evi: dass jetzt so diese Frage, ob wir jetzt in einer Simulation sind,

Evi: weil da gibt es ja auch diverse Strömungen heutzutage, sagen wir es mal so,

Evi: die ja sagen, ja, es ist total wahrscheinlich,

Evi: dass wir in einer Simulation leben. Ein bisschen ist es ja pseudowissenschaftlich.

Evi: Ich habe allerdings gefunden, dass es kanadische Wissenschaftler gegeben hat,

Evi: die sich das mal genau angeschaut haben, wie wahrscheinlich es ist,

Evi: dass wir in einer Simulation leben und dann auch tatsächlich eine Formel aufgestellt

Evi: haben, wie es sich für ordentliche Wissenschaftler gehört natürlich,

Evi: ob wir in einer Simulation leben.

Evi: Und da geht es halt darum, dass du halt schaust, der Anteil von Bewusstsein,

Evi: die real existieren und dann von denen der Anteil, die fähig sind,

Evi: so eine Simulation zu machen, also durchzuführen und die Bewusstsein,

Evi: die das dann auch tatsächlich gemacht haben.

Evi: Und ja, dann gibt es halt irgendwie so ein Ja-Nein-Ding, wie wahrscheinlich das ist.

Peter: Ja, okay.

Evi: Aber das sind so viele Parameter, die du einfach nicht weißt.

Evi: Also, weil ich habe ja gerade vorhin schon gesagt, diese Millennium-Simulation,

Evi: da hast du ja diesen Startwert, da weißt du das und dann lässt du das laufen

Evi: und dann schaust du, wie sich das entwickelt.

Evi: Wenn wir halt jetzt uns überlegen, okay, ist jetzt unsere Welt eine Simulation?

Evi: Ist das alles nicht echt?

Evi: Da gibt es jetzt nichts. Was nimmst du als Startparameter? Was nimmst du, um das zu schauen?

Evi: Es hoffen dann alle, dass sie einen Glitch in der Welt irgendwo finden oder

Evi: im Universum oder keine Ahnung was, was dann halt so Hinweise liefert.

Evi: Und ich finde aber, am Ende des Tages läuft das für mich dann aber wieder rauf.

Evi: Was heißt denn das, dass wir in einer Simulation leben?

Evi: Also es läuft auf einen Schöpfer hinaus und dann bist du wieder bei dieser Gottesfrage.

Evi: und vor allem, es endet ja nichts.

Peter: Das wollte ich gerade sagen, es löst im Prinzip und das ist dasselbe Dilemma,

Peter: dass man halt mit diesen, ich sage mal in der Fiktion

Peter: und so als Geschichten erzählen, hast du bei diesen Dingen immer das Problem

Peter: der Unendlichkeit und damit der Beliebigkeit.

Peter: Weil gibt es eine Parallelwelt, aber wenn es eine gibt, dann muss es auch noch

Peter: ganz viele andere geben und dann bist du bei unendlich vielen Parallelwelten

Peter: und mit der Simulation ist es auch so, es ist über jeden Level,

Peter: könnte noch ein nächstes Level sein, weil die Simulation, hat er ja in 13th Floor gemacht,

Peter: die Simulation entwickelt eine Simulation und über uns ist noch eine und die

Peter: über uns wissen jetzt, warum sind die so sicher, dass sie keine Simulation sind?

Peter: Das halte ich immer für ein bisschen schwierig, weil das halt so,

Peter: die Geschichte dann beliebig machen kann, weil im Endeffekt nichts existiert,

Peter: weil alles nur im Kreis läuft und die Anzahl da, wer hat den Schöpfer geschaffen?

Evi: Ja, genau.

Peter: Ist dann in der Religion dasselbe. Das macht es halt ein bisschen schwierig.

Peter: Aber ich kenne ein anderes Argument, das ich zumindest so halbwegs verstanden

Peter: habe, für die Simulationen, dass es wahrscheinlicher sein könnte,

Peter: dass wir in einer sind, mal abgesehen davon, wie unglaublich kompliziert und

Peter: unwahrscheinlich das ist von Eshow Wissen.

Peter: Das ist in Third and Floor ja auch drinnen, weil die sagst, die machen tausende Simulationen.

Peter: Und jetzt nimm mal an, es gibt eine echte Welt, die macht tausende Simulationen.

Peter: Das heißt, die Chance, dass wir in einer von den tausenden Simulationen drin

Peter: sind und nicht in der echten Welt steht, ist ja eins zu einige tausend.

Peter: Also sind wir höchstwahrscheinlich eine Simulation.

Peter: Also das Argument, das ist ja nur was Philosophisches, das ist ja einfach nur

Peter: eine Milchmädchenrechnung.

Evi: Ich kenne das Argument, dass dann halt die Wahrscheinlichkeit groß ist,

Evi: dass wir in einer Simulation sind.

Evi: Genau, ja. Aber gleichzeitig wiederum wissen wir ja nichts, um anzunehmen,

Evi: dass es überhaupt Simulationen gibt.

Peter: Das frage ich mich immer.

Evi: Das ist das, was ich vorhin gemeint habe, auch bei dieser Formel,

Evi: die die kanadischen Wissenschaftler da gefunden haben.

Evi: Das sind halt so viele Parameter, die du einfach nicht weißt,

Evi: wo setzt du da an oder sowas. Und da gibt es keine Hinweise oder sonst irgendwas.

Peter: Das ist so wie die Drake-Gleichung. Das sind nur Annahmen drinnen.

Evi: Wenn du daran glaubst oder willst, dann stimmt das für dich.

Evi: Das ist ein Gedankenspiel. Und wenn nicht, dann nicht.

Peter: Das ist ja auch etwas, wo sich die Filme auch immer ganz so drum herumschummeln,

Peter: ist, Schritt 1, wo ich mir schwer tue, ist, jetzt schaust du sowas wie Tron oder Matrix an.

Peter: Und ich weiß, das passiert jetzt alles in so einem Computer drinnen.

Peter: Und ich weiß nicht, das ist einfach Hardware auf dem Nullen und Einsen mit Strom

Peter: an und Strom oder Spannung an und Spannung aus.

Peter: Nichts anderes machen. Wie nimmt die Figur innerhalb der Simulation die Welt um sich herum wahr?

Peter: Weißt du, was ich meine? Ich glaube, man trainiert ja zum Teil Roboter in virtuellen

Peter: Umgebungen, damit man es nicht in echt trainieren muss.

Peter: Das heißt, wir geben ihnen schon ein gewisses Wissen mit, bevor man sie auf

Peter: die echte Realität loslässt.

Peter: Das heißt, es müssen die Augen oder die Sensoren des Roboters mit denselben

Peter: visuellen Daten gefüttert werden, die er dann in der echten Welt bekommen würde.

Evi: Naja, die Frage ist, ob es visuelle Daten sind oder ob es nicht einfach ein

Evi: Code ist, der implementiert wird und dann ist es die Erinnerung und dann ist

Evi: es das Training und dann hat er das.

Peter: Das weiß ich eben nicht, aber ich denke mal, so wie es im Film verkauft wird.

Evi: Ist es ja so.

Peter: Dass die simulierten Figuren im Film die Welt genauso wahrnehmen, wie wir sie wahrnehmen.

Peter: Also du siehst mich, also deine Simulation, du musst dann auch eine Simulation

Peter: von mir sehen und den Tisch und all das, wo wir sind. Das heißt,

Peter: ich nehme eine ganze Welt wahr und du nimmst eine ganze Welt wahr.

Peter: Und wenn du stirbst, kann man ja im Prinzip auch sagen, man sagt immer,

Peter: ja, man stirbt und nimmt es aus der Welt weg.

Peter: Aber was tatsächlich sich komplett auflöst, ist ja deine ganze Welt,

Peter: die du wahrgenommen hast. So im Sinne von, wir sind ja alle Non-Playing-Characters

Peter: in deiner Welt, um so Stimulantien, wie du gesagt hast.

Peter: Das heißt, mit dir löscht sich eine komplette Welt aus. In meiner bist nur du

Peter: weg. Aber wenn ich sterbe, löscht sich auch die komplette Welt, die ich wahrnehme, aus.

Peter: Das heißt, du brauchst eigentlich in dieser Simulation, um dort sowas wie ein,

Peter: und bewusste Personen drin zu haben, die einander wahrnehmen können und die

Peter: Welt um sich wahrnehmen können, genauso viele Weltensimulationen,

Peter: wie du Personen da drinnen hast.

Peter: Also das ist ja nicht einmal mehr exponentiell, das ist ja komplett wahnsinnig,

Peter: wenn man, das ist wirklich realistisch, irgendwie mal kurz, länger als fünf

Peter: Minuten drüber nachdenkt.

Peter: Und um diese ganze Wahrnehmungssache schummeln sich die Filme ja auch drumherum.

Evi: Das stimmt, ja.

Peter: Ja, wie Matrix haben wir fließende Buchstabenreihen. Erklären kann uns die keiner,

Peter: glaube ich, oder? Also das Internet sicher, aber nicht so wirklich.

Evi: Nein, eh nicht. Ich glaube, dass das dann auch das ist, wo das dann halt sehr

Evi: ins Philosophische abdriftet und wo man halt dann, also je nachdem,

Evi: was man dann glauben will, glaube ich, dann halt auch in eine Richtung abdriftet,

Evi: wo man es dann halt bestätigt oder nicht bestätigt.

Peter: Ich kann es nur bestätigen, weil ich habe die Simulation gemacht.

Evi: Ach so, eh.

Peter: Ich komme von da oben.

Evi: Ach so.

Peter: Wie beweise ich jetzt, dass ich von da oben komme?

Evi: Tja, naja, kannst du mal schauen.

Peter: Indem ich was umprogrammiere.

Evi: Du brauchst dann nur so wie dein Neo, von einem Hausdach zum nächsten springen

Evi: und dann kannst du Jiu-Jitsu.

Peter: Ich muss in dich runterladen, weil du weißt, was du nicht kannst.

Peter: Und dann sage ich so und jetzt kannst du das alles. Dann würdest man wahrscheinlich

Peter: glauben, dass das echt ist.

Peter: War beim Neo anders, aber nicht so weit weg davon. Ja, schwierig.

Evi: Ja, schwierig, schwierig. Und ich glaube, bevor wir jetzt noch weiter abdriften

Evi: und mein Gehirn explodiert, egal ob Simulation oder nicht, hören wir auf an dieser Stelle, oder?

Peter: Naja, nein, ja natürlich, wir müssen irgendwann aufhören. Wir sind eh schon schwer über der Zeit.

Evi: Ja, ja, genau.

Peter: Aber natürlich ist es jetzt, wenn du weitere Simulationsfilme machen willst

Peter: oder anschauen willst, musst du abdriften, weil du kannst nicht nochmal das

Peter: Gleiche machen, das alle anderen schon gemacht haben.

Evi: Ja, natürlich.

Peter: Irgendwie was Neues finden, einen neuen Aspekt, der dieses Genre bieten könnte,

Peter: damit die Horden wieder ins Kino laufen für sowas.

Evi: Ja, und mittlerweile ist es ein großer Fußabdruck, wo man da reinsteckt, also Fußschuhen.

Peter: Ja, genau. Also man muss da schon stehen einige Giganten hinter uns.

Evi: Und ich glaube, man sieht ja auch, wie wir jetzt die Filme jetzt noch einmal

Evi: angesehen haben, dass man da ja schon reingeht und sagt, ja,

Evi: weiß ich jetzt schon, dass das auf das hinauslaufen wird.

Evi: Ja, wie gesagt, ich weiß jetzt halt nicht, ob es die Zeit war,

Evi: ob es unser Alter war, als wir die Filme zum ersten Mal gesehen haben,

Evi: aber da hat es halt wirklich noch so einen Wow-Effekt. gehabt.

Evi: Also bei mir zumindest, ich habe schon gedacht, oh, cool.

Evi: Und man da so drüber nachdenkt und das, was es hinterlassen hat bei einem,

Evi: was ich eigentlich ganz schön fand.

Peter: Ja, das ist doch gut. Ich glaube, dass halt so fast jede Generation hat so,

Peter: wenn es ein Glück hat, so einen definierenden Film.

Peter: Es gibt wahnsinnig viele Leute, die von Fight Club total beeindruckt waren.

Evi: Da war ich aber auch beeindruckt.

Peter: Da war ich schon zu alt, das war so, ja, okay. War ein cooler Film und alles,

Peter: aber halt einfach nur ein Film.

Evi: Fight Club hat mich überrascht, das ist jetzt der letzte und dann hören wir auf.

Peter: Okay, ich wollte doch Star Wars erwähnen.

Evi: Er hat mich insofern überrascht. Er hat jetzt auch nichts mit Simulation zu

Evi: tun, hat vielleicht ein bisschen mit Realität zu tun und Wahrnehmung.

Evi: Ich dachte nämlich, dass es halt so ein Fight-

Evi: Movies, ja, die haben echt gedacht, das ist halt nur so ein Film.

Evi: Also Platzboards mit Van Damme und so. Ja, richtig, ja, okay,

Evi: gut, die machen halt irgendeinen Schlägerclub da in dem Keller und sowas,

Evi: so weit habe ich gewusst und bin dann wirklich mit weniger Erwartungen reingegangen,

Evi: eben mit der Erwartung, okay, ich sehe jetzt halt irgendeinen Männerfilm,

Evi: ja, und dann hat es mich halt voll geflasht, ja, also das war dann halt so, wow, nein, wie cool.

Evi: Und was mir bei Fight Club auch gut gefällt ist, du kannst den wirklich drei-,

Evi: viermal anschauen, ja, und entdeckst dann immer wieder Sachen.

Evi: Der hat so viele Details und Feinheiten, die dir dann halt oft erst auffallen

Evi: beim Nährmalen gesehen.

Evi: Und das mag ich bei Filmen, die halt wirklich intelligent sind.

Evi: Vielleicht dem Zuschauer, Zuschauerinnen einfach auch was zutrauen, zumuten.

Evi: Und glaube ich schon.

Peter: Da müssen sich die Produzenten mal was zutrauen, zumuten, weil die trauen dem

Peter: Publikum nämlich so gut wie gar nichts zu.

Evi: Das Gefühl habe ich nämlich auch, dass momentan halt gar nichts ist,

Evi: was irgendwie neu ist, was anders ist, was vielleicht nicht nach Schema F ist,

Evi: wo wir schon wissen, dass das funktioniert.

Evi: Das vermisse ich gerade auch sehr. Also ein bisschen das Innovative und das

Evi: Mutige. Ist ein schönes Abschlusswort, oder?

Peter: Ja, darf ich noch eine Filmempfehlung mit auf den Weg gehen?

Peter: Weil du gerade all das gesagt hast, das Mutige, das Neue.

Evi: Okay.

Peter: Ist jetzt weder mutig noch neu, aber es ist schon mal im Vergleich zu dem ganzen

Peter: Einheitsbereich, den wir momentan alle im Kino haben seit einigen Jahren,

Peter: one battle after another.

Evi: Ach, den habe ich noch nicht gesehen, habe ich schon gehört,

Evi: dass der sehr gut sein soll. Das ist ein Filmfilm. Der ist mir schon von mehreren jetzt empfohlen.

Peter: Weil jetzt machst du mich neugierig. Der ist wirklich empfehlenswert.

Evi: Okay, dann schließen wir mit einer Filmempfehlung von Peter.

Evi: Wir sind jetzt schon wirklich sehr über der Zeit, aber wenn ihr durchgehalten

Evi: habt, dann sagen wir danke fürs Zuhören. Und wenn euch das alles gefallen hat,

Evi: dann könnt ihr euch natürlich auch bei uns bedanken.

Evi: Wir freuen uns über kleine Spenden, die ihr uns über PayPal zukommen lasst.

Evi: Oder ihr könnt natürlich auch ein Abo abschließen bei Steady oder Patreon.

Evi: Da sind wir auch zu finden und da freuen wir uns natürlich auch über eure Unterstützung.

Evi: Ja, ich bin mir sicher ganz vielen Brennen, das ist jetzt wahrscheinlich schon unter den Nägeln.

Evi: Und ihr wollt uns Feedback schreiben und schreiben, dass wir diesen und jenen

Evi: Film vergessen haben oder irgendwas ganz falsch verstanden haben.

Evi: Dann könnt ihr das natürlich gerne machen.

Evi: Schickt uns einfach eine Mail an kontakt.kosmeklatte.at oder hinterlasst ein

Evi: Feedback auf unserer Seite, kosmeklatte.at und ihr könnt natürlich auch auf

Evi: Spotify, gibt es auch die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen.

Evi: Den Podcast selber, wie ihr wisst, könnt ihr natürlich auf allen Gängen, Plattformen hören.

Evi: Und ansonsten freuen wir uns natürlich, wenn ihr uns fünf Sterne gebt.

Evi: Das ist ganz, ganz wichtig. Damit wir nämlich in der Simulation voll rocken

Evi: und der Algorithmus uns weiterempfiehlt und überhaupt in aller möglichen,

Evi: wie heißt das, spült, das er empfohlen wird.

Peter: Ja, wir wollen beim nächsten Update nämlich nicht verschwunden sein.

Evi: Ja, richtig, genau. Da wollen wir ganz oben gerankt sein.

Peter: Habt ihr gehört, Programmierer?

Evi: Ich habe gerade ein Déjà-vu. Okay, wir hören jetzt auf.

Peter: Existenz ist super.

Evi: Nein, das hört uns Flaschhadech den an.

Peter: So, Schluss.

Evi: Ja, bis zum nächsten Mal. Tschüss. Ciao.

Peter: William Gibson, genau.

Evi: Ja, und jetzt kriegen wir wieder ganz viele E-Mails, weil ich weiß,

Evi: dass das ganz viele von unseren Hörern wissen.

Peter: Ja, die wissen es eh auch. Wir wissen so viel, dass wir die Hälfte davon wieder vergessen.

Evi: Ja, die schreien uns wahrscheinlich in Gedanken gerade an.

Peter: Ja, ja.

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