CL091 Urlaub unter zwei Sonnen (mit Aussicht auf Gasriesen)
Shownotes
Cosmic Latte macht Sommerurlaub. Wir suchen uns die besten Orte im Universum, um unsere Ferien zu verbringen. Dieses Mal sind wir auf Kepler-16b, dem Planeten mit zwei Sonnen, auf dem es trotzdem kalt ist und Luke Skywalker eher nicht wohnen würde.
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Urlaub unter zwei Sonnen
Evi war im NASA Reisebüro und hat sich dort einen Urlaub bei Kepler-16b gebucht. Das war der erste zirkumbinäre Planet, den wir entdeckt haben, also der erste Planet, der zwei Sterne auf einmal umkreist. Dort ist es allerdings nicht so heiß wie auf Tatooine, dem Wüstenplanet aus Star Wars. Ganz im Gegenteil: Es ist eiskalt dort und der Planet selbst hat nicht mal eine feste Oberfläche. Aber, wie eine Studie der Uni Texas gezeigt hat: Dort könnte es zumindest einen habitablen Mond geben. Vergesst aber eure Handschuhe und die lange Unterwäsche nicht!
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Transkript anzeigen
Evi: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosme Glatte mit mir
Evi: Eva und wieder dabei Jana. Hallo.
Jana: Hallo, grüß dich. Ja, wir sind wieder zu euch geschaltet, sozusagen mitten in
Jana: der Urlaubszeit, mitten im Sommer.
Jana: Und wie letztes Mal, als ich mein Reiseziel vorgestellt habe,
Jana: erwartet uns heute ein weiteres extraterrestrisches Reiseziel.
Jana: Wir schreiben euch ja diesmal Postkarten nicht von der Erde,
Jana: sondern von anderen Orten. Ich wollte gerade sagen Planeten,
Jana: aber es sind ja vielleicht nicht nur Planeten. Wir werden sehen. Aus dem Universum.
Jana: Und Eva, du hast uns heute sicherlich auch wieder irgendwas sehr,
Jana: sehr Spannendes mitgebracht. Nachdem ich ja letztes Mal über so einen Wasser-Meeres-Urlaub
Jana: gesprochen habe, bin ich jetzt sehr gespannt, wo die Reise heute hingeht bei dir.
Evi: Wir erkunden diesen Sommer ja ferne Welten, fremde Welten. Wie du mich kennst,
Evi: war ich dann natürlich einerseits inspiriert von all diesen coolen Science-Fiction-Filmen,
Evi: wo man immer zu ganz tollen Planeten reist.
Evi: und gleichzeitig habe ich mich dann natürlich nicht entscheiden können,
Evi: was man denn so alles überhaupt bereisen kann und was macht man,
Evi: wenn man einen Urlaub bucht, man geht ins Reisebüro und.
Evi: Und in dem Fall bin ich ins NASA-Exoplaneten-Reisebüro gefahren und habe mich da mal beraten lassen.
Evi: Ich finde das ganz toll. Es gibt nämlich wirklich eine sehr coole Seite von
Evi: der NASA, wo es sieben Urlaubsdestinationen gibt zu Exoplaneten,
Evi: die man sich da ansehen kann.
Evi: Also es sind ganz viele tolle fremde Welten dort. Das war dann eigentlich eine
Evi: Entscheidung, die mir sehr schnell, sehr leicht gefallen ist.
Evi: Denn diesen Planeten, zu dem wir jetzt gleich reisen werden,
Evi: den hat man tatsächlich im Film schon mal unter Anfangszeichen gesehen.
Evi: Du hast ja auch in deiner Sommerfolge letztes Mal ja schon darüber gesprochen,
Evi: dass ja alles so ein bisschen unter Vorbehalt ist, was diese Exoplaneten betrifft.
Evi: Das gilt jetzt für meinen genauso. Also er hatte diesen schönen schmucken Namen Kepler 16b.
Evi: Der kommt einerseits in dem Film vor In the Blink of an Alm.
Evi: Da reisen sie nämlich tatsächlich dorthin. Ach, den kenne ich gar nicht.
Evi: Ja, der ist jetzt ganz neu rausgekommen. Sehr empfehlenswert.
Evi: Sehr interessanter Film. Da reisen sie nun dorthin. Warum es da ein bisschen
Evi: ein paar Probleme geben könnte, auf das komme ich dann eh noch zu sprechen,
Evi: weil man nicht so einfach auf jedem Planeten auf 16b landen kann.
Evi: Und er ist noch aus einem zweiten Grund interessant, weil er nämlich auch als
Evi: Tatooine-Planet bekannt ist. Und warum, das kläre ich dann auch gleich.
Evi: Also Proviant einpacken.
Evi: nochmal aufs Klo gehen, denn wir haben eine wirklich lange, lange Reise vor uns.
Jana: Wollte gerade fragen, wird es so lang wie bei mir? Wahrscheinlich,
Jana: ich würde fast behaupten, noch länger, oder?
Evi: Ja, es wird sogar länger. Ich glaube, es ist doppelt so weit oder lang wie bei
Evi: dir. Ich glaube, bei dir waren es ja, wie viel mal?
Evi: 124, 142 Lichtjahre?
Jana: Genau, so um die 120.
Evi: Ja, und diesmal, also wir reisen Sternbildschwan, da war 245 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Jana: Okay, das ist eine Langstrecke.
Evi: Ja, richtig.
Evi: Dafür ist das Essen an Bord inkludiert, oder wie?
Jana: Sehr gut, ja, wundervoll. Dafür ein Gepäckstück mitnehmen.
Evi: Ja, genau. Ja, und dort entdecken wir dann eben den Exoplaneten Kepler-16b,
Evi: der sehr spannend ist, nämlich aus dem Grund, er ist nämlich ein zirkumbinärer
Evi: Exoplanet. Das klingt ja schon mal sehr exotisch.
Evi: Und das heißt aber nichts anderes, als dass er nämlich zwei Sterne gleichzeitig umkreist.
Jana: Also zwei Sonnen, die aufgehen und untergehen.
Evi: Ja, richtig. Ich glaube, wir haben auch schon mal darüber gesprochen,
Evi: dass das ja diese tolle romantische Szene ja auch in Star Wars ist,
Evi: wo Luke Skywalker ja da sitzt und dann den Sonnenuntergängen...
Evi: den beiden dazuschaut. Und das hat mich halt das Kind halt immer schon total
Evi: beeindruckt und finde ich natürlich ganz super. Und natürlich würde ich das
Evi: auch gerne sehen. Also deswegen habe ich mir gedacht, ja, dann mache ich doch
Evi: Urlaub unter zwei Sonnen gleich.
Jana: Sehr schön. Doppelter Ten.
Evi: Stimmt. Und Reise dorthin. Also
Evi: Kepler-16, das System AB, ist ein spektroskopischer Doppelstern übrigens.
Evi: Das heißt, man hat ihn jetzt noch nicht auflösen können auf beide.
Evi: Ja, das ist noch nicht gelungen, weil die auch recht nah zusammen sind.
Jana: Ich wollte gerade fragen, also ich meine, das ist ja auch immer die Frage mit
Jana: der Stabilität von einem Exoplaneten.
Jana: Also wenn diese Sterne irgendwie sehr weit voneinander entfernt sind und einen
Jana: komischen Tanz aufführen, dann ist das mit den Planeten auch schwieriger.
Jana: Also ich stelle es mir jetzt gerade so vor, dass es sind zwei sehr eng sich
Jana: umkreisende Sterne und dann außen um beide rum geht der Planet, oder?
Evi: Genau, ja. Doppelsternsysteme, das ist ja nicht so selten und auch,
Evi: dass da Planeten sind, wie du schon gesagt hast. Wir sind ja eigentlich eine
Evi: Ausnahme. Das finde ich auch immer so, dass wir eigentlich nur einen Einzelstern
Evi: haben, die Sonne, das ist ja eher selten.
Jana: Das finde ich auch ganz abgefahren, ja. Das ist ganz seltsam.
Jana: Natürlich, man kann sich das gar nicht anders vorstellen, du hast halt einen
Jana: großen Heimatstern am Himmel.
Jana: So wie es ausschaut, die meisten Sterne nicht alleine sind, dann fragt man sich
Jana: eben, sind andere Zivilisationen halt das gewohnt, dass du zwei,
Jana: drei Sterne am Himmel hast?
Jana: Also ich meine, es gibt ja auch 6er, 7er Systeme von Sternen.
Jana: Da wird es dann irgendwann sehr instabil, aber das ist total spannend.
Evi: Ja, aber das wusste man eben schon, also ich glaube, seit den späten 70er Jahren,
Evi: also noch bevor man eigentlich extrasolare Planeten entdeckt hat,
Evi: ja, also dass es da eben so Doppelstern-Systeme gibt.
Evi: Und zwar gibt es da zwei unterschiedliche Typen. Der eine ist eben der S-Type
Evi: für Satellite und dann gibt es den P-Type für Planetary.
Evi: Der S-Type, der umkreist, hat es eben nur einen der beiden Sterne.
Evi: Das hat man schon öfters gesehen gehabt. Also die Heterne haben da so ihre Bahnen
Evi: und dann um einen von denen ist dann ein Planet, aber dass da halt wirklich jetzt...
Evi: Ein Planet, alle beide umkreist. Also das war dann eben mit Kepler-16b hat man
Evi: das das erste Mal entdeckt, dass es das überhaupt jetzt wirklich gibt,
Evi: dass das existieren kann in der Form nämlich.
Jana: Da war man sich ja auch unsicher. Also ich weiß noch, dass es damals Diskussionen
Jana: gab, dass eben Tatooine komplett unrealistisch ist, weil es keine stabile Bahn
Jana: gibt um zwei Sterne gleichzeitig. Und das hat man, glaube ich,
Jana: mit Kepler-16b dann einfach komplett widerlegen können. Man sagt,
Jana: ja, offensichtlich ist der da.
Jana: Er scheint stabil zu sein.
Evi: Das stimmt, ja. Also vorher dachte man, dass das nicht möglich ist.
Evi: Das ist auch ganz interessant bei seiner Entdeckung. Er ist im 2011 mit dem
Evi: Kepler-Weltraumteleskop entdeckt worden mit der Transitmethode.
Evi: Da ging es ja darum, Exoplaneten zu entdecken. Das heißt, man hat dann jetzt
Evi: einmal diese ganzen Doppelsternsysteme ausmustern müssen.
Evi: Und der wäre auch fast ausgemustert worden, weil man am Anfang auch dachte,
Evi: das ist auch wieder nur so ein langweiliges Doppelsternsystem.
Evi: Und dann hat man aber gesehen, hey, wait, Moment, da ist noch eine Verfinsterung.
Evi: Da ist noch einmal so eine zusätzliche Finsternis, die jetzt eben nicht von
Evi: dem einen Stern, der den anderen Stern bedeckt, verursacht wird,
Evi: sondern da ist eben ein Planet.
Evi: Ganz spannend finde ich auch, ich meine, du weißt das ja, Transitmethode,
Evi: da muss das alles halt richtig zu uns zu sehen sein, damit wir das eben sehen,
Evi: wenn so eine Bedeckung stattfindet.
Evi: Da haben wir wirklich das Glück gehabt, dass halt jetzt wirklich alle drei Objekte,
Evi: also die beiden Sterne und der Planet, dass die sich einerseits fast in der
Evi: gleichen Ebene bewegen und dann von der Erde aus gesehen blicken wir noch genau
Evi: auf diese Kante. Also dass wir das wirklich so sehen.
Jana: Ein wahnsinniger Zufall eigentlich. Da muss ich immer wieder daran denken,
Jana: dass ich denke, wenn es solche Zufälle gibt, wenn wir die sehen,
Jana: dann heißt es ja, dass das häufig vorkommt.
Jana: Also muss es ja statistisch einfach bedeuten, dass es mehrere solche Doppelsternsysteme
Jana: gibt, die so einen Planeten haben, weil sonst wäre es wahrscheinlichkeitstheoretisch
Jana: gesehen absurd, wenn es sehr selten ist und dann auch noch so zu uns geneigt ist, dass wir es sehen.
Evi: Aber wir haben noch viel mehr Glück gehabt. Also das finde ich nämlich wirklich
Evi: erstaunlich oder dass es,
Evi: auch eines von diesen Geschichten, die ich eigentlich sehr mag,
Evi: ist, weil nämlich dadurch, dass wir ja dieses eigentlich recht komplizierte
Evi: System haben, also du kennst es ja mit den zwei Körpern, drei Körpern wird es
Evi: ja dann schon ein bisschen instabil, die beeinflussen sich ja dann.
Evi: Das heißt, da ändern sich dann die Bahnen und so, das ist dann alles ein bisschen
Evi: anders. Und da hat man das jetzt eben auch so berechnet, dass wirklich aufgrund
Evi: der Bewegungen eben auch, wie sie zueinander stehen, dass sich die Ebenen auch,
Evi: also dass sich das verändert, das System.
Evi: Nämlich in der Hinsicht, dass der eine Planet den ersten Stern jetzt seit 2014
Evi: nicht mehr bedeckt und den zweiten Stern seit 2018 auch nicht mehr.
Evi: Und erst wieder 2042, also bis 2042, kann man diesen Transit nicht mehr sehen.
Jana: Das heißt, wir haben genau zum richtigen Zeitpunkt hingeschaut sozusagen.
Evi: Ja, stell dir vor.
Jana: Und hätten wahrscheinlich den Komplettadapter gelegt, wenn wir bis später geschaut hätten.
Evi: Also drei Jahre später oder zehn Jahre später von mir aus, hätte man das schon
Evi: alles gar nicht mehr gesehen, weil es dann einfach von der Sicht nicht mehr passt.
Jana: Ja, und dann sagst du einfach, ach so, das ist so ein Doppelsternsystem, komm, next please.
Evi: Genau.
Jana: Ja, da fragt man sich natürlich auch, wie viele Sternensysteme sind bei uns
Jana: auf dem Ablagestapel gelandet, wo eigentlich was wäre.
Jana: Ah, schade. Ja, aber cool, dass man da dann sagt, okay, da haben wir einfach
Jana: wirklich auch mal Glück gehabt.
Jana: Sehr, sehr schön. Das heißt aber, instabil wird er aber nicht,
Jana: oder? Es ist einfach nur so ein bisschen diese Bewegung in der Ebene,
Jana: also er fällt nicht in den Stern rein oder sowas auf absehbare Zeit.
Evi: Nein, es ist eben nur dadurch, dass sich diese Neigung dann ändert,
Evi: dass er eben dann nicht mehr bedeckt ist. Also da geht es dann eben darum.
Jana: Das ist ja so ein bisschen so wie die Saturnringe zu uns unterschiedlich geneigt
Jana: sind, einfach aufgrund von Eigenbewegungen, Bahnbewegungen und so weiter.
Evi: Ja, aber dadurch hat man jetzt dann auch recht genaue Analysen machen können,
Evi: also von diesem Kepler-16-System.
Evi: Und da hat man eben gesehen, da gibt es diese zwei Sterne, eben Kepler-16a und 16b.
Jana: Das ist Kepler-16-Groß-B, das muss man, glaube ich, immer dazu sagen.
Jana: Das ist der Stern und Kepler-16b-Klein ist der Planet. Das ist leider sehr verwirrend.
Evi: Ja, das finde ich auch ein bisschen ungünstig. Nicht sehr podcastfreundlich.
Jana: Nein.
Evi: Das ist das große B, Capital B. Irgendwie anders betonen, wenn man mit einer tiefen Stimme sagen.
Jana: Oder schreien.
Evi: Damit keiner einschläft hier beim Podcast. Auf jeden Fall sind sie kleiner als die Sonne.
Evi: Also Stern A hat 70 Prozent der Sonnenmasse, B 20 Prozent Sonnenmasse,
Evi: also sie sind doch kleiner.
Evi: Und der Abstand ist nicht wirklich groß jetzt. Also die beiden trennen nur 0,22
Evi: astronomische Einheiten.
Evi: Also das ist halb so groß wie der Abstand zwischen Sonne und Merkur.
Evi: Also das finde ich dann schon, dass das noch stabil ist, finde ich irgendwie
Evi: jetzt auch bemerkenswert. Das ist teiter.
Jana: Gut, die sind ein bisschen kleiner wahrscheinlich als die Sonne, aber hui.
Evi: Naja, trotzdem. Und der Planet selbst eben, der ist ungefähr Saturn-mäßig so groß, also so schwer.
Evi: Also umkreist jetzt dieses Doppelsternensystem auch jetzt nur in einem Abstand
Evi: von 0,7 astronomischen Einheiten. Also eine astronomische Einheit ist ja Sonne-Erde, der mittlere Abstand.
Evi: Und hier haben wir ungefähr Venus-Sonne zum Vergleich. Also das ist doch alles
Evi: ein recht kompaktes System. Also das ganze Ding wäre innerhalb der Erdbahn, finde ich jetzt auch.
Jana: Krass.
Evi: Wenn man sich das mal so vorstellt, dass du innerhalb der Erdbahn,
Evi: wenn du das so reinsetzt, hast du zwei Sterne und dann noch diesen Planeten.
Jana: Oder eben großen Planeten. Ja, wild. Ja, und ich sehe auch gerade,
Jana: wenn du das so beschreibst, die beiden Sterne, die kreisen nicht so wirklich
Jana: umeinander, sondern es ist wirklich so, A kreist in der Mitte,
Jana: dann kommt außen B und ganz außen dann der Planet. Also es ist wirklich ein lustiges System.
Jana: So was kennen wir eigentlich nicht. Also bei uns ist immer so ganz deutlich,
Jana: naja, klar, du hast halt diese Einzeldinger.
Evi: Aber dadurch geht es eben, dass der Planet ihm beide umkreist und dass es eben dieser Typ ist.
Evi: Ja gut, und was wissen wir jetzt über Kepler 16 klein b, also unseren Planeten,
Evi: wo wir eigentlich Urlaub machen möchten.
Evi: Und das ist jetzt auch so das Problem, was eigentlich der Film,
Evi: den ich eingangs erwähnt habe, hat, weil sie ja eigentlich dorthin fliegen,
Evi: um eine Kolonie zu gründen. Das Problem ist, ich habe es schon erzählt,
Evi: hat ungefähr Massegröße Saturn.
Evi: Das heißt, wir haben einen Gasriesen.
Evi: Das heißt, wir haben so Hälfte Gas, Stein, Eis. Ja, ist jetzt alles nicht ganz so toll.
Evi: Also ja, tun wir uns wahrscheinlich ein bisschen schwer.
Jana: Da richtig landen, da sinkt man dann eher ein wahrscheinlich.
Evi: Und kalt ist es dort auch. Also er ist zwar so am äußersten Rand der habitablen
Evi: Zone, aber wir haben da so Oberflächentemperatur, irgendwie so minus 70, minus 100 Grad.
Evi: Oh, unangenehm. Ja, also das ist jetzt nicht ganz so optimal.
Evi: Okay, wie sieht es jetzt aus mit der potenziellen Bewohnbarkeit?
Evi: Ist es da halt schon ein bisschen schwierig?
Evi: Aber wie gesagt, er ist ja noch in der habitablen Zone und jetzt ist natürlich
Evi: die Idee, wenn es jetzt halt eben nicht selber Kepler 16b sein kann,
Evi: weil ein Gasgigant ist, dass er aber vielleicht einen Mond hat.
Evi: Also das wissen wir nicht, da wird es jetzt bei mir spekulativ.
Evi: Aber es gibt tatsächlich Simulationen, also zum Beispiel von der University
Evi: of Texas, die haben sich das angesehen.
Evi: Und die sind zu dem Schluss gekommen, dass es könnte durchaus sein,
Evi: dass es in dieser Geschichte des Systems,
Evi: dass da vielleicht ein Planet sogar von Erdgröße durch Störungen von anderen
Evi: Körpern aus dem Zentrum der Habitablen Zone vielleicht getrieben worden sein
Evi: könnte und dann Kepler-16b das als inners Mond eingefangen hat.
Evi: Also das könnte vielleicht sein, dass er...
Evi: Vielleicht gibt es da einen schicken Mond. Ob da die Aliens sind, weiß ich nicht.
Jana: Aber man könnte zumindest auflanden. Und ich meine, die Temperaturen,
Jana: jetzt gerade so im Sommer mit Hitzehülle und so, ist ja für manche Leute auch sehr attraktiv.
Jana: Minus 70 Grad klingt gerade besser als 40 Grad, muss ich sagen.
Evi: Was haben wir da zu erwarten? Ich habe ja schon gesagt, dass die Sterne kleiner
Evi: sind und leuchterschwächer als jetzt die Sonne. Das heißt, so einen Wüstenplaneten
Evi: wie Tatooine wird es dort wahrscheinlich nicht geben. Das werden die nicht schaffen,
Evi: also mit den minus 70 Grad.
Evi: ist es dann eher so wie auf Hoth, also den Eisplaneten.
Evi: Am Anfang vom Imperium schlägt zurück, als Handschuhe einpacken und die Lage in der Hose.
Jana: Nachts muss man dann sein Reiztier aufschneiden, um warm zu bleiben.
Evi: Wie Luke Skywalker.
Jana: Verstehe.
Evi: Ja, das muss so stinken, oder?
Jana: Das ist, glaube ich, ganz schrecklich, ja. Aber funktioniert.
Evi: Interessant ist auch, wir haben ja auch bei dir das letzte Mal gesprochen,
Evi: wie das so ist mit Tag, Nacht.
Evi: Tatsächlich, also wissen wir das jetzt gar nicht, wie das bei so einem Mond
Evi: aussehen könnte, dieser Tag-Nacht-Zyklus, weil wir ja nicht wissen,
Evi: wie dreht sich der, wie schnell dreht er sich um die Achse und wie wird das da alles aussehen?
Evi: Das ist alles ein bisschen schwierig
Evi: zu sagen. Es sollte natürlich der Tag länger dauern als die Nacht.
Evi: Das ist aber dann schon, wenn jetzt der eine Stein untergegangen ist,
Evi: ist der andere noch einige Zeit lang am Himmel zu sehen, weil sie haben so einen
Evi: Abstand von 15 Grad am Himmel. Das heißt, das ist so eine wie 30 Vollmunde aneinandergereiht.
Evi: Ah, okay, das ist schon ordentlich.
Evi: Genau, das heißt, wenn der eine untergegangen ist, ist der andere noch da.
Evi: Und dann gibt es natürlich auch noch den Gasriesen am Himmel dort zu beobachten,
Evi: wenn wir da am Mond stehen. Sehr cooler Anblick, glaube ich, ist das.
Jana: Ja, also ich habe mir das neulich auch mal gedacht, wenn man irgendwie auf Io
Jana: steht oder so, auf diesen Jupiter-Monden oder Saturn.
Evi: Ach ja, das muss auch toll aussehen.
Jana: Also wenn du diesen riesen Gasplanet bei dir am Himmel hast,
Jana: ich stelle mir das vor allem auch tagsüber, da ist er ja dann wahrscheinlich
Jana: so ein bisschen diffuser und so.
Jana: Obwohl ich überlege gerade, wenn du eine ordentliche Atmosphäre hast,
Jana: Ist ja wahrscheinlich sehr schwach nur zu sehen.
Jana: Aber es muss toll sein, dass es so, wie ich mir immer denke,
Jana: ich verstehe schon, warum die Erde keine Ringe hat und dass das alles instabil
Jana: ist. Aber wie großartig wäre es auf einem Planeten, der Ringe hat?
Jana: Das wäre einfach wunderschön.
Evi: Also ich hätte gerne mehr Monde. Also ich würde wirklich gerne,
Evi: also wenn das so noch ein zweiter, dritter, wenn das irgendwie so eine Kette wäre.
Jana: Das wäre bestimmt auch cool.
Evi: Das wäre sehr schön, ja. Also wer sich ein Bild davon machen möchte,
Evi: wie das denn so ausschauen würde, wenn wir auf einem Mond stehen bei Kepler
Evi: 16b, gibt es da in diesem Reisebüro, bei dem ich war, auch eine,
Evi: wirklich eine sehr nette, naja, eine Animation ist es nicht,
Evi: aber es gibt so ein Bild, das man auch anklicken kann und mit dem man so
Evi: dann mit der Maus herumfahren kann. Also da hat man dann so ein 360-Grad-View.
Evi: Da gibt es wirklich eine sehr schöne Ansicht, wo man dann auch sieht die beiden
Evi: Sterne und dann auch diesen Gasriesen.
Evi: Und was wir dann nämlich auch hätten ist, wir haben da natürlich zwei Schatten.
Jana: Stimmt. Ja, klar. Ah, abgefahren. Also so leicht zueinander versetzt, ne?
Evi: Ja, richtig. Sagen das auch so schön, also quasi der Reiseslogan zu Kepler-16b
Evi: ist auch Where your shadow always has company.
Jana: Oh, ist fast schon ein bisschen gruselig. Aber ja, es ist gut gewählt.
Jana: Ja, das stimmt natürlich, klar.
Jana: Du hast dann zwei verschiedene Winkel und nur wenn der eine Stern wirklich untergeht,
Jana: bist du kurzzeitig alleine mit deinem Schatten.
Jana: Ich finde das so schön, dass wir diese Orte gefunden haben, wo wir uns das alles
Jana: eben so vorstellen können.
Jana: Weil man ist so in seinem Tunnelblick drin, wie es halt auf der Erde ist und
Jana: denkt man sich, naja, so ein anderer Planet, der schaut doch auch so aus.
Jana: Du kannst zwei Schatten haben, kannst einen Gasriesen am Himmel haben. Sehr, sehr cool.
Jana: Ja, also ich bin eigentlich ganz überzeugt von Kepler-16b als Urlaubsziel.
Evi: Gefällt dir? Ja, schon.
Jana: Der Mond, muss ich sagen. Also der Gasplaneten landen, das ist,
Jana: glaube ich, unangenehm. Aber 16b-Mond? Auf jeden Fall.
Evi: Wir stellen uns da mal den Mond vor.
Jana: Den wir nicht wissen.
Evi: Wo er da ist oder nicht. Aber genau, da hat man dann wirklich ganz toll die
Evi: Aussicht auf die zwei Sterne und noch auf einen Gasriesen. Also ich meine,
Evi: wenn das kein Angebot ist.
Jana: Besser geht es ja kaum, oder?
Evi: Wer Abkühlung braucht, ist bei Kepler 16b sehr gut aufgehoben.
Jana: Sehr gut. So und bevor wir also ins Fazit reingehen, für unser zweites Sommerurlaubsziel
Jana: gibt es noch eine ganz kurze Werbeunterbrechung.
Jana: Und da sind wir schon wieder. Eva, erstmal vielen, vielen Dank für diesen schönen
Jana: Reise-Pitch. Ich glaube, wir haben alle ein schönes Ziel vor Augen.
Jana: Doppelter Schatten, bisschen Abkühlung, Gasriese am Himmel.
Evi: Ja, schon.
Jana: Und dann würde man sich natürlich den Star Wars Soundtrack anmachen,
Jana: oder? Auf jeden Fall, ja.
Evi: Wenn die Sonnen untergehen.
Jana: In den Horizont gucken.
Evi: Ja, stimmt. Ja, dann kann man auch total nostalgisch, melancholisch,
Evi: so Luke Skerbocker-mäßig kann man da dann auf den Horizont blicken.
Jana: Genau, diesen herrlichen Urlaubsmoment, den man ja hat, immer Sonnenuntergangsfotos
Jana: machen. Und da kann man endlich mal welche machen, die keiner gesehen hat bisher.
Jana: Ja, die wirklich beeindruckend sind, auf jeden Fall.
Jana: Ja, sehr schön. Also ich bin überzeugt. Lasst uns gerne wissen,
Jana: was ihr davon haltet. Würdet ihr Urlaub machen auf vielleicht dem Mond von Kepler 16b?
Jana: Ich meine, es ist eine längere Reisezeit. Die Temperaturen sind frostig.
Jana: Aber man kriegt natürlich auch einiges geboten. Ihr könnt uns jederzeit schreiben
Jana: per Mail an kontaktistkosmiklatte.at.
Jana: Ihr könnt aber auch einen Kommentar hinterlassen auf der Website kosmiklatte.at.
Jana: Und wir sind auch auf Instagram natürlich kosmiklatte.pod.
Jana: Und falls euch diese Sommerfolgen gefallen, unsere kleinen Postkarten,
Jana: lasst uns doch gerne eine Bewertung da. Am besten natürlich fünf Sterne.
Jana: Das hilft uns immer sehr viel weiter. Es kommt noch eine Postkarte von der Elka.
Evi: Sind wir sehr gespannt.
Jana: Wo die uns hin entführt. Wenn ihr bis dahin uns unterstützen möchtet mit einer
Jana: kleinen Spende, mit einem kleinen Kaffee für die Sommerzeit,
Jana: einem kleinen Eiskaffee vielleicht.
Evi: Ja, ich wollte gerade sagen Eiskaffee bitte.
Jana: Eiskaffee wahrscheinlich besser.
Evi: Oder Eistee.
Jana: Wir schmelzen hier gerade schon. Genau, das geht mit Paypal einmalig oder wer
Jana: möchte, der kann uns auch regelmäßig unterstützen mit Steady oder Patreon als Abo.
Jana: Da kriegt ihr dann natürlich auch die werbefreie Version.
Jana: Da hört ihr dann nur noch unsere Werbung für Urlaubsziele und keine andere mehr.
Jana: Ansonsten vielen, vielen Dank für alle, die kommentieren und sich über Paypal
Jana: und Steady und Patreon melden. Da freuen wir uns immer sehr,
Jana: wenn ihr uns erzählt, was ihr so macht und uns natürlich ein bisschen unterstützt.
Jana: Wir haben ja auch keine großen Werbedeals oder Sponsoren, deswegen sind wir
Jana: da immer ganz, ganz happy und froh und sehen da auch jede einzelne Spende,
Jana: die reinkommt und freut uns natürlich sehr.
Evi: Ja, also ich möchte das auch nochmal erwähnen, also solltet ihr in den Genuss
Evi: von hochwertiger Werbung in unserem Podcast kommen, in den kurzen Werbeslots, die wir haben.
Evi: Wir haben da keine großen Werbedeals dahinter, das machen die anderen.
Evi: Wir sind da nur an diesen Server angeschlossen und kriegen da wirklich,
Evi: das reicht für die Kaffeekasse. Gleich wird man nichts davon.
Evi: Wir müssen auch weiterhin arbeiten gehen. Also deswegen freuen wir uns natürlich
Evi: sehr, wenn wir weiterhin auch die Unterstützung von euch bekommen.
Evi: Abgesehen davon, dass ich natürlich auch finde, dass das immer ein sehr schönes
Evi: Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung auch ist, dass wir diesen Podcast auch für euch machen.
Jana: Genau, so ist es. Lasst uns also gerne wissen, was ihr denkt,
Jana: was ihr, vielleicht habt ihr auch eigene Urlaubsziele, die ihr gerne mal besuchen
Jana: würdet außerhalb der Erde.
Jana: Da sind wir natürlich auch sehr interessiert, was euch da so vorschwebt.
Jana: Und ansonsten würde ich sagen, wir sind sehr gespannt, was die Elka uns beim
Jana: nächsten Mal erzählt und wünschen euch auch einen sehr, sehr schönen Sommer.
Jana: Schmelzt nicht, haltet euch kühl und dann hören wir uns beim nächsten Mal wieder. Bis dann.
Evi: Tschüss.
Jana: Ciao.
Evi: Boah, da ist ja nicht mehr, mir ist kein Saustoff mehr im Zimmer.
Jana: Ja, ja, ich bin auch.
Evi: Lüften bringt gerade nichts.
Jana: So soll es einfach heiß.
Evi: Keine schnellen Bewegungen machen. Nein.
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