CL89 Sci-Fi Special: Die größte Reise der Menschheit: Der Flug zum Mond im Film

Shownotes

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In diesem Science-Fiction Special widmen sich Eva und Peter der größten Reise der Menschheit. Im Juli 1969 sind wir das erste Mal auf dem Mond gelandet. In der Science Fiction fliegen wir schon sehr viel länger zu unserem Nachbarn. Von der Rakete im Auge des Mondes bis zu Ryan Gosling als Neil Armstrong: Das Reiseziel ist in dieser Folge immer dasselbe, doch die unterschiedlichen Wege, wie die Science-Fiction zum Mond gefunden hat, reichen von lächerlich bis dramatisch.

Artemis und die Reise zum Mond

Bevor wir uns der Science Fiction widmen, bleiben wir noch ein wenig bei der Realität. Die Artemis-Missionen sind gerade dabei, nach mehr als 60 Jahren demnächst vielleicht wieder auf dem Mond zu landen. Sofern alles klappt, natürlich - und dann wird sich zeigen, ob dieses Ereignis so spektakulär wird, wie es die erste Mondlandung war. Eva fiebert der Mondlandung auf jeden Fall schon entgegen, Peter ist vorerst noch nicht so begeistert und ein wenig übersättigt von den vielen Raketenstarts.

Le Voyage dans le Lune: Frühe Filme

Die erste Reise zum Mond hat man im Kino schon im Jahr 1902 gesehen. Le voyage dans la lune ist ein wenig seltsam, aber das Bild der Rakete, das im Auge des Mondes steckt, ist bis heute ikonisch. Frau im Mond von Fritz Lang ist aus heutiger Sicht ebenfalls seltsam, aber diesem Film verdanken wir immerhin den Countdown.

Destination Moon, Hidden Figures und die Frage nach Realität und Inspiration

Nach einer kurzen Diskussion über die Rolle des Mondes im Film landen wir beim Film Destination Moon aus den 1950er Jahren. Eva stellt fest, dass dieser Film erstens schlecht ist und zweitens keine Frauen zeigt. Das bringt uns direkt zu Hidden Figures und der Frage, ob man den Rassismus in den damaligen USA deutlicher darstellen hätte sollen. Peter sagt ja; Eva dagegen meint, dass die inspirierende Wirkung des Films zerstört worden wäre.

First Man und Apollo 13

Bei der Diskussion über den Film First Man stellen wir fest, dass die reale Mondlandung erstaunlich spät verfilmt wurde; viel früher gab es mit Apollo 13 einen Blockbuster über einen gescheiterten Mondflug.

Noch mehr Mondfilme

Bevor Peter zu sehr von "Moonfall" zu schwärmen beginnt, gibt es am Ende noch ein paar Filmempfehlungen. Alle Filme die in der Folge erwähnt wurden, findet ihr in dieser Liste:

Weitere Informationen

Das deutsche Raumfahrtprojekt in Afrika wurde von der Firma Otrag durchgeführt; mehr dazu gibt es hier. Es gibt dazu auch einen Film mit dem Titel Fly Rocket Fly- Mit Macheten zu den Sternen.

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Transkript anzeigen

Evi: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosmic Latte.

Evi: Mit mir Eva und diesmal dabei Peter. Hallo.

Peter: Hallihallo, ich bin wieder da.

Evi: Wir haben heute tatsächlich unser zehntes Science-Fiction-Special.

Evi: Das heißt, ich brauche dich eigentlich überhaupt nicht mehr vorstellen, oder?

Peter: So weit sind wir schon. Nein, ich glaube nicht mehr. Wir sind jetzt schon eine alte Couch.

Evi: Ja, dabei haben wir heute Premiere, das muss ich auch sagen.

Evi: Das erste Mal, dass wir uns jetzt nicht gegenüber sitzen bei den Aufnahmen.

Evi: Bis jetzt waren es wirkliche Specials, also richtig, wo wir uns getroffen haben,

Evi: gegenüber gesessen sind an einem Tisch und dann geplaudert haben und diesmal

Evi: nehmen wir voll professionell remote auf, also wir sehen uns nicht.

Evi: Ich hoffe, wir schaffen das, oder?

Peter: Ah ja, ich bin sehr nervös, aber ich glaube, wir kriegen das schon irgendwie hin.

Evi: Das ist so wie telefonieren. Du bist eh alt genug, du kennst noch dieses Telefonieren,

Evi: wo es noch keine Videomöglichkeiten gab. Das ist genauso.

Peter: Ja, damals war ich aber noch irgendwie jung und fit und habe mir Telefonnummern

Peter: merken können. Und das ging heute alles nicht mehr.

Evi: Das stimmt. Ich kann auch überhaupt keine Telefonnummern mehr.

Evi: Ich nehme noch meine eigene.

Peter: Ja, wozu auch?

Evi: Obwohl, ich weiß noch, die alte Telefonnummer, die festen Summe von meiner Oma.

Peter: Ah, hör auf, jetzt fällt mir die von meinen Eltern gerade wieder ein, die alte.

Evi: Ja, also schlimm, oder? Das weiß man, oder? Und alles andere,

Evi: was irgendwie aktuell wäre, merkt man sich überhaupt nicht mehr.

Peter: Ja, es ist furchtbar. Ich habe ja früher, wie ich noch in die Schule gegangen

Peter: bin und wir in die Videothek gegangen sind, ich habe die ganzen Laufzeiten von den Filmen gewusst.

Evi: Das weißt du jetzt nicht mehr?

Peter: Einfach ohne, dass ich die, ich habe mir das nicht merken müssen.

Peter: Nein, überhaupt nicht, weil wozu?

Peter: Aber ich habe damals halt, hausend immer gewusst, dass Star Wars 111 Minuten lang war.

Peter: Das habe ich mir auch, ich habe mir das auch nicht merken müssen.

Peter: Das habe ich gelesen und das war im Kopf drin. Und ich weiß auch nicht, warum.

Evi: Genau, und dann plötzlich weißt du das einfach. Und du weißt es noch immer.

Peter: Ich hoffe, es sind 111.

Evi: Naja gut, mittlerweile gibt es wahrscheinlich diverseste Directors Cut,

Evi: keine Ahnung was für Cut, sonstige Versionen mit Digital Remastered.

Evi: Da gibt es jetzt wahrscheinlich unterschiedliche Laufzeiten.

Peter: Ja genau, und da gibt es noch in Palen mit 25 Bildern, dann hat sie 23,976.

Peter: Und dann, es ist einfach, ich glaube, dadurch ist es zu mühsam geworden,

Peter: sich das zu merken, weil keine Zahl stimmt.

Evi: Was stimmt, ist, dass ich mich früher auch an Mehrzahlen erinnert.

Evi: Also hat man vielleicht auch das Gedächtnis anders geschult,

Evi: als es noch Festnetztelefone gab.

Peter: Naja, du hast jetzt andere Sachen zu tun.

Evi: Ja genau, zum Beispiel einen total super tollen Podcast mit dir hier jetzt aufzunehmen

Evi: und wieder über ein ganz spannendes Science-Fiction-Thema zu sprechen.

Evi: Wir haben uns ja ganz kurz überlegt, worüber wir noch sprechen könnten,

Evi: weil neun Folgen haben wir schon geschafft und da hatten wir auch schon sehr

Evi: viele, sehr spannende Themen. Wir haben sehr viel über Aliens schon gesprochen,

Evi: über das Ende der Welt, Zeitmaschinen hatten wir schon.

Evi: Wurmlöcher, Dimensionsportale. Wir hatten sogar schon Atombomben im Film.

Evi: Zuletzt haben wir ja darüber gesprochen, ob wir vielleicht in einer Matrix leben, in einer Simulation.

Evi: Bleibt fast die Frage, was bleibt noch übrig? Worüber könnten wir noch sprechen, oder?

Peter: Über was, wo uns das Thema vielleicht nie ausgehen wird, über einzelne Himmelskörper.

Evi: Das könnten wir auch machen. Aber ich weiß nicht, ob es da so viele Filme gibt

Evi: über einzelne Himmelskörper.

Evi: Aber ich meine, mit einzelnen Himmelskörpern vielleicht meinst du etwas ganz Spezielles.

Peter: Wäre ja vielleicht den naheliegendsten, der uns einfallen könnte,

Peter: so thematisch, der zufällig vielleicht auch der naheliegendste ist.

Evi: Weil es der Mond ist.

Peter: Wollen wir ein Quiz machen fürs Publikum?

Evi: Ja, genau. Ja, das ist schon jetzt nach fünf Minuten wieder weg.

Evi: Denken Sie sich auch überfaseln die da. Wir haben uns natürlich überlegt,

Evi: wir werden dieses Mal die Erde verlassen und zum Mond reisen.

Evi: Du hast das jetzt eh schon angesprochen. Ich finde das Thema ja auch sehr spannend

Evi: und passend, weil ich habe so das Gefühl, dass momentan gerade so ein bisschen

Evi: ein Aufschwung ist, was das Thema Raumfahrt, Astronauten etc.

Evi: betrifft. Nicht nur wegen der aktuellen Artemis 2 Mission.

Evi: sondern auch wegen dem Astronauten. Meinst du nicht, dass das jetzt wieder so ein bisschen in ist?

Peter: Naja, ich sage mal, ich persönlich schon, weil ich habe mir den Artemis-Start

Peter: ja auch live angeschaut auf YouTube. Aber andererseits ist es mir dann auch

Peter: wieder so gegangen, dass meine Stieftochter nicht einmal mitbekommen hat, dass das passiert ist.

Peter: Und dann mitten in der Nacht mal ganz irgendwie so was zum Trinken holen,

Peter: desinteressiert am Fernseher vorbeispaziert ist. Und ich gesagt habe,

Peter: hey, wir fliegen gerade zum Mond und sie, okay, und wieder weg war.

Peter: Ich war ja mit der Übertragung von der NASA jetzt so medientechnisch auch nicht

Peter: so glücklich, weil das war alles ein bisschen hart.

Peter: Da bin ich inzwischen von den Starts, die da die SpaceX macht.

Peter: Audiovisuell mehr gewohnt mit Kameras, die an den Raketen dran sind und auch

Peter: den Videoeintritt und so weiter mitfilmen.

Peter: Da war die NASA im Verhältnis zu dem halt sehr schwach. Ich glaube schon,

Peter: wenn du dann so am nächsten Tag in die Tageszeitungen reingeschaut hast oder

Peter: ins Fernsehen, es ist zwar darüber berichtet worden, aber da waren irgendwie

Peter: gefühlt immer drei, vier Schlagzeilen obendrüber, die gerade so weltpolitisch tagesaktuell,

Peter: mehr Quote gebracht haben als die Artemis-Mission.

Peter: Liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass die erste Mondlandung war 1969 und

Peter: die erste hast du halt nur einmal. Und inzwischen, wie viele Raketenstarts haben

Peter: wir seitdem mitbekommen?

Peter: Wie oft hat der Elon Musk mit seinem Starship tolle Explosionen fabriziert,

Peter: die schon anzuschauen waren? Und Artemis ist jetzt auch, so wie es von der NASA

Peter: halt medial dargestellt wird, ist es ja im Grunde so ein angehendes Infrastrukturprojekt, oder?

Peter: Somit, wir wollen uns ein bisschen am Mond sesshaft machen.

Peter: Das heißt, es hat nicht mehr so dieses Feeling von 1969, wo diese Rivalität

Peter: da war. Wer ist als erster am Mond und wer dominiert die Erde?

Peter: Und das war halt so ein politischer und wissenschaftlicher und technologischer,

Peter: Schaffen-wir-das-Moment.

Peter: wo die ganze Welt halt mitgequiebert hat. Und heute ist es halt so,

Peter: ja, wie viele Tausende Raketen sind inzwischen gestartet und jetzt fliegt halt

Peter: wieder mal wer zum Mond, weil sie dort halt jetzt, naja, einen Outpost aufbauen

Peter: wollen über die nächsten Jahre, Jahrzehnte.

Peter: Also dieses erste Mal, der Flair ist weg.

Evi: Ja, also ich bin nicht ganz bei dir. Also erstens war, dass die Mondlandung

Evi: ja wirklich schon so lange her ist, dass das viele nicht miterlebt haben.

Evi: Also gerade die Jüngeren hier und uns, ich auch nicht.

Evi: Deswegen können wir uns noch vorstellen, wie das damals war.

Evi: Ich meine, weil es ist schon noch das eine, ob wir da jetzt quasi zur ISS fliegen,

Evi: zur Raumstation oder eben zum Mond fliegen, ist halt schon noch mal was anderes.

Evi: Und für mich war es aber tatsächlich ein bisschen anders, weil ich eben auch

Evi: gerade so mit SpaceX und dass das sehr routiniert war irgendwie,

Evi: dass da dann eine Rakete startet, wie du das gerade gesagt hast.

Evi: Und auch jetzt mit diesem ganzen SpaceX Elon Musk, dann auch die anderen,

Evi: sag ich jetzt mal, Weltalltouristen.

Evi: Also ich habe auch gemerkt, dass bei mir das Interesse darunter gegangen ist,

Evi: dass ich da jetzt auch nicht mehr jeden Start mir da live angesehen habe und

Evi: mich das eigentlich auch dann immer wirklich ein bisschen weniger interessiert hat.

Evi: Und jetzt aber durch diese Artemis-Missionen, eben diese neuen Missionen da

Evi: zum Mond, wir wollen wieder zum Mond,

Evi: ist bei mir jetzt wieder dieses Interesse zurück, diese Faszination auch zurück,

Evi: was eben doch nochmal was anderes auch ist, weil es einfach auf einem anderen Level auch ist.

Evi: Das ist jetzt für mich jetzt irgendwie eigentlich eher wieder einen neuen Schwung bekommen hat.

Peter: Hast du eigentlich, und das ist jetzt wieder für mich so das Zeichen,

Peter: dass ich es nicht so genau mit dem großen Engagement mitverfolgt habe,

Peter: wie man es vielleicht sollte oder damals gemacht hat.

Peter: Was ist denn so das mittel-langfristige Ziel von Artemis eigentlich?

Peter: Wollen die wirklich da jetzt Infrastruktur aufbauen und das Sprungbrett zum

Peter: Mars? Oder geht es ihnen um Rohstoffe? Oder geht es ihnen um,

Peter: wir müssen vor den Chinesen eine Station haben?

Peter: Das habe ich ehrlich gesagt überhaupt nicht am Schirm mehr.

Evi: Ja, mehrere Phasen sind ja geplant. Also

Evi: dass jetzt wieder mal die Landung stattfindet, ist das eine große Ziel.

Evi: Also langfristig soll es dann natürlich eine bemannte Station auf den Mond geben.

Evi: Also das wäre halt schon das langfristige Ziel.

Evi: Ich meine, ich weiß jetzt gar nicht, inwieweit man da groß, ich meine,

Evi: es gibt ja die Pläne dafür, wie diese Raumstationen dann ausschauen,

Evi: also die Mondstationen ausschauen sollen und alles Mögliche.

Evi: Aber es ist jetzt so viel natürlich auch aufgrund der Politik verschoben worden.

Evi: Ich war schon fast überrascht, dass jetzt dieser Flug um den Mond stattgefunden hat.

Evi: Ich habe schon fast meine Zweifel daran gehabt. Da hängt halt sehr viel an der Politik immer ab.

Peter: Ja, das ist für mich eh auch total aus dem Nichts gekommen. Also Ademis habe

Peter: ich irgendwie das geistert da irgendwie seit Jahren, irgendwie so ein bisschen

Peter: im Hintergrund rauschen mit rum und auf einmal heißt, oh, wir sind zum Mond. Plötzlich war das da.

Evi: Nein, also plötzlich war es nicht. Also das war ja, wie gesagt,

Evi: das ist ja schon verschoben worden. Das hätte ja schon früher stattfinden sollen.

Evi: Also da hat es ja durchaus Verschiebungen gegeben und Änderungen.

Evi: Dann hat es technische Probleme gegeben.

Evi: Aber die Pläne, die gibt es ja schon sehr lange. Also so ganz ist es nicht aus dem Himmel gefallen.

Peter: Nein, nein, ich meine da jetzt, ich meine auch nur mich, dass ich das dann so,

Peter: hoppla, ich habe das alles nicht mitbekommen, weil jede Woche ein SpaceX-Ding

Peter: fliegt und dann, oh, da war ja noch was. Ich habe auch den Bezos komplett vergessen,

Peter: weil du die Weltraumtouristen vorhin erwähnt hast.

Evi: Ja, ja.

Peter: Also Blue Origin war für mich auch so. Ja, okay, ich kann mich dann auch an

Peter: die Kate Perry erinnern, aber das war es dann auch schon.

Evi: Ja, stimmt, ja. Gut, lassen wir das. Für mich stellt sich der eher die Frage,

Evi: wolltest du mal Astronaut werden?

Peter: Wollte ich Astronaut werden? Ja, sicherlich wollte ich einmal Astronaut werden.

Peter: Somit, dass du so als kleines Kind mit 5, 6, 7, 8, 9.

Evi: Hast du dein Vorbild gehabt? Also gab es da für dich irgendwie so einen Film

Evi: vielleicht oder in echt? Wolltest du so wie Han Solo sein?

Peter: Naja, den hätte ich jetzt nicht als Astronauten klassifiziert.

Evi: Ja, ich glaube, dass du da was angesprochen hast.

Peter: Als Kleinkriminellen.

Evi: Ja, genau.

Peter: Nein, also wenn ich da zurückgehe, dann würde ich eher noch sagen,

Peter: das war Rangief Enterprise und das ist Alpha 1. Vielen Dank.

Evi: Ah, okay.

Peter: Sogar noch mehr die Mondbasis. Lustig, jetzt sind wir schon wieder beim Mond.

Peter: Die Serie habe ich gar nicht am Schirm gehabt wegen dem Podcast jetzt.

Peter: Wie ich klein war, war Mondbasis Alpha 1 für mich. Das habe ich damals lieber

Peter: geschaut als Raumschiff Enterprise, weil es technischer war.

Peter: Die haben da immer so Probleme gehabt mit, eine Scheibe hat einen Sprung und

Peter: es wird gleich eine Dekompression geben und dann saugt es einen raus und die

Peter: Luft geht aus und es ist was Kaputtes. Da hat immer irgendwas repariert werden müssen.

Peter: Das habe ich an der Serie total toll gefunden damals.

Peter: Das kannst du heute auch schwer anschauen, weil es halt tiefste 70er Jahre sind.

Peter: Der Raumschiff Enterprise war dann so im Nachgang dann, also auch noch in der Kindheit.

Peter: Im Nachgang hat mir das dann wieder mehr Spaß gemacht als das,

Peter: aber zuerst war Mondbasis Alpha 1 da. Hast du das je geschaut?

Evi: Nein, da bin ich dann doch zu jung dafür. Na gut, ich habe jetzt schon als Kind,

Evi: muss ich jetzt sagen, Star Trek, also wirklich alte Raumschiff Enterprise geguckt.

Evi: Das dürfte ich als Wiederholung, glaube ich, am Nachmittag oder so gespielt

Evi: haben, bei uns im Fernsehen oder so. Und das hat mir schon sehr gut gefallen.

Evi: Also diese fremden Welten da irgendwie zu besuchen und so. Ich hatte immer so

Evi: ein bisschen eine kleine Schwäche für einen Spock, muss ich auch zugeben.

Peter: Also was bei mir bei Star Trek heute noch ist, ich liebe dieses Intro.

Peter: Ich kann es nicht auswendig, aber die Titelmusik und das Intro von Roddenberry,

Peter: wo die Enddachweis hingeht und die Menschheit hingeht, das finde ich nach wie vor großartig.

Peter: Und das ist auch, wo ich heute das sagen würde als kleines Kind,

Peter: das war wahrscheinlich auch ein Ding, wo ich sage, ich will das auch machen.

Peter: Weil das ist ja der Punkt, Astronaut zu sein, dass du hingehst,

Peter: wo vorher noch keiner war.

Evi: Ja, ich glaube, das ist einer der Aspekte, der mir generell an diesem ganzen

Evi: Raumfahrtthema, also der mich da so fasziniert.

Evi: Ich glaube, das ist auch das, warum es mich dann zum Teil auch oft so bewegt,

Evi: gerade in den Filmen. Ich würde jetzt mal sagen, bevor wir jetzt richtig rein

Evi: starten mit dem ersten Film, der sich zum Mond bewegt hat oder in dem eine Mondreise

Evi: die Hauptrolle spielte, machen wir noch eine ganz kurze Pause.

Evi: So, und da sind wir wieder. Weißt denn du, was der erste Film war zum Mond oder

Evi: über den Mond, sagen wir es so?

Peter: Naja, ich vermute mal, da stecken die Franzosen dahinter, die quasi das Kino

Peter: erfunden haben, waren es die Millier-Brüder.

Evi: Ja, natürlich weißt du es ja. Du weißt es doch, oder?

Peter: Naja, ich weiß natürlich nicht, wie der Film heißt, doch ich weiß schon irgendwas,

Peter: Reise zum Mond oder so, oder Le Voyage.

Evi: Dans la Lune, ich kann ja kein Französisch.

Peter: Ja, ich auch nicht, also haben wir uns geoutet. Aber ich habe den Film irgendwann

Peter: einmal gesehen vor tausend Jahren und natürlich kennt wahrscheinlich die ganze

Peter: Welt irgendwie noch das Bild mit der Rakete, die im Mond drin steckt, in dem Mondgesicht.

Evi: Im Mondauge, oder? Der hat das doch im Auge, das ist das Mondgesicht.

Peter: Ja, genau. Und das ist der Film, das ist der erste Mondfilm,

Peter: nehme ich an. Ich glaube nicht, dass vorher noch wer was gemacht hat.

Evi: Ja, ich glaube auch, dass das der erste ist. Der ist von 1902 tatsächlich,

Evi: die Reise zum Mond. Und ich habe den auch einmal gesehen, also jetzt noch nicht

Evi: so lange, der dauert ja nicht lange, der dauert glaube ich nur eine Viertelstunde oder so.

Evi: und zwar habe ich den gesehen, weil ich glaube, das war 2011,

Evi: irgendwas um den Dreh herum, da hat nämlich er, also die französische Band er,

Evi: ja Lieder zu dem Film gemacht oder hat er halt irgendwie, weil das ist ja ein

Evi: Stummfilm und hat da eine Musik dazu komponiert,

Evi: und da gab es das irgendwie zum Sehen, eben die Reise zum Mond mit der Musik von er.

Evi: Also wenn es die Musik von er nicht gegeben hätte, hätte ich ihn glaube ich

Evi: noch komischer gefunden.

Evi: Also wer immer gesehen hat, ich weiß nicht, was es ist mit diesen Filmen da

Evi: irgendwie, also die schießen sich da halt in Jules Verne Manier mit einer Rakete

Evi: zum Mond, wo sie dann aber irgendwie so ganz komische Wesen treffen und das

Evi: ist auch so eine ganz komische Welt da oben am Mond.

Evi: Und es ist alles immer wie so ein Fiebertraum, kommt mir vor, oder?

Peter: Naja, du musst es mal so sehen, 1902 war noch niemand auf dem Mond und wir wussten

Peter: nicht, wie es da oben ausschaut.

Peter: Das heißt, der Mond war noch nicht so eingeschränkt, wie er heute ist,

Peter: weil heute kannst du auf dem Mond nicht mehr viel machen, weil wir wissen ja,

Peter: man versinkt nicht einmal im Staub, wenn man drauf landet.

Peter: Das war ja 1969 noch ein bisschen so die Angst, weil es ist einfach eine große,

Peter: sehr staubige, sehr steinige Kugel, die keine Atmosphäre hat.

Peter: Und das schränkt natürlich die Erzählmöglichkeiten für einen Film oder einen Roman stark ein.

Peter: Und diese Einschränkung gab es halt 1902 noch nicht, weil da war alles möglich am Mond.

Peter: Und ich glaube, das haben die zwei, die den Film gemacht haben,

Peter: recht gut ausgenutzt. Und ich glaube, wahrscheinlich war es so eine Mischung

Peter: aus. Wir probieren jetzt mal alle möglichen Kameratricks, weil der Film ist

Peter: ja voll mit Tricks und Spezialeffekten.

Evi: Ja, das stimmt. Für die damalige Zeit.

Peter: Muss man sagen. Ja, genau. Das war jetzt kein einfacher Film für die zu machen.

Peter: Das heißt, ich würde ihn jetzt eher so als historisches Zeitdokument der Filmgeschichte

Peter: sehen, weil er halt schon Kameratechniken und Trickeffekte da zum ersten Mal

Peter: anwendet, die dann später weiterentwickelt worden sind, die

Peter: letztendlich durchs Jahrhundert zu dem geführt haben, was wir heute mit Trickeffekten machen können.

Peter: Und nicht so sehr, wie wir haben jetzt eine Science-Fiction-halbwegs realitätsgerechte

Peter: Darstellung des Mondes erreicht.

Evi: Ja, ich bin mir gar nicht sicher, ob man...

Peter: Ob man so interpretieren soll, gell?

Evi: Ja, ich wollte mich gerade sagen, dass ich bin mir gar nicht...

Evi: sicher, ob man das überhaupt als Science-Fiction-Film bezeichnen kann oder ob

Evi: es nicht einfach ein Märchen ist, weil es halt so abgedreht ist irgendwie.

Evi: Also das kann man doch selbst damals nicht ernst gemeint haben, oder?

Peter: Ich weiß es nicht. Die Leute haben damals ja auch 20 Jahre lang glaubt,

Peter: es gibt Kanäle und Zivilisationen auf dem Mars.

Evi: Ja, Leute, ich meine, das war halt eine falsche Interpretation von dem,

Evi: was sie halt gesehen haben bei den Beobachtungen.

Evi: Aber das ist ja echt, ich meine, das war da, wie gesagt, der ärgste Trip,

Evi: irgendwie den die da haben.

Evi: Das ist mir überhaupt nicht so sicher, wenn man das wirklich Science-Fiction nennen kann. Vor allem,

Evi: wenn man bedenkt, weil ja gerade auch jetzt im Raumfahrt Raketentechnik,

Evi: also Raketentechnik, wenn wir uns jetzt das überlegen, das hat ja auch nicht

Evi: in den 60ern angefangen oder in den 50ern mit den ersten Flügen,

Evi: sondern das war ja viel früher.

Evi: Also da gab es ja zum Beispiel Zyolkovsky, ich weiß nicht, ob du den kennst.

Peter: Das ist der Russe, oder?

Evi: Ja, richtig, genau. Der ja da wirklich bahnbrechend war mit seinen diversesten

Evi: Überlegungen, Berechnungen, alles Mögliche, was halt die Raumfahrt oder die

Evi: Raketentechnik betrifft.

Evi: Und der war halt um 1900 unterwegs, der da halt schon wirklich wichtige und

Evi: essentielle Überlegungen angestellt hat, die halt auf Physik basiert haben.

Evi: Das ist halt dann schon ganz anders, als wenn man sich dann diesen Fiebertraum

Evi: überlegt von den Mélières, oder?

Peter: Ja.

Evi: Also ich weiß nicht, ob das dann ein bisschen zu streng ist, ich weiß es nicht.

Peter: Aber… Nein, schau, wir reden dann von einem Film, der über 120 Jahre alt ist.

Peter: Du kennst doch sicherlich die fabelhafte Welt der Amélie.

Peter: Ja, vielleicht ist die französische Version von der Reise zum Mond durch die

Peter: Linse von der fabelhaften Welt d'Amelie.

Peter: Also es ist wahrscheinlich eine sehr französische Perspektive von zwei Friememachern,

Peter: die viel Fantasie hatten.

Evi: Ja, wahrscheinlich. Tsiol Kowski hat ja schon gewusst, dass das mit der Mondrakette,

Evi: so wie sich das schon während, der das ja in seinem Buch geschrieben hat,

Evi: dass das halt so nicht funktionieren kann.

Evi: dass man da halt sich andere Sachen überlegen muss. Der hat übrigens die Raketengleichung

Evi: definiert oder gefunden.

Peter: Ah, das ist diese Rückstoßgleichung?

Evi: Genau, ja, ja. Weißt du das? Ja, dass es ein Rückstoß ist. Also man braucht

Evi: nicht Luft zum Abstoßen. Ja, und er hat eben auch schon Ideen gehabt von mehrstufigen

Evi: Raketen, Raketenantrieb mit Flüssigtreibstoff, also all diese Sachen.

Evi: Ja, also das ist ja wirklich visionär, wenn du dir dann überlegst.

Evi: Dann kommt ja dieser Film, wo die da herumhampeln. Das ist ja ein bisschen komisch, oder?

Peter: Naja, ich meine, es gibt auch einen anderen Film, wo der Vater von zwei Kindern,

Peter: die Schül und Wernheißen, eine Zeitmaschine betreibt, die mit Dampf betrieben wird und fliegt.

Evi: Ja, ja.

Peter: Man muss da schon offen sein für Möglichkeiten.

Evi: Ja, du hast recht. Stimmt, ja. Aber es gibt dann auch einen weiteren Film.

Evi: Hast du den gesehen? Den habe ich nämlich nicht gesehen. Das ist ein deutscher

Evi: Film von 1929 und zwar Die Frau im Mond. Hast du den jemals gesehen? Der ist von Fritz Lang.

Peter: Naja, es hat mich eiskalt erwischt. Nein, den habe ich auch nicht gesehen.

Peter: Ich muss auch zugeben, ich habe Metropolis noch nie gesehen und dann habe ich

Peter: seit ungefähr 30 Jahren auf meiner Liste stehen, aber ich habe mich noch nie

Peter: dazu durchgehungen, dass ich mich mal anschaue. Also nein, ich kenne die Frau

Peter: im Mond nicht. Wollen wir trotzdem ganz viel darüber reden?

Evi: Ich will es noch ganz kurz erwähnen, weil mir ist es jetzt eingefallen,

Evi: weil wir über Tsiolkowski gesprochen haben.

Evi: Es gab ja da auch noch einen weiteren Raketenpionier, einen Deutschen,

Evi: den Hermann Obert. Kennst du den zufällig? Also nicht persönlich,

Evi: weil der hat schon gelebt.

Peter: Das ist nicht der, der in Afrika seine Raketenabschussbasis gebaut hat?

Evi: Also ob der in Afrika eine Raketenabschussbasis hatte, das weiß ich jetzt nicht.

Peter: Das war eine Geschichte aus den 70er Jahren. Da hat ein deutscher Raketeningenieur,

Peter: der war auch irgendwie so um Fünfecken mit Werner von Braun,

Peter: so nächste Generation, verbandelt.

Evi: Ach so, nee, nee, der Obert ist ja vorher gewesen.

Peter: Okay, dann war das vorher. Aber das ist eine ganz interessante Geschichte.

Peter: Da gibt es eine total lustige Art, oder die ist auf Art gelaufen,

Peter: eine Dokumentation drüber.

Peter: Dass ein deutscher Ingenieur, der sich so Elon Musk-mäßig einen Haufen Geld

Peter: angelacht hat und dann in Äquator-Nähe, ich weiß den Staat nicht mehr,

Peter: aber halt in einem äquatornahen afrikanischen Staat eine Raketenabschussbasis gebaut hat.

Peter: Das hat so zwei, drei Jahre lang ganz gut funktioniert, bis er dann irgendwie

Peter: zwischen den Mühlen von den Amerikanern und den Russen geraten ist,

Peter: weil keiner von den beiden wollte.

Peter: dass wer anderer auch noch irgendwo hinfliegt mit Raketen und dann ist das Projekt

Peter: irgendwie zerstört worden. Und er selber war auch ein, ganz anders als ein Elon

Peter: Musk, aber auch ein sehr merkwürdiger Paradiesvogel, der ein bisschen schräg

Peter: drauf war mit seinen Sachen, die er gemacht hat.

Evi: Und das hast du natürlich keine Ahnung, wie der heißt, weil du super vorbereitet bist.

Peter: Nein, natürlich nicht. Nein, das ist Jahre her, das ist mir jetzt spontan eingefallen.

Evi: Was den gegeben hat. Das war in den 70er Jahren oder wie?

Peter: Das war in den 70er Jahren, ja.

Evi: Es würde sich ausgehen, weil der Hermann Obert hat bis 89 gelebt,

Evi: also 1894 ist er geboren. Der hat nämlich auch, ähnlich wie Ziyolkovs,

Evi: diese ersten Konzepte auch entwickelt, eben für Flüssigkeitsraketen.

Evi: Interessant bei ihm ist, dass er für Fritz Lang 1929 Berater war bei dem Film Frau im Mond.

Evi: Und das finde ich nämlich cool, weil er durfte damals dann auch eine echte Rakete

Evi: bauen. Also die wollte er dann eigentlich im Film verwenden,

Evi: die ist aber nicht rechtzeitig fertig geworden.

Evi: Aber er hat dann natürlich viel von seiner Wissenschaft in dem Film da irgendwie

Evi: einbringen können. Also es gibt irgendwie so Zeichnungen von Gravitationsfällen,

Evi: Karten mit Kratern, auch die Flugbahn zum Mond.

Evi: Also eben auch schon diese Form der Acht. Also man fliegt ja nicht direkt zum

Evi: Mond, sondern auch in so einer Acht fliegt man da herum.

Evi: Und was nämlich auch auf ihn zurückgeht, beziehungsweise auf den Film,

Evi: ist der Countdown. Das 10 bis 1.

Peter: Ah.

Evi: Da hat man sich eben auch für den Film überlegt, okay, man braucht da jetzt

Evi: eben irgendeine Dramaturgie, irgendeinen dramaturgischen Kniff und dann ist

Evi: man auf den Countdown gekommen. Also das hat seinen Ursprung in diesem Film.

Peter: Das heißt, wenn es den nicht gegeben hätte, würde man heute noch mit der Pesole

Peter: in die Luft schießen und dann startet die Rakete.

Evi: Vielleicht, vielleicht auch nicht. Weiß man nicht. Aber es finde ich ganz interessant.

Evi: Ich habe ihn leider auch noch nie gesehen, den Film, muss ich zugeben.

Peter: Naja, was soll man sagen? Ich kenne Metropolis nicht und Die Frau im Mond ist

Peter: wahrscheinlich ein zweitrangiger Film von Fritz Lang. Jetzt werden sich wahrscheinlich urviele aufregen.

Evi: Die den Film kennen. Wahrscheinlich, ich wollte gerade sagen.

Evi: Also muss ich glaube ich rausschneiden, weil sonst kriegen wir da wieder...

Peter: Ja, man kann nicht alles wissen.

Evi: Naja, aber er hat dann am Beginn des Zweiten Weltkrieges dann auch da in Penemünde

Evi: gearbeitet mitten von Braun, eben an der Entwicklung von den ersten Fernraketen.

Peter: Okay.

Evi: Reden wir lieber über Filme noch, oder?

Peter: Ja, ja, reden wir mal über einen Film, den wir beide gesehen haben.

Evi: Okay. Gehen wir da chronologisch vor?

Peter: Was hält man denn chronologisch auf der Liste? Nein, wenn wir jetzt chronologisch

Peter: vorgehen müssen, müssen wir über Käse reden, oder?

Evi: Ich weiß nicht, gehen wir chronologisch in der Raumfahrt vor oder in den Filmen?

Peter: Vielleicht wollen wir ja mal kurz, wenn wir dann schon bei Chronologie und so

Peter: sind, kurz mal sagen, es geht ja selten um den Mond an sich.

Peter: Was ist denn der Mond in Filmen meistens für und so?

Peter: Wie das meiste andere, wenn es um Science-Fiction geht, weil Science-Fiction

Peter: ist ja meistens eine gutmachte Science-Fiction, meine ich jetzt,

Peter: eine Auseinandersetzung über, wie unsere Gesellschaft ist und eine Reflexion,

Peter: die halt das über die Zukunft erzählt, wie wir so sind.

Peter: Und der Mond ist ja, glaube ich, auch immer nur eine Projektionsfläche von dem,

Peter: was gesellschaftlich-politisch zu dem Zeitpunkt, wo der Film gerade gemacht

Peter: wird, auf der Erde passiert, behaupte ich jetzt einfach einmal.

Evi: Du meinst, das ist die Leinwand für politische oder andere gesellschaftliche Sachen?

Peter: Ja, genau, so wie diese ganzen Alien-Invasionsfilme in den 50ern,

Peter: 60ern all diese Angst vor Kommunismus und so weiter reflektiert haben,

Peter: ohne das wirklich zu erwähnen.

Peter: Aber wir haben Aliens und Ufos, die aus dem Weltall kommen und tatsächlich meinen

Peter: wir die Russen und die Kommunisten.

Peter: Und im Mond hat man vielleicht das Wetterrennen zum Mond irgendwie thematisiert

Peter: und kommt wahrscheinlich auch auf die Filme an, wenn du jetzt etwas Neueres

Peter: nimmst. Was gibt es denn da?

Evi: Ja, aber ich glaube, dann gibt es aber eigentlich relativ wenige,

Evi: oder? Also für diese, weil ich habe jetzt kurz noch einmal geschaut,

Evi: weil es ist dann in den 50ern, gab es noch einen Raumfahrtfilm,

Evi: kennst du den zufällig, Destination Moon, Entstation Moon, Rakete zum Mond.

Peter: Ich kann es vom Hörensagen, aber du hast schon recht, es gibt relativ wenige

Peter: Filme, die den Mond als Hauptthema haben. Er kommt total oft so als Neben am Rand ein bisschen vor.

Peter: Sogar in 2001 ist der Mond ja nur so die Nebenfigur, weil das Meeting am Mond

Peter: stattfindet und sie diesen Monolithen am Mond gefunden haben.

Peter: Aber der eigentliche Film hat dann mit dem Mond ja auch noch für sich überhaupt nichts mehr zu tun.

Evi: Ja, also es ist quasi ein weiterer Ort.

Peter: Ja, genau. Oder in dem Art Astra mit dem Brett Bitt, das ist jetzt ein paar

Peter: Jahre her. Da ist der Mond ja auch nur das Sprungbrett zum, wo geht es hin, Saturn, irgendwie so.

Peter: Also da ist der Mond so, als der Mond ist das Ziel, vielleicht in der Serie vor All Mankind.

Evi: Welche meinst du jetzt? Also meinst du das mit der alternativen Geschichte?

Peter: Ja, genau das, ja, genau.

Evi: Da ist ja die erste Mondlandung quasi den Russen gelungen.

Peter: Genau, wo dann die Frauen eine

Peter: ganz große Rolle spielen und die Chinesen auch am Mond sind und so, ja.

Peter: Das ist sowas von den aktuellen Sachen, dass man einfällt, wo man sagt,

Peter: okay, da geht es wirklich um einen Mond.

Evi: Ja, stimmt. Die Serie war sehr gut. Die Serie hat mir gut gefallen.

Peter: Ja, hat mir auch sehr gut gefallen.

Evi: Aber dann in der letzten Staffel sind sie ja dann schon am Mars, gell?

Peter: Ja, obwohl mir das dann nicht mehr so gut gefallen hat, das war dann schon eine Staffel zu viel.

Evi: Naja, es ist jetzt noch eine neue rausgekommen, aber die habe ich jetzt noch

Evi: nicht gesehen, muss ich zugeben. Aber gut, gehen wir nicht zum Mars, bleiben wir beim Mond.

Evi: Wir sind ja gerade erst am Aufbruch zum Mond.

Peter: Naja, hüpfen doch einfach mal chronologisch durch die Weltgeschichte.

Peter: Dann wären wir jetzt bei der Mondmission.

Evi: Gut, wir haben da jetzt aber mal Filme gehabt. 1900, 1929, da haben wir ja noch

Evi: nicht mal Orbitalflüge oder sowas gehabt.

Evi: Da waren wir ja noch mit anderen Dingen auch beschäftigt.

Evi: Das heißt, wir hätten dann wirklich 1950 eigentlich diesen Destination Moon, den Film.

Evi: Ich habe den jetzt extra nochmal angesehen, weil ich den Spiel des Momentan

Evi: nämlich gerade bei einem Streaming anbiete. und der ist mir die ganze Zeit schon

Evi: vorgeschlagen worden und ich bin jetzt immer so ein bisschen herumgeschlichen

Evi: und jetzt habe ich mir gedacht, gut, wenn wir das Thema haben,

Evi: dann schaue ich mir den an.

Evi: Und ja, er ist so richtig, wie man sich vorstellt, für 1950.

Peter: Also State of the Art.

Evi: Ich weiß nicht, es hätte auch gut sein können, vielleicht.

Peter: Das können viele Filme.

Evi: Weil er basiert auch nur für sich auf einer Geschichte vom Heinlein,

Evi: vom Robert Heinlein, von dem Science-Fiction-Other, der hat ja auch die Körperfresser,

Evi: geschrieben und er gilt auch nur für sich so als einer der ersten,

Evi: Filme, die sich halt wirklich ernst diesem Thema Raumfahrt widmen.

Evi: Ja, und wo es halt auch interessanterweise ein privates Raumfahrtprojekt ist.

Evi: Also es ist auch so, dass sich der Staat USA ausklingt und sagt,

Evi: er finanziert keine weiteren Experimente mehr oder Forschung zum Thema Raumfahrt

Evi: und dann schließen sich die Wirtschaft zusammen, private Unternehmen.

Evi: die dann eben vier Männer zum Mond bringen wollen, was prinzipiell gut ist.

Evi: Aber boah, also erstens ist es halt so ein typischer Männerfilm.

Peter: Ich wollte gerade fragen, hat er auch so ein richtig feministisches,

Peter: modernes Frauenbild, nehme ich an, gell?

Evi: Naja, es kommen nur zwei Frauen ganz kurz vor.

Peter: Die Ehefrau und die Sekretärin.

Evi: Ja, richtig, genau. Also es sind halt nur Männer, wo ich sage,

Evi: okay, gut, der kann ich vielleicht dann auch drüber hinweg schon großzügig,

Evi: weil er halt von 1950 ist und ja gut.

Evi: Aber er ist dann halt auch so, dann fliegen die, ich meine, sie fliegen mit

Evi: einer Atomrakete, okay.

Evi: Und dann sind die aber dann dort unterwegs und dann haben die auch so überhaupt

Evi: keinen Plan, was sie da jetzt irgendwie machen. Und einer von den Astronauten,

Evi: also irgendwie sind es auch keine Astronauten, weil die halt irgendwie auch

Evi: so überhaupt nicht irgendwie so wieder dann abheben, so, was passiert da jetzt?

Evi: Wir sind schwere los.

Evi: Und einer ist so ein Ersatztyp, weil der eigentlich fliegen hätte sollen,

Evi: krank geworden ist und der hat sowieso keine Ahnung von irgendwas.

Evi: Also der ist da so, ja, weiß ich nicht, also ganz, ganz seltsam.

Peter: Das erinnert mich jetzt gerade voll an Prometheus, das Alien-Prequel.

Peter: Da haben es doch auch einen ganzen Haufen Leute wohingeschickt,

Peter: die keinen Peil davon gehabt haben, was da eigentlich dort machen.

Evi: Ja, was da passiert und überhaupt. Und das habe ich dann ein bisschen seltsam

Evi: gefunden. Auch vom Plot her irgendwie. Dann sind da halt so komische Dramen

Evi: irgendwie eingebaut, die keine sind. Also ja, irgendwie seltsam.

Evi: Und da habe ich mir aber auch gedacht, er war 1950, 50 ist der immer rausgekommen

Evi: und dann hat man gedacht, okay, gut, man hat dann noch fast 10 Jahre und so,

Evi: bis man dann mal beginnt, da wirklich halt an dieser Raumfahrt-Ding zu arbeiten.

Evi: Aber wir haben 18 Jahre später, 2001, der Space Odyssey, wo ich mir denke, boah,

Evi: Da ist dann schon sehr viel dazwischen. Mit der war wirklich der Mann.

Peter: Ja, wobei, als D.D.H. Mann an 2001, erstens war das Kubrick-Ausnahmeerscheinung.

Evi: Ja.

Peter: Und ich glaube, die haben den Film vier Jahre lang produziert.

Peter: Die haben da wirklich viel Zeit und Geld investiert, um den,

Peter: naja, so zu machen, wie er heute ist. Anekdote, ich darf ja die Jahreszahlen

Peter: nicht auseinandergenommen. Ich glaube, 2001 ist 1968 rausgekommen.

Peter: Ich weiß nicht genau, wann wir das erste Foto von der Erde gemacht haben.

Peter: Es kann sein, dass es um 1860 ein bisschen Vorherrung gewesen sein.

Peter: Das muss halt bei diesen Mondumkreisungen gewesen sein.

Peter: Da gibt es ja dieses berühmte Foto, das sie jetzt auf der Artemis noch mal konstruieren

Peter: und nachmachen wollten. Die haben zu dem Zeitpunkt, wo sie es zumindest gedreht

Peter: haben und der Film schon fertig war, gab es noch kein Foto von der Erde aus dem Weltall.

Peter: Und die Erde in 2001 schaut gar nicht so falsch aus.

Peter: Das haben sie sich nämlich zusammenreimen müssen, wie könnte die Erde aus dem

Peter: Weltall gesehen ausschauen.

Evi: Das haben sie aber tatsächlich bei Die Frau im Mond auch so ein Earthrise-Bild.

Evi: Das ist auch etwas, wo jetzt im Nachhinein der Film noch gelobt wird,

Evi: dass sie damals auch wirklich so diesen Blick auf die Erde hatte.

Evi: irgendwie auch hat das Fritz Lang wohl in seinem Film auch schon drinnen, ja.

Peter: Da haben sie sich schon Gedanken gemacht. Aber ich weiß, dass mir gerade noch so einfallt,

Peter: weil du gerade bei dem 1950er-Film warst, mit lauter Männern und ganz wenigen

Peter: Frauen, fällt mir ein anderer Film gerade ein und dazu die Hintergeschichte,

Peter: warum man es irgendwie zumindest historisch nachvollziehen kann,

Peter: warum das alles so schwer männerlastig war.

Peter: Es gibt einen Film über das Mercury-Programm, das war ja der Vorläufer vom Apollo-Programm

Peter: in den USA, The Right Stuff,

Peter: Da spielt so der Ed Harris, der Dennis Quaid, also diese Generation von Schauspielern,

Peter: das war so, ich glaube Ende 70, Anfang 80 war der Film.

Peter: Er erzählt die Geschichte von diesem Mercury-Programm und dieses ganze Weltraumwettrennen

Peter: hat ja Sputnik eigentlich angefangen, dass die Russen den,

Peter: Satelliten raufgeschossen haben und die Amerikaner ein bisschen eine Schockstarre

Peter: erlitten haben durch das.

Peter: Damit halt das Weltraumwettrennen gestartet werden. Er übernimmt die Kontrolle

Peter: über den Weltraum und wer geht als erster zum Mond. Und das ist alles aus dem

Peter: Militär herausgekommen, weil die ja militärisch in einem Wettrüsten-Wettrennen waren.

Peter: Das heißt, es waren zuerst mal die Militärs, die das, glaube ich, wollten.

Peter: Und dann war es natürlich, okay, wen setzt denn jetzt in eine Rakete rein,

Peter: in so eine fliegende Bombe?

Peter: Der Zweite Weltkrieg war noch nicht so lang her, natürlich die ganzen Militär-

Peter: und Air Force-Piloten. Und da gab es halt keine Frauen.

Evi: Ja, ja, das ist mir schon klar.

Peter: Das war halt so per se schon extrem männerlastig und die Frauen waren halt einfach

Peter: nur die Ehefrauen von denen.

Peter: Was halt schade ist, ich kenne jetzt keinen Film, vielleicht am ehesten noch

Peter: das letzte, zu dem kommen wir dann glaube ich später eh nochmal,

Peter: den Film mit Ryan Gosling, der genauso heißt wie die Fernsehserie,

Peter: nämlich für All Mankind oder so. Hat der nicht auch so geheißen? First Man.

Evi: Jaja, genau, du meinst Aufbruch zum Mond, ist das im Deutschen First Man,

Evi: wo er den Neil Armstrong spielt.

Evi: Ja, aber ich muss da jetzt einhacken, weil Hidden Figures hast du jetzt vergessen.

Evi: Das ist ja der Film, wo es genau um diese ganzen Mathematikerinnen,

Evi: also die Computers ging, die ja Frauen waren.

Evi: Hauptsächlich ja schwarze Frauen. Und das ist da aber gerade eben so in diesem,

Evi: Berechnungen anstellen, Rechnungsbereich, auch die ganze IT,

Evi: das alles, also dieses Coding, Programmieren, das haben ja alles Frauen gemacht damals.

Evi: Also das haben jetzt später die Männer dann für sich entdeckt.

Evi: Davor war das ja fast, unter Anführungszeichen, so billige Arbeit. Das machen die Frauen.

Evi: Mir gefällt Hidden Figures ja bis heute sehr gut. Ich schaue mir den Film sehr gerne immer wieder an.

Peter: Ich habe mit dem Film ein ziemlich zwiegespaltenes Verhältnis.

Peter: Einerseits finde ich ihn ganz toll als diesen Girl-Empowerment-Film.

Peter: Wenn ich als junges Mädchen in den Film gehe, würde ich wahrscheinlich auch

Peter: sowas machen wollen, weil er das aufzeigt mit Widerständen und Grenzen überwinden

Peter: und dann kannst du was werden.

Peter: Das finde ich ganz gut, aber gleichzeitig ist er für mich einerseits,

Peter: so als Film betrachtet mal,

Peter: ist es für mich so ein 0815-Standard-Biopic, was irgendwie schon jede Woche

Peter: im Fernsehen quasi rausgekommen ist in den 90er-Jahren, weil die Struktur halt

Peter: einfach total, naja, das ist diese klassische Biografie vielen Dingen, wo halt

Peter: ein Ereignis nach einem anderen abgefrühstückt wird und dann ist es halt irgendwann zu Ende.

Peter: Ist sehr ähnlich auch wie dieser, und der spielt in derselben Zeit und setzt

Peter: sich auch ein bisschen mit dem ähnlichen Thema auseinander. Das war dieser Green

Peter: Book mit dem, ach Gott, wie heißt er nochmal, der Aragorn?

Evi: Viggo Mortensen, oder heißt er doch?

Peter: Ja, der Viggo Mortensen spielt in Green Book ja die Hauptrolle.

Peter: Und da geht es ja auch um Rassentrennung, Rassismus, Diskriminierung und all

Peter: das, genauso wie in Hidden Figures.

Peter: Und ich finde halt, dass in beiden Filmen, das ist für mich so eine weichgespülte

Peter: Variante von dem, was damals tatsächlich abgegangen ist, die,

Peter: sehr bekömmlich für ein Mainstream-Publikum ist, das nicht unbedingt zu sehr

Peter: daran erinnert werden will, wie Org das damals wirklich war.

Peter: Weil das spielt ja mitten in der Zeit von Jim Crow, wo in den Sudstaaten du

Peter: als Schwarzer ja wirklich noch gelüncht und umgebracht worden bist.

Peter: Und auch im Bus, ich weiß nicht, ob wir schon so weit waren,

Peter: ob wir zumindest hinten in der letzten Reihe vom Bus haben sitzen dürfen.

Peter: Aber die durften nicht auf die gleichen Schulen gehen.

Peter: Sie haben in abgetrennten Vierteln, also war die komplette Rassentrennung,

Peter: war damals ja noch voll in Kraft.

Peter: Und das jetzt nicht aufgrund von Bürgern, die Rassisten waren,

Peter: sondern das war ja alles noch staatlich institutionalisiert.

Peter: Also das war ja vom Staat ausgehend eine Segregation, die das ganze Land betroffen hat.

Peter: Und das ist in dem Film, finde ich, sehr abgeschwächt drinnen und stellt halt

Peter: überhaupt nicht die Realität dar, in der diese Leute damals gelebt haben.

Peter: Und das finde ich halt echt schade, weil das halt so eine, weißt du,

Peter: im Prinzip ist es in dem Film, es gibt da Hausnummer die eine Szene,

Peter: wo es von den Polizisten mal aufgehalten werden und sich ein bisschen fürchten

Peter: und dann fahren sie im Polizeikonvoi ja zur NASA.

Peter: Dann gibt es die Sache, dass sie getrennte Toiletten bei der NASA haben.

Peter: Aber im Großen und Ganzen gibt es dann immer wieder so Weiße,

Peter: die ihnen wohlwollend den Weg ebnen.

Peter: Die Rolle von Kevin Costner, das ist halt alles sehr auf einer,

Peter: oh, wir sind in einer Firma und da gibt es ein bisschen Widerstände gegen uns

Peter: und wir müssen uns durchsetzen, damit unsere Arbeit gewürdigt wird, vielen.

Peter: Während in der Wirklichkeit gerade die ärgste Bürgerrechtsbewegung begonnen

Peter: hat mit Martin Luther King, der erschossen worden ist.

Peter: Und es hat die Sit-In-Streiks gegeben und diese Freedom Rides gegeben,

Peter: wo Busse verbrannt worden sind und Schwarze erschossen worden sind.

Peter: Und das wird da komplett in diesem Film ausgeklammert, weil man das nicht so

Peter: unbedingt in einem Mainstream-Film, ich will jetzt mein Publikum nicht verkraulen.

Peter: Und das finde ich halt ein bisschen, weißt du, was ich meine?

Evi: Ja, ich verstehe deinen Punkt total. Bin ich auch bei dir, gerade jetzt bei

Evi: Hidden Figures, habe ich mir jetzt auch gerade überlegt. Ich glaube,

Evi: dass das aber dem Film tatsächlich gar nicht gut tun würde. Also es kommt schon

Evi: vor, es gibt eine Szene, wo sie, glaube ich,

Evi: im Fernsehen von irgendwelchen Unruhen oder sowas, dass sie sich schon anschauen

Evi: und dann regt sich der Ehemann von der einen ja auf.

Evi: Oder sie regt sich, ich weiß jetzt gar nicht mehr, dass die Kinder das ja nicht

Evi: sehen sollen oder irgendwie so und der oder die andere sagt dann,

Evi: nein, sie sollen sehr wohl wissen, was da passiert.

Evi: Also unterschwellig kommt das ja schon immer vor und ich finde es aber eigentlich

Evi: ganz gut, dass es nicht im Vordergrund so ist, weil es jetzt eigentlich nicht

Evi: ganz das Thema des Filmes ist.

Evi: Also ich weiß schon, dass man das in diesem geschichtlichen Kontext natürlich

Evi: sehen muss auch und berücksichtigen muss. Und das soll jetzt auch eben,

Evi: wie du gesagt hast, dass das weichgespült ist, das soll jetzt auch gar nicht beschönigt werden.

Evi: Aber im Vordergrund stehen ja eben diese drei weiblichen Hauptfiguren.

Evi: Der andere wäre der Catherine Johnson, die Mathematikerin, die ja da diese ganzen

Evi: Berechnungen gemacht hat.

Evi: Und ich habe mir jetzt gerade überlegt, inwieweit das dann vielleicht wirklich

Evi: den Fokus von dem Film wegdrehen würde oder verwässern würde fast.

Evi: Weil ich finde es wirklich ganz, ganz wichtig, dass es diese weiblichen Role

Evi: Models gibt, die ja sonst ihm wirklich fehlen.

Evi: Und deswegen, glaube ich, ist es aber ganz gut, dass man sich da dann wirklich

Evi: aber auch auf das konzentriert, dass man da dann einfach auch darstellt.

Evi: Okay, mit was für Problemen hinsichtlich der Berechnungen für die Orbitalflüge

Evi: zum Beispiel oder die Hitzekacheln, damit die eine dann den Ingenieurskurs belegen kann.

Evi: Und ich glaube, dass es den Film tatsächlich wahrscheinlich geschwächt hätte.

Evi: Und ich glaube, es ist auch ganz gut, weil es ist ein Wohlfühlfilm.

Evi: Es ist jetzt eben kein Drama, es ist jetzt kein Film, der mir sagt,

Evi: mein Gott, das war damals schrecklich, das war eine furchtbare Zeit für Frauen,

Evi: für People of Color und überhaupt.

Evi: Und ich glaube, das will der Film auch gar nicht. Und ich finde es eigentlich ganz gut.

Evi: Also ich habe den Film zum Beispiel immer dann angesehen, wenn ich ein absolutes

Evi: Motivationsproblem an der Uni hatte und mir gedacht habe, mich interessiert

Evi: dieser ganze Scheiß, Entschuldigung, gerade gar nicht.

Evi: Oder wenn ich wirklich mich für eine Matheprüfung vorbereiten musste und gerade

Evi: so keine Motivation hatte.

Evi: Und dann habe ich mir den Film angesehen und mich hat das jedes Mal wirklich

Evi: so inspiriert dann auch.

Evi: Und das finde ich, das schafft der Film nämlich, wie diese Frauen arbeiten an

Evi: diesen Sachen, wie sie diese Probleme angehen, wie sie die Berechnungen anstellen,

Evi: wie sie kämpft, dass sie den Kurs machen kann, dass sie da auf die Uni gehen kann.

Evi: Oder eben auch die eine, die stillt ja sogar das Buch aus der Bücherei,

Evi: damit sie fortschreitern lernt, also das Programmieren, weil sie da ja von den

Evi: Computern ersetzt werden sollen, also von den echten, vom IBM,

Evi: der da angeschafft wird.

Evi: Sie stiehlt das Buch ja auch, weil sie ja nicht in die Abteilung darf,

Evi: weil sie ja nicht weiß ist.

Evi: Also es kommt schon vor und ich finde aber genau das Gute, dass sie halt schon

Evi: auch kämpfen, für ihre Sache einstehen und gleichzeitig, also für mich hat er

Evi: einfach einen guten Vibe auch und löst bei mir ein gutes Gefühl.

Evi: Also ich glaube, wenn es das alles jetzt irgendwie, wenn er jetzt ihm nicht

Evi: weichgespült wäre, wie es du sagst,

Evi: dann würde mich, glaube ich, nicht so berühren auch. Weil gleichzeitig finde

Evi: ich, es ist doch eine Geschichte, die ins Herz geht.

Peter: Ich glaube, er würde dich noch viel mehr berühren. Ich glaube,

Peter: ich würde da gar nicht so sehr in die Geschichte oder in die Handlung eingreifen

Peter: oder irgendwas da groß verändern.

Peter: Ich habe da einfach so das Gefühl, dass der, so wie du es jetzt gerade erzählt

Peter: hast, ist es im Prinzip so eine ähnliche Geschichte wie Good Will Hunting.

Peter: Du hast da jemanden, der irgendwie vom Establishment ausgeschlossen worden ist

Peter: und dann irgendwie um drei Ecken herum doch einen Förderer findet,

Peter: der ihm das alles ermöglicht, dass er da unter Anführungszeichen groß wird.

Peter: Weil der Matt Damon wird von Robin Williams entdeckt, der ja Hausmeister ist

Peter: und nix studiert hat, aber urgescheit ist.

Peter: Und der hilft ihm dann da durch diese ganze Sache hindurch, dass er halt ein,

Peter: ich weiß nicht mehr was, großer Mathematiker oder sowas wird.

Peter: Und da hast du jetzt auch so marginalisierte Personen, die dann in eine Institution

Peter: kommen, die ein bisschen weniger, naja, ein bisschen Widerstand liefert,

Peter: so Firmenwiderstand, so wie eine Universität halt, Widerstand leistet vielleicht,

Peter: wenn da Leute reinkommen, die sich für nicht qualifiziert halten.

Peter: Und dann hast du aber auch wieder so Mentorfiguren drinnen, die ihnen dann den

Peter: Wege ein bisschen ebnen.

Peter: Und ich glaube, was mir da einfach fehlt, ist, weil sie halt eben diesen echten

Peter: historischen Hintergrund hat, dass das Leben einfach orsch war für schwarze

Peter: Menschen in den USA, dass der Film uns nicht die Welt, also er verkauft mir,

Peter: eine Welt, die so nicht war.

Peter: Das heißt nicht in die Handlung eingreifen, das heißt einfach nur lassen.

Peter: So wie du sagst, die Szene mit dem, was im Fernsehen läuft, das ist ja in Ansätzen da.

Peter: Aber es ist doch ein sehr nostalgischer Blick auf die Zeit von damals.

Evi: Ja, aber wann zeigt mir ein Film die Welt so wie sie war? Es ist ja immer irgendwie

Evi: gefärbt und es hat immer irgendeine Art von Subjektivität.

Peter: Ja, das ist ja okay, aber in dem Film geht es ja um genau das.

Evi: Aber weißt du was, ich habe dann auch die Biografie von ihr gelesen,

Evi: von der Catherine Johnson.

Evi: Ich glaube, was nämlich aber schon ist, der ist, und das war auch in dem Buch,

Evi: hat man das nie gelesen, dass da nie irgendwie eine Art von Verdruss war oder

Evi: eine Art von, es war alles so Arsch oder irgendwie so.

Evi: Ich glaube, ich kriege da gleich ein explizit eine Kennzeichnung,

Evi: wenn wir da so weiterreden, sondern dass es ja dann schon noch darum geht,

Evi: okay, es ist jetzt vielleicht nicht schön, es ist nicht optimal,

Evi: aber vielleicht hast du auch trotzdem gute Zeiten, auch wenn es jetzt für dich

Evi: vielleicht jetzt nicht ganz so ist.

Evi: weiß ich nicht, von deinem Setting her so ist. Also ich finde das schon okay,

Evi: dass man das jetzt nicht so auf deprimiert macht, weil was werden die Alternative?

Evi: Weitwann der Musik oder sowas ist ja auch ein ganz anderer. Ich glaube,

Evi: dann wäre es ein deprimierter Film. Ich glaube, das würde mir nicht gefallen.

Peter: Ja, aber es war halt so. Ich weiß nicht, ich denke halt, man muss den Film,

Peter: also ich für mich muss den Film halt irgendwie dann, ach Gott,

Peter: mir fällt jetzt nur ein Beispiel ein, wahrscheinlich ist Mississippi Burning

Peter: näher an sowas dran als das zum Beispiel.

Evi: Ja, aber Mississippi Burning, das ist ein Film, den musste ich mir im Englischunterricht

Evi: anschauen, weil es genau darum ging.

Evi: Und das ist ja auch der Kuckucksklern und das alles. Und das ist ein Film,

Evi: der, ich glaube, dann werden wir das Thema dann auch zum Ende bringen,

Evi: das ist ein Film, der extrem

Evi: eindringlich ist, der sehr gut ist, aber das ist eben ein Film,

Evi: den schaue ich mir nicht zehnmal an und den schaue ich mir vor allem nicht dann

Evi: an, wenn ich gerade einen Motivationstief habe.

Evi: Und der inspiriert mich ja dann auch nicht. Und Hidden Figures inspiriert mich schon.

Peter: Weil dann hat er seinen Zweck erfüllt.

Evi: Naja, siehst du, finde ich auch. Man kann vielleicht eher darüber sprechen,

Evi: dass der Film so spät gekommen ist.

Evi: Also ich meine, Catherine Johnson, die hat das noch erlebt, ist 2020,

Evi: ist ja im Alter von 101 Jahren gestorben. Es ist ja auch ein NASA-Gebäude nach

Evi: ihr benannt mittlerweile, das Catherine G. Johnson Computational Research Facility.

Evi: Wenn man eine Kritik machen kann, finde ich dann, dass der Film so spät gekommen

Evi: ist. So 2016 kam der über diese Mathematikerinnen und finde ich,

Evi: die haben halt sehr spät diese Aufmerksamkeit erst erhalten,

Evi: die sie verdient hätten.

Peter: Ja, da gibt es ja so einige Fälle von Filmen oder Dingen, die zu spät gemacht

Peter: oder eingestanden worden sind.

Evi: Ich habe jetzt gerade überlegt, so talking about inspiration und inspirierende

Evi: Sachen. Hast du Oktober Sky gesehen?

Peter: Ich habe ihn vor tausend Jahren einmal gesehen. Späte 90er war das,

Peter: gell? Mit so einem ganz kleinen Jack Gyllenhaal.

Evi: Ja, richtig. Mit einem jungen Jack Gyllenhaal. Von 1999 ist er.

Evi: Er basiert auch auf einer autobiografischen Geschichte, auf einem Buch von einem,

Evi: NASA-Ingenieur, von Homer Hickham.

Evi: Habe ich das Buch auch gelesen, ist auch sehr empfehlenswert,

Evi: der Film auch sehr empfehlenswert.

Evi: Da geht es eben auch darum, dass eben der Hauptcharakter, der Homer.

Evi: Den der Jack Gyllenhaal spielt, an und für sich auch zu einer Zeit in einer

Evi: Gegend aufwächst, wo alle eigentlich bei ihm im Bergwerk arbeiten.

Evi: Also sein Vater ist auch da im Bergbau.

Evi: Und von ihm wird das auch erwartet und er sieht dann aber eben Sputnik,

Evi: du hast das vorhin schon angesprochen, also genau in der Zeit spielt dann der Film auch.

Evi: Ich glaube, Sputnik hat schon so die USA so ein bisschen in so eine Schockstarre

Evi: kurz mal versetzt, bevor sie dann ja angefangen haben mit ihrem Raumfahrtprogramm.

Evi: Und er ist davon so fasziniert, dass er dann beginnt, mit seinen Freunden selbst

Evi: Raketen zu bauen und dann ganz fasziniert und besessen ist von der Idee.

Evi: Also Werner von Braun ist auch sein ganz großes Vorbild.

Evi: Und er möchte dann eben auch für die NASA arbeiten.

Evi: Und da finde ich auch den Film und die Geschichte sehr inspirierend,

Evi: wenn es ihm darum geht, die Chancen sind eigentlich gegen dich.

Evi: oder der Weg, der für dich vorgegeben ist, ist eigentlich ein ganz anderer,

Evi: als du es dir vorstellst.

Evi: Und der hat auch sehr viel Widerstand natürlich. Also sein Vater ist überhaupt

Evi: nicht begeistert davon.

Evi: Und er hat dann aber auch Mentorinnen, also seine Chemielehrerin unterstützt

Evi: ihn, seine Mutter dann eben auch, dass er dann auch bei so einem Wettbewerb teilnehmen kann.

Evi: Und ich glaube, das sind eben diese Geschichten, die mir eben sehr gut gefallen.

Evi: Also wenn es da wirklich so um etwas Größeres vielleicht auch geht.

Evi: Also bei Oktober Sky geht es ja dann auch, es ist ja dann auch diese Space Race

Evi: und ähnlich auch wie bei Hidden Figures. und man aber trotzdem dann seinen Weg

Evi: auch geht. Ich glaube, das ist es, was mich dann immer so berührt bei diesen Geschichten.

Peter: Ja, da frage ich dich jetzt einfach einmal, weil wir haben ja schon drei,

Peter: vier Mal, wir haben Good Will Hunting, wir haben Oktober Sky und wir haben Hidden

Peter: Figures, wo überall irgendwie Mentoren auftauchen, die einem ein bisschen Sprünge helfen.

Peter: Wie ist denn das im echten Leben? Also du bist ja Universität,

Peter: Wissenschaft. Hast du auch das Glück, dass du Mentoren hast?

Peter: Oder bist du, nennen wir mal deine Studienkolleginnen, oder müssen sich die

Peter: alleine durchbeißen, weil es eben keine Mentoren gibt?

Evi: Ich habe momentan keine Mentoren. Nicht wirklich, fühle ich mich gerade nicht so.

Peter: Du siehst, du würdest da deinen eigenen Film nicht anschauen,

Peter: weil er zu niederschmetternd ist.

Evi: Na hey, du sagst gerade, dass mein Leben niederschmetternd ist.

Evi: Wir schneiden das hier raus.

Peter: Das geht ja gar nicht.

Evi: Also wir machen jetzt eine ganz kurze Pause. Ich muss ihn Peter wieder beruhigen.

Evi: Er wird gerade frech hier.

Evi: Also, ich habe Peter wieder beruhigen können.

Peter: Aua, das tut jetzt noch weh.

Evi: Du kannst das jetzt gar nicht so tun, weil ich habe am Anfang ja schon gesagt,

Evi: wir sitzen ja jetzt nicht mehr zusammen in einem Raum.

Peter: Ja, der psychologische Schmerz.

Evi: Okay, gut, ja. Ich war eigentlich gerade beim Mentoring-Programm,

Evi: das ich nicht erfahren habe. Ich weiß nicht, ich habe nie so einen klassischen,

Evi: Mentor oder Mentorin gehabt. Du?

Peter: Nein.

Evi: Gut, aber schau, deswegen sind unsere Leben auch nicht verviel.

Peter: Darum kann ich auch so wenig, mir hat nie mehr was beibragt.

Evi: Ja.

Peter: War schlimm.

Evi: Ich mache eine Dose Mitleid für dich auf.

Peter: Niederschmetternd.

Evi: Ach komm, nein. Wir brauchen jetzt was Positives. Kannst nicht immer so dramatisch

Evi: sein und niederschmetternd.

Evi: Glaubst du, dass Neil Armstrong ein guter Mentor war oder gewesen wäre? Erster Mann am Mond?

Peter: Ja, ich meine, ich sage jetzt einfach mal, naja, okay, was wird denn passiert

Peter: sein, nachdem er am Mond war?

Peter: Also zuerst die große Medientour und dann viele, viele Jahre und Jahrzehnte,

Peter: die Vortragstour und ein paar Bücher. Also ich bin sicher, dass er da den einen

Peter: oder anderen irgendwie zumindest so aus der Ferne zu irgendwas Positivem verleitet hat, hoffe ich mal.

Evi: Naja, aber das ist ja kein Mentoring. Mentoring ist ja, wenn er sich wirklich

Evi: um jemanden kümmert. Das andere ist ja nur, dass er halt, ich meine,

Evi: ich glaube schon, dass er sehr viele Menschen inspiriert hat.

Evi: Natürlich, also ich glaube generell, diese ganzen Astronauten.

Peter: Ja genau, so wie Star Trek Leute inspiriert hat, hat er vielleicht auch viele inspiriert.

Evi: Ja, das glaube ich schon.

Peter: Aber ich kann da jetzt niemandem sagen, der gesagt hat, oh, Neil Armstrong hat

Peter: mich gementort und deswegen bin ich auch Astronaut. Weiß ich nicht.

Evi: Vielleicht kennen wir die nicht. Das wissen wir da zu wenig.

Evi: Weißt du, was ich gerade erstaunlich finde, was mir jetzt gerade auffällt, wenn wir hier sprechen?

Evi: Und zwar, wir haben jetzt gerade über Hidden Figures ja gesprochen,

Evi: der ist ja von 2016, habe ich ja gerade gesagt. Und der Film Aufbruch zum Mond,

Evi: also First Man, wo eben Ryan Gosling, das hast du schon erwähnt,

Evi: Neil Armstrong spielt, der ist von 2018.

Evi: Das heißt, der ist sogar später rausgekommen und ich überlege jetzt gerade.

Evi: Gibt es eigentlich jetzt wirklich über die Apollo 11 Mission,

Evi: also sprich eben Neil Armstrong, Buzz Aldrin, Mike Collins, gibt es irgendwie

Evi: andere Filme davor? Ist das vorher nie verfilmt worden?

Evi: Oder ist mir da jetzt irgendwas irgendwie durchgerutscht?

Peter: Nein, also ich müsste jetzt lügen. Ich wüsste jetzt auch nicht was.

Peter: Also dass die Mondlandung an sich verfilmt worden ist, glaube ich gar nicht.

Evi: Nämlich so richtig in seinem Drama, also in seinem richtigen Film eben nicht,

Evi: gell? Also ich meine Dokumentationen und so jetzt mal.

Peter: Nein, nein.

Evi: Hast du einen Aufbruch zum Mond, hast du aber schon gesehen, oder?

Peter: Ja, ja, den kenne ich, den mag ich auch, weil das halt so schön anders ist.

Evi: Ist das ja dramatisch genug? Ist das genug an der Realität?

Peter: Naja, bei dem ist es wieder so, bei dem ist die Realität ja relativ egal,

Peter: weil es ja eine total, wie nennt man das, eine Introspektive von Neil Armstrong

Peter: ist, dass es aus seiner Perspektive erzählt und wie es ihm geht.

Peter: Und wie er sich eigentlich, je näher diese Mission kommt, immer mehr von der

Peter: Welt isoliert. und wie es ihm geht mit dem Stress und all dem,

Peter: was mit der Mission verbunden ist.

Peter: Das heißt, es ist eine total persönliche Geschichte, finde ich.

Peter: Während er sowas wie Hidden Figures oder wir kommen ja dann gleich eh zu dem

Peter: anderen Film, Apollo 13, da geht die Kamera einen Schritt zurück und zeigt uns das Big Picture.

Peter: Also wahnsinnig viele Figuren und es wird eine Institution gezeigt,

Peter: eine große Mission und das mit dem neuen Gosling ist nur eine kleine persönliche Geschichte.

Peter: Es ist auch historisch und es ist auch wichtig, dass das halbwegs akkurat ist,

Peter: aber was weiß irgendwer, was im Kopf von Neil Armstrong vorgegangen ist.

Evi: Also du meinst, da ist mehr Raum für Subjektives, für vielleicht auch Fiction?

Peter: Ja genau, weil er kann ja, weil das aus seiner Perspektive oder aus der Perspektive

Peter: des Protagonisten erzählt ist,

Peter: muss das nicht immer der Realität entsprechen, weil der hat es halt so wahrgenommen,

Peter: wie es ihm vorgekommen ist.

Evi: Wobei ich glaube, es basiert auf einem Buch. Mir hat der Film tatsächlich im

Evi: Kino sehr gut gefallen, da fand ich ihn sehr eindringlich.

Evi: Ich finde ihn tatsächlich jetzt aber irgendwie so, mir den Daheim auf der Couch

Evi: nochmal anzusehen, finde ich ihn wahnsinnig lang und finde ihn akustisch auch irgendwie so komisch.

Evi: Also ich finde ihn teilweise voll nervig, weil er da irgendwie so komisches

Evi: Dröhnen oder Hämmern irgendwie hat, was mir vielleicht im Kino sogar gefallen

Evi: hat, was ich dann daheim eher nervig finde.

Evi: Ich finde richtig spannend, wie er dann so in den letzten 40 Minuten,

Evi: wo sie ja dann zum Mond fliegen, da finde ich die Aufnahme sehr schön.

Peter: Das ist ja eh schön lang.

Evi: Naja, man muss sich da fast eineinhalb Stunden mal durcharbeiten.

Evi: Und da gefallen mir die Aufnahmen sehr gut. Also das finde ich sehr gut umgesetzt.

Evi: Aber dann gleichzeitig, ich meine, ja gut, das ist halt so diese Innenperspektive,

Evi: aber zum Beispiel, wo er dann wirklich rausgeht und dann den ersten Schritt

Evi: macht und dann sagt er dann auch sein Sprüchlein, Und es sagt so dann irgendwie

Evi: der Buzz Aldrin, dass er jetzt auch kommt,

Evi: aber den sieht man dann irgendwie nicht.

Evi: Also es ist dann irgendwie so, er ist da so gefühlt alleine am Mond.

Evi: Und dann hat er da so diesen Flashback, wo er dann halt irgendwie an seine Familie

Evi: denkt, an seine Frau, an sein Kind, das ja gestorben ist. Und dann lässt er

Evi: ja dieses Armband oder sowas da ja in diese Dunkelheit dann,

Evi: also wirft er da ja dann runter.

Evi: Und da habe ich mir gedacht, das hat mich total rausgeworfen,

Evi: dass dann halt dann auf einmal jetzt wieder dieser Flashback da ist.

Evi: und weiß auch nicht, habe ich dann irgendwie wieder seltsam gefunden.

Evi: Und dann habe ich mich gefragt, stell dir vor, du bist wirklich der erste Mensch

Evi: am Mond, du bist gerade auf einem fremden Planeten und setzt da jetzt deinen

Evi: Fuß hin und ich weiß gerade nicht, was ich da für Gefühle hätte,

Evi: was mir da durch den Kopf gehen würde.

Evi: Ich weiß nicht, ob ich zwischen Panik und Freude wäre.

Evi: So, wow, ich bin uhr weit weg von der Erde. Ich bin im Weltall, wow.

Evi: Oder so, wow, voll cool, yeah. Ich weiß es nicht, aber ich weiß nicht,

Evi: ob ich da dann irgendwie so, keine Ahnung, das habe ich dann wieder so filmdramatisch überzogen.

Peter: Naja, es wird wahrscheinlich beides sein. Vor ewig war ich mal auf einer Tauchsafari

Peter: und da ist mal so abends am Boot, bin ich halt vorne am Bug gestanden.

Peter: Tauchsafari ist, da bist du halt so Woche oder zwei auf dem Boot unterwegs und

Peter: fährst halt von einem Riff zum anderen und gehst da tauchen.

Peter: Und ich stehe dann da irgendwann so am Bug und schaue aufs Meer raus und wir

Peter: sind mitten am Meer und habe mir gedacht, boah, das ist vielleicht jetzt gerade

Peter: eine Stelle, wo vorher noch nie wer war.

Peter: Weil an der Stelle war vielleicht, brauchst du nur einen Meter daneben vorbeifahren

Peter: und da war vielleicht wer, aber da, wo ich stehe, da war noch keiner.

Peter: Genau, die 30 Zentimeter gehören mir. Das ist so, auf der Erde ist der Ozean

Peter: so der einzige Ort, wo du vielleicht noch die Chance hast, dass du stehst,

Peter: wo vorher noch keiner gestanden ist. Und das ist am Mond oder irgendwo anders

Peter: im Weltall wahrscheinlich noch viel, viel ärgerer, das Gefühl. Das war schon cool.

Peter: Aber natürlich hast du auch tausend Ängste wahrscheinlich. Man kann ja tausend

Peter: Sachen schiefgehen und sind ja tausend Sachen schiefgegangen bei den Sachen,

Peter: die man vorher probiert hat. Aber ich glaube, Daniel Armstrong und keiner von

Peter: denen wäre dort oben, wenn er mit diesen Ängsten nicht umgehen hätte können.

Evi: Also, ja, also ich glaube jetzt nicht, dass er kurz vor einer Panikattacke wäre,

Evi: das wäre wahrscheinlich, wie gesagt, wenn ich plötzlich der Mond wäre.

Peter: Also ich sehe das Bild gerade so vor mir, wo man dich kreischend und schreiend

Peter: versucht, in die Rakete hinein zu zwingen.

Evi: Ja, nein, ich weiß nicht, ich würde dich so eh auch cool finden,

Evi: weil es nur so im Moment so ein Uah, und dann, naja, weiß nicht,

Evi: dann würde ich es vielleicht eh voll cool finden und würde rumhüpfen und sagen.

Peter: Yeah. Das habe ich übrigens, über den Film werden wir vielleicht ja im nächsten

Peter: Podcast mal sprechen, in der Astronaut.

Evi: Mhm, ja.

Peter: Weil er halt auch so ein unfreiwilliger Astronaut war. Ja, herrlich.

Peter: Das habe ich da sehr lustig gefunden für den Film.

Evi: Ja, ja.

Peter: Sie haben das da sehr galant gelöst.

Evi: Ja, ich finde das ja spannend.

Peter: Den Weg in die Rakete.

Evi: Ja, dass ja der Ryan Gosling einerseits den souveränen, coolen und kühlen Neil

Evi: Armstrong spielt und dann ja in der Astronaut, ja eben, wie du sagst,

Evi: den unfreiwilligen Astronauten, den Anti-Helden eigentlich.

Evi: Also es ist spannend, weil Neil Armstrong ja doch der Held eigentlich fast per

Evi: se ist. ist ja fast wirklich schon so ein Stereotyp von Held ein bisschen.

Evi: Und der Charakter bei der Astronaut, der ist ja wirklich der Anti-Held eigentlich,

Evi: der so ein bisschen den zu seinem eigenen Helden wird. Aber ich würde sagen,

Evi: das heben wir uns wirklich fürs nächste Mal auf.

Peter: Das heben wir uns auf.

Evi: Ja. Ich glaube, wir werden noch über mehrere Filme dann sprechen,

Evi: die im Weltall stattfinden, oder wo wir vielleicht über interstellare Reisen

Evi: sprechen werden. Jetzt reisen wir ja nur bis zum Mond.

Evi: Oder eben nicht, wie die Crew von Apollo 13 werfe ich jetzt mal in den Topf oder in den Ring.

Peter: Ja, reden wir mal über, nach all den Mondfilmern, über einen beinahe Mondfilm.

Evi: Übrigens, apropos, das ist nämlich auch jetzt ein guter Schwung von einem Film

Evi: zum anderen, beziehungsweise von der einen Mondmission zu der anderen,

Evi: weil nämlich der Ersatzmann für Neil Armstrong wäre ja gewesen Jim Lowell.

Evi: Und Jim Lowell ist ja der Kommandant von Apollo 13. Richtig,

Evi: von Apollo 13. Also das finde ich ja halt auch so.

Evi: der hat so viele Hättemoments haben können, also hatte er, wo er fast am Mond gewesen wäre.

Evi: Ja, eben, deswegen finde ich es auch spannend, Apollo 13 mit Tom Hange,

Evi: also als Jim Lowell, 1995.

Evi: Also wir haben da hier in den 90ern einen Film über eine Apollo-Mission,

Evi: Mondmission, die es nicht bis zum Mond geschafft hat und der dann erst 2018

Evi: den Film über die Mondmission.

Evi: Finde ich ganz spannend, dass

Evi: da über Apollo 11 dann eben erst so viel später der Film gemacht wurde.

Peter: Ja, jetzt hast du auch gerade erklärt, warum es über die Mondlandung keinen

Peter: Film gibt und über das schon. Die Mondlandung ist gut gegangen. Da gibt es kein Drama.

Peter: Ja, die Titanic ist auch nur verfilmt worden, weil es untergegangen ist.

Peter: Wenn die normal rübergefahren wäre, gäbe es da halt keinen Film drüber.

Evi: Ja, vielleicht. Stimmt, ja.

Peter: Und Apollo 13 war so, okay, es ist alles kaputt, aber wir haben dann doch alles

Peter: repariert. Also er hat ein vorhersehbares Happy End. Ich glaube,

Peter: das ist auch der bekannteste von all diesen Mondfilmen.

Evi: Ja, das ist, glaube ich, ich weiß nicht, ob es Tom Hanks geschuldet ist.

Peter: Ich glaube, es ist sehr viel Tom Hanks. Die anderen kennt man auch alle,

Peter: weil der Bill Paxton war, glaube ich, drinnen und der Gary Sinise,

Peter: weil der hat ja mit dem Tom Hanks dann in der Zeit auch Forrest Gump gemacht.

Peter: Und der Tom Hanks, ja klar, den hat jeder gekannt. Und dann war es natürlich

Peter: ein Film, ich glaube, der Robert Zemeck ist halt Regie gemacht.

Peter: Oder war es der Ron Howard?

Peter: Ron Howard war es, ja. Der Ron Howard war es, ja.

Evi: Kevin Bacon spielt auch mit.

Peter: Bespricht ja den anderen Astronauten. Ja, genau. Ist auch schon eine Weile her,

Peter: seitdem ich den das letzte Mal gesehen habe. Aber das ist ein klassischer,

Peter: nicht blöder Sommer-Blockbuster, der von vorn bis hinten unterhaltsam ist und

Peter: spannend ist. Ist ein guter Film.

Evi: Ja, also ich muss ja gestehen, ich habe ihn erst vor kurzem zum ersten Mal gesehen.

Evi: Also das ist so einer von diesen Filmen, den ja alle gesehen haben und gefühlt,

Evi: du bist der Einzige, der ihn nicht gesehen hat. Und irgendwann traut man sich

Evi: dann gar nicht mehr zu sagen, dass man den noch nie gesehen hat.

Evi: Deswegen habe ich ihn jetzt mal vor kurzem erst angesehen. Und dann habe ich

Evi: mir gedacht, ja, guter Film kann man sich auch heute noch ansehen.

Evi: Das ist jetzt gerade oft so bei diesen 90er-Jahren-Filmen, da weiß man ja nie,

Evi: wenn die dann zu actionlastig blöd irgendwie werden, dann fallen die schnell mal aus der Zeit.

Evi: Apollo 13 fand ich wirklich sehr gut und sehr spannend auch gemacht und hat mir ganz gut gefallen.

Evi: Also auch diese Simulationen, wo es ja dann darum geht, okay gut,

Evi: wie können wir sie jetzt zurückholen?

Evi: und dann ist er, weil es der Astronaut, der ja eigentlich fliegen hätte sollen,

Evi: ist er dann, also die sind ja ausgetauscht worden, also die zwei Crewmitglieder.

Evi: Und der eine hilft ihnen dann eben, weil er sich total gut auskennt mit den

Evi: Gerätschaften und macht dann Simulationen.

Evi: Und das fand ich halt wirklich spannend, das einfach auch zu sehen,

Evi: okay, wie tüftelt man auch an einem Problem?

Evi: Und dann gibt es diese eine Szene, wo sie ja dann auch,

Evi: ganz viel Klump auf den Tisch hauen und dann der eine zu den Leuten sagt,

Evi: okay, das haben die an Bord, wir müssen jetzt, weil dann mussten sie diesen

Evi: CO2, dieses Ding da irgendwie, das war ja kaputt, das mussten sie ja reparieren.

Evi: Wir müssen quasi jetzt das, wie heißt das, das Runde ins Ecke geht,

Evi: das Ecke geht ins Runde und umgekehrt irgendwie, dass das passt.

Evi: und wir haben nur diese Teile zur Verfügung, macht's was. Und das fand ich dann

Evi: schon sehr gut auch dargestellt.

Peter: Ja, das war quasi so der Vorläuferfilm vom Marciana.

Evi: Ja, richtig, ja.

Peter: Wenn du den so betrachten willst. Der ist ja total pro Wissenschaft und pro

Peter: Technik und Ingenieur und Probleme lösen unter großem Druck.

Peter: Das macht der Film ja super. Und das ist das Gleiche wie im Marciana und von

Peter: dem lebt der Film ja total.

Peter: Wir haben allein ein Problem, die Uhr tickt. Und wir versuchen das jetzt mit

Peter: Hirn und Verstand irgendwie zu lösen und nicht mit Waffen.

Evi: Das stimmt, ja.

Peter: Also ja, grundsätzlich mag ich das an so einem Film, weil das halt so ein wissenschaftsfreundlicher

Peter: Film auch unter dem Strich ist.

Evi: Ja, das stimmt, ja. Also einerseits sind das natürlich, ja, so Wissenschaft ist die Lösung.

Evi: Und aber eben auch so dieses, wir arbeiten gemeinsam an einem Problem.

Evi: Und ich glaube, das ist eben auch das, das hast du anfangs schon angedeutet,

Evi: dass es ja eben so dieses, die Menschheit macht den nächsten Schritt,

Evi: wir reisen gemeinsam ins All, zum Mond, ja.

Evi: Und das ist etwas, was mich immer sehr berührt, wo wir alle an einem Strang

Evi: ziehen, um ein Ziel zu erreichen.

Evi: Und ich meine, gut, beim Space Race, da war es halt USA gegen UdSSR war es ja damals noch.

Evi: Aber es ist dann trotzdem irgendwie so, man arbeitet zusammen an etwas.

Evi: Und eben natürlich hat man es bei For All Mankind, weiß ich nicht,

Evi: ob es da vielleicht ein bisschen mehr ist, dass man häufig mal als Menschheit

Evi: zusammen an etwas arbeitet.

Evi: wo halt eben all diese Sachen eigentlich aufgelöst werden. Also ich finde das

Evi: nämlich auch schön eigentlich für die Zukunft.

Evi: Also wir sollten jetzt nicht ein Space Race haben, weil wir schneller und besser

Evi: sein wollen als irgendwer anderer, sondern weil wir zusammen als Menschheit

Evi: etwas erreichen wollen, uns weiterentwickeln wollen, den nächsten Schritt machen wollen.

Peter: Ja.

Evi: Ich weiß, das ist cheesy, gell?

Peter: Das ist super cheesy.

Evi: Aber es ist schön, ich mag das total.

Peter: Wer kooperiert denn gerade mit irgendwem? Irgendwie, ja, die reden ja gerade

Peter: das auf der ISS noch miteinander plaudern.

Evi: Ja, aber genau, das soll doch Science Fiction auch können, oder?

Evi: Also wo es ja nicht darum geht, dass du halt Wissenschaft voranbringst,

Evi: sondern auch die Menschheit, ja, und gerade dir als Geschichtenschreiber müsste das doch gefallen.

Peter: Ich finde das super, weil es so eine Fantasy-Geschichte ist,

Peter: die es in der Wirklichkeit gar nicht gibt.

Evi: Ach, du bist halt wieder mal niederschmetternd.

Peter: Weil ich traue mich wetten, dass die Mars-Mission keine Menschheitsoperation

Peter: wird, sondern irgendwelche fünf Nationen tun sich zusammen, um gegen andere

Peter: fünf Nationen irgendwas zu unternehmen, weil sie nicht wollen, dass die Erste sind.

Evi: Ich glaube, es geht.

Peter: Vielleicht geht es da gar nicht darum, wir wollen die Ersten sein,

Peter: sondern wir wollen einfach nicht, dass die anderen die Ersten sind.

Peter: Das würde viel besser zu uns passen, glaube ich.

Evi: Wahrscheinlich, ja.

Peter: Aber ja, natürlich ist das so der Traum, dass es eine Menschheit gibt,

Peter: die andere Orte besucht und nachdem sie diese Orte besucht hat,

Peter: den Müll wieder aufräumt und

Peter: diese Orte nicht kolonisiert, so wie wir es normalerweise immer machen.

Peter: Das wäre schon ganz schön, aber es wird halt nie passieren.

Evi: Ach, ich möchte jetzt schon ein bisschen...

Peter: Habe ich dein Leben schon wieder zerstört?

Evi: Nein, soweit nicht, aber ich möchte die Folge zumindest ein bisschen erhebender abschließen.

Evi: Jetzt habe ich gerade versucht, so einen schönen Abschluss zu machen.

Peter: Also sind wir schon am Ende. Ich habe noch einen, den besten Mondfilm...

Peter: Nein, das ist nicht der beste Mondfilm, aber Zeitmas ist der Film,

Peter: der uns den Mond am nähesten bringt als alle anderen Filme.

Evi: Jetzt bin ich aber gespannt. Vor allem, in welcher Hinsicht bringt er uns näher? Meinst du Moonfall?

Peter: Nein. Ja, genau, natürlich rede ich von Moonfall. Von was denn sonst?

Evi: Wortwärtlich bringt er uns den Mond näher.

Peter: Ja, genau so habe ich es gemeint.

Peter: Du hast das gleich beim ersten Mal erraten. Ja, genau. Da ist Moonfall nicht grandios.

Peter: Nein, da reden wir jetzt nicht drüber. Wir sind eh schon ab 18.

Peter: Also der Moonfall ist so ein Haufen Scheiße. Aber ich gehe da trotzdem gerne

Peter: rein in die Filme von Emmerich.

Evi: Ach Gott, du schon wieder. Nein, gar nicht.

Peter: Ist das nicht großartig, wie der Mond quasi die Nadelbäume von den Bergen runterschleift?

Evi: Nein, ich mag lieber über Astronauten sprechen, die zum Mond fliegen.

Evi: Nicht, dass der Mond zu uns fliegt oder auf uns drauf fliegt.

Peter: Das ist doch schön, wenn der Mond mal bei uns vorbeischaut.

Evi: Ja, genau. Der eigentlich ein Alien-Base ist.

Peter: Und was wir überhaupt noch nicht besprochen haben, ist, dass der Mond auch in

Peter: Horrorfilmen eine große Rolle spielt. Mit Werwölfen und so.

Evi: Achso, ja, aber das passt nicht so zu mir, weil wir reden ja vom Aufbruch zum

Evi: Mond und nicht über die Wirkung des Mondes.

Peter: Ja, vielleicht gibt es irgendwann mal einen Film, das ist Apollo 666,

Peter: die Werwölfe auf dem Weg zum Mond.

Peter: Dann ist Tom Hanks ein Werwolf und keiner weiß es.

Evi: Ich glaube, wir machen wieder eine Werbepause oder wir hören dann auf.

Peter: Das ist also wie Werwolves on a rocket.

Evi: Ach nein, du triffst es ab.

Peter: Statt Snakes on a plane.

Evi: Ja, genau. Ja, ich wollte jetzt sagen, wir kommen jetzt aber auch schon langsam zum Ende.

Evi: Und ich versuche es noch einmal. Ja genau, wir machen das jetzt so,

Evi: wir machen noch nette Filmempfehlungen, die man sich anschauen kann und dann

Evi: fühlt man sich nachher besser als vorher.

Evi: Ich hätte zwei Filme, die ich dann auch empfehlen, die mit Moon zu tun haben. Soll ich anfangen?

Peter: Ja, dann schieß los. Ich überlege nämlich gerade, welchen Film ich empfehlen

Peter: kann. Mir fällt noch keiner ein.

Evi: Achso, ja gut, dann überlegst du und dann lege ich mal los und zwar...

Peter: Doch, ich hab's.

Evi: Nein, jetzt bin aber ich dran. Jetzt musst du warten. Ja, richtig.

Evi: Und zwar der erste ist Wallace & Gromit, Alles Käse.

Evi: Also das ist für die, die wenig Zeit haben, ist ein Kurzfilm,

Evi: Stop-Motion-Animationsfilm, Plastilienfiguren, Wallace & Gromit,

Evi: glaube ich, ist bekannt, von 1989 und den finde ich wirklich sehr nett.

Evi: Also es ist zwar, wissenschaftlich ist er nicht sehr akkurat,

Evi: das muss ich auch gleich dazu sagen, aber es ist ein sehr netter Film, wo eben

Evi: Wallace und Gromit sich eine Rakete bauen und zum Mond fliegen,

Evi: weil der aus Käse besteht, wie wir alle wissen und treffen dort auf einen netten,

Evi: ja, was ist das, ein Automat, eine Maschine, die dort mehr oder weniger lebt.

Evi: Der, finde ich, ist ein ganz, ganz netter Film, den man sich anschauen kann.

Evi: Und dann habe ich noch einen, auch einen Animationsfilm, aber nicht mit Plastilinfiguren,

Evi: sondern normaler Animationsfilm.

Evi: Und zwar einen spanischen von 2016. Und zwar heißt der Capture the Flag,

Evi: beziehungsweise im Deutschen Einmal Mond und Zurück.

Evi: Und den finde ich auch sehr nett. Eigentlich ist es eine Astronautenfamilie.

Evi: Die Hauptfigur ist ein zwölfjähriger Bub. Sein Vater ist Astronaut und sein

Evi: Opa auch. und der Opa lebt in seinem Astronauten-Altersheim,

Evi: was ich ganz lustig finde.

Evi: Da gibt es übrigens auch einen Milliardär, der auch meint, dass die Mondlandung

Evi: fake ist und er fliegt jetzt drauf zum Mond, wird der erste Mensch am Mond und

Evi: dann kann er sich auch die ganzen Ressourcen dort, ja, können quasi ihm,

Evi: kann er alles schnappen.

Evi: Und ja, es gibt dann natürlich diverseste Verwicklungen und der Junge.

Evi: Landet dann mit einer Freundin und einem Freund in einer Mondrakete mit dem

Evi: Opa und die fliegen dann zum Mond und müssen dann natürlich diesen Milliardär

Evi: austricksen und an seinen bösen Machenschaften dann hindern.

Evi: Das ist wirklich sehr nett. Ich glaube, den schaue ich mir jetzt dann an, wenn wir fertig sind.

Peter: Habe ich dich so tief runtergeholt?

Evi: Nein, gar nichts. Der braucht schon mehr.

Peter: Na gut, dann ich habe auch zwei Empfehlungen.

Evi: Zwei gleich? Hoi!

Peter: Naja, das erste ist nicht wirklich eine Empfehlung. Hat auch nicht wirklich

Peter: was mit dem Mond zu tun. Aber da Sputnik das alles ausgelöst hat.

Peter: Sputnik ist ein russischer Film.

Evi: Okay. Und da geht es um...

Peter: Das ist ein Film, der geht da rein, da raus. Und ich glaube,

Peter: Sputnik kommt zurück auf die Erde und natürlich hat Sputnik was mitgebracht.

Evi: Ach so, das ist...

Peter: Und dann wird es ein Horrorfilm.

Evi: Ach, ich habe es befürchtet.

Peter: Also ein schlechter Film, aber kann man sich anschauen, war ganz unterhaltsam.

Peter: Die eineinhalb Stunden sind nach 90 Minuten vorbei, also ist sehr kurz.

Peter: Mehr kann ich zu dem Film gar nicht sagen, weil es gibt auch nicht mehr zum Sagen darüber.

Peter: Und der andere Film ist vermutlich wirklich der beste Mondfilm, den es je gegeben hat.

Evi: Schon wieder? Jetzt hast du wieder immer diese Ankündigungen.

Evi: Ne, ich sage jetzt gar nichts mehr.

Peter: Ja, es ist wirklich Moon.

Evi: Ach so, ja, der.

Peter: Ja, Moon vom Sohn von David Bowie, vom Duncan Jones.

Peter: Und Moon ist großartig. Es ist natürlich ein existenziell sehr niederschmetternder

Peter: und deprimierender Film.

Evi: Ich wollte gerade sagen, Sam Rockwell, oder, ist da die Hauptrolle?

Peter: Ja, genau.

Evi: Du musst vielleicht schon kurz sagen, worum es geht, für die,

Evi: die den Film nicht gesehen haben.

Peter: Okay, ich versuche es mal kurz zu erklären. Sam Rockwell.

Evi: Aber spoilerfrei, gell?

Peter: Ja, ja, ich mache es ganz spoilerfrei. Sam Rockwell ist quasi ein Minen-,

Peter: also ein Bergbauunternehmen-Eingestellter, der alleine eine Basis auf den Mond

Peter: bewirtschaftet, betreut.

Peter: Währenddessen draußen auf dem Mond so großartige, große Mähdrescher-artige Maschinen,

Peter: wie heißt das, Regulier oder Heliumwasserstoff, was auch immer,

Peter: die bauen am Mond Rohstoffe ab und das ist alles maschinell.

Peter: Und der Sam Rockwell ist halt der Hausmeister da oben.

Peter: Der kommt dann darauf, dass die Sachen dort oben doch nicht so laufen,

Peter: wie er sie glaubt und dann entwickelt sich eins zum anderen und das wird eine

Peter: große existenzielle Krise für Sam Rockwell.

Peter: Mehr kann ich nicht sagen, weil das muss ich alles verraten.

Evi: Aber ich muss auch wieder sagen dazu, ja, ist auch ein sehr guter Film,

Evi: aber das ist eben auch so ein Film, den ich mir jetzt nicht so oft anschaue.

Evi: Also ich habe ihn mir nur einmal angeschaut und es gibt ein paar...

Peter: Aber der ist doch gerade wegen Sam Rockwell, weil er so am Abend tritt und verzweifelt

Peter: ist und alles ist das gerade so wunderbar.

Evi: Ja, okay, ich mache jetzt eine kurze Spoiler-Warnung. Also für alle,

Evi: die sich noch ansehen wollen und nicht gespoilert werden wollen, die hören jetzt weg.

Evi: Mich macht das voll fertig, diesen Verfall von Sam Rockwell anzusehen.

Evi: Das geht überhaupt nicht.

Peter: Ich fühle das wahnsinnig lustig.

Evi: Nein, das macht mich fertig.

Peter: Weil er nämlich so eine geigenhumorige, ich packe das alles nicht,

Peter: Einstellung zu dem ganzen Ort. Ich finde das großartig.

Evi: Ich schaue mir einmal Mond und zurück jetzt an. Ich gehe zu meinem Animationsfilm,

Evi: zu meinem Spanischen und zum Astronauten-Opi.

Peter: Ja, ich schaue mir jetzt später irgendeinen Horrorfilm an.

Evi: Und das nächste Mal sprechen wir dann über den Astronauten und weitere Filme.

Evi: Ich glaube, da werden wir uns dann immer anschauen.

Evi: So generell, der Mensch im All, interstellare Reisen. Das finde ich spannend.

Peter: Ah ja, stimmt. Da können wir dann neben dem Astronauten, der ja eigentlich sehr

Peter: gut ist, auch über grandiose Meisterwerke wie Event Horizon sprechen.

Evi: Ja, zum Beispiel. Aber nur kurz, weil über den haben wir ja schon mal gesprochen.

Peter: Ja, stimmt.

Evi: Ja, richtig. Aber da können wir dann, also ich würde sagen, da sprechen wir

Evi: dann generell so eben über Raumfahrten, diverse interstellare Reisen.

Evi: Da können wir auch Alien zum Beispiel wieder aufgreifen.

Peter: Über den haben wir noch nie geredet, gell?

Evi: Oh ja, der ist schon immer wieder auch vorgekommen. Weil du verbraucht bist.

Evi: Das hätten wir ja gar nicht geschafft, an neuen Folgen nicht irgendwann über

Evi: Alien zu sprechen. Aber für heute hören wir jetzt mal auf.

Evi: Sagen Danke. Danke fürs Zuhören. Ich hoffe, ihr hattet auch so viel Spaß wie

Evi: wir. Auch weil ich diesmal Peter öfters beruhigen musste.

Evi: Das habe ich vorher nie machen müssen. Das ist so jetzt, wo wir nicht mehr in einem Raum sitzen.

Evi: Auf einmal geht es voll ab mit dir, oder?

Peter: Dein Respekt geht eben einfach nur bis über den Tisch drüber.

Peter: Jetzt fühle ich mich in Sicherheit.

Evi: Jetzt wird er schon wieder frech. Gut, wir hören hier auf. Wenn ihr Kommentare

Evi: habt, natürlich vielleicht auch Film-Inspirationen für uns.

Evi: Ich bin mir sicher, wir haben wieder ganz viele Filme vergessen zu erwähnen.

Evi: Dann könnt ihr uns das natürlich gerne schreiben. Und zwar könnt ihr uns eine

Evi: E-Mail schicken an kontakt.kosmoglatte.at.

Evi: Ihr könnt natürlich auch gerne einen Kommentar auf unserer Seite kosmoglatte.at

Evi: hinterlassen oder auf Spotify. Da kann man ja auch kommentieren.

Evi: Oder auf Instagram, da sind wir ja auch, kosmoglatter.podcast.

Evi: Ja, und ansonsten, wenn ihr euch bei uns bedanken wollt, dann wisst ihr,

Evi: freuen wir uns immer ganz sehr, ganz besonders über kleine Spenden von euch.

Evi: Und zwar könnt ihr das gerne über PayPal machen oder auch über Asteady oder

Evi: Patreon in Form eines Abos.

Evi: Da könnt ihr euch regelmäßig, monatlich, erkenntlich zeigen,

Evi: indem ihr dort ein Abo abschließt.

Evi: Und zudem habt ihr dort auch die Möglichkeit, eine werbefreie Version des Podcasts

Evi: zu hören. Ansonsten bleibt mir noch zu sagen Danke. Danke, Peter,

Evi: auch, dass du dir wieder mal die Zeit genommen hast, meinen Optimismus niederzuprechen,

Evi: schmettern oder den Versuch. Aber du schaffst es nicht.

Peter: Ach, ist das Leben nicht schön.

Evi: Ja, schon, gell?

Peter: Ja, weil es ein Ende hat.

Evi: Aber nur die Wurst wird zwei. Okay, gut, es wird nicht besser hier.

Evi: Bis zum nächsten Podcast. Ja, genau. Tschüss.

Peter: Okay, auf Wiederschauen.

Peter: Ja, aber das Publikum braucht ein Drama. Wir müssen verschieden sein, weißt du?

Evi: Ach so, du meinst, das macht es aus, oder wie, dass du mich dann immer wieder runterschmettest?

Peter: Nein, das ist so wie das Modell und der Schnüffler.

Evi: Nein, ich weiß nicht. Können Sie die schönen und das Biest?

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