CL095 - Wo sind die Aliens und kommen wir durch den großen Filter?
Shownotes
Wir stellen uns die große Frage, die alle in der Astronomie schon mal gestellt bekommen haben: Gibt es Aliens und wenn ja, wo sind sie? Auf der Suche nach der Antwort treffen wir auf den großen Filter, Aussterbewahrscheinlichkeiten und die unvorstellbaren Distanzen und Zeiträume im Universum.
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Das Fermi Paradoxon und der große Filter
Im Jahr 1950 hat der Physiker Enrico Fermi bei einem Mittagessen die heute berühmte Frage gestellt: "Where is everybody". Gemeint hat er damit die Tatsache, dass wir bis jetzt noch nichts von der Existenz irgendwelcher Aliens mitbekommen haben. Denn die Milchstraße ist groß, das Universum ist alt und wenn es intelligente Aliens gibt, hätten die eigentlich genug Zeit haben sollen, um bei uns vorbei zu kommen, eine Nachricht zu schicken oder sich sonst irgendwie bemerkbar zu machen. Auf der Suche nach einer Antwort auf Fermis Frage hat man unter anderem die berühmte (und berüchtigte) Drake Gleichung entwickelt. Man hat die Seltene-Erde-Hypothese ins Feld geführt, die besagt, dass wir allein im All sind und den Großen Filter, also irgendein Ereignis, das daszu führt, dass sich Zivilisationen vergleichsweise schnell selbst auslöschen oder gar nicht erst entwickeln. Vielleicht steht uns das noch bevor, denn immerhin haben wir jede Menge Möglichkeit, uns selbst verschwinden zu lassen. In der aktuellen wissenschaftlichen Arbeit "When Communication Enables Catastrophe: Nuclear Risk and the Short Lifetimes of Technological Civilizations" hat man die Wahrscheinlichkeit für unser Aussterben durch einen globalen Atomkrieg sogar berechnet…
Am Ende kommen wir - so wie alle vor uns - auch nicht auf eine definitive Antwort. Aber wir sind überzeugt, dass es Aliens gibt. Es ist aber absolut wahrscheinlich, dass das Universum einfach zu groß ist und zu lange existiert, als dass wir uns irgendwann treffen könnten.
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Transkript anzeigen
Evi: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosmic Latte mit mir
Evi: Eva und diesmal dabei Jana. Hi.
Jana: Hi, grüß dich.
Evi: Hallo Jana. Freut mich, dass du wieder hier bist. Deine Folge,
Evi: muss ich gleich direkt einsteigen, zu den großen Jupitermonden,
Evi: zu den Galiläischen Monden.
Evi: Da hast du uns ja das letzte Mal ganz viele Infos dazu mitgebracht und ich muss
Evi: sagen, ich bin sehr stolz auf unsere Hörerschaft, auf unsere Hörerinnen und
Evi: Hörer, denn sie hören sehr aufmerksam zu.
Evi: Wir haben ja wirklich einiges an Feedback auch bekommen durch Lob,
Evi: aber den einen oder anderen Hörer ist auch etwas aufgefallen und da haben sie
Evi: uns dann natürlich gleich ihre Beobachtungen in dem Sinne mitgeteilt und ich
Evi: glaube, da werden wir nochmal ganz kurz jetzt drüber sprechen.
Jana: Genau, also es gab einmal eine sehr schöne Nachricht vom Robert,
Jana: da ging es um diese Frage Galileo versus Kirche.
Evi: Da muss ich mal ganz kurz sagen, ich meine, da hast du ja auch wirklich ein
Evi: Thema gestreift, das eigentlich sehr groß ist, über das man ja wirklich auch,
Evi: eine eigene Folge machen könnte oder ein Buch drüber schreiben,
Evi: weil da kann man sehr viel dazu sagen. Absolut.
Evi: Und du hast ja da in deiner Verkürzung wahrscheinlich vielleicht ein Name.
Jana: Genau, also das ist natürlich nicht so ausgediskutiert worden,
Jana: wie man es hätte tun können.
Jana: Und ich finde es auch total spannend, sich das wirklich genauer anzuschauen.
Jana: Und der Robert hat nämlich ganz richtig bemerkt, dass es nicht so einfach ist,
Jana: wie es oft dargestellt wird.
Jana: Oder vielleicht, wie es auch rüberkam, als ich letzte Folge darüber gesprochen
Jana: habe, dieses böse Kirche versus gute Wissenschaft. Also dass die Kirche generell
Jana: ein Riesenproblem damit hatte, dass Galileo überhaupt Wissenschaft betrieben hat.
Jana: Ich weiß, dass es kirchliche Vertreter gab, die sogar sehr interessiert waren
Jana: an Galileos Teleskopen, die da unbedingt durchschauen wollten und sich das anschauen wollten.
Jana: Er hat ja da gewissermaßen auch die Schöpfung, wenn man so will,
Jana: den Leuten näher gebracht. Das Problem, und das hat der Robert richtig angesprochen,
Jana: war, dass Galileo sein geozentrisches Weltbild nicht abschließend beweisen konnte.
Jana: Und hatte aber trotzdem einen Wahrheitsanspruch. Und das ist für die Kirche,
Jana: aber sagen wir mal ganz ehrlich, auch für die Wissenschaft eigentlich nicht so ganz in Ordnung.
Jana: Da war er tatsächlich undifferenziert, muss man schon sagen.
Jana: Wo ich so ein bisschen beim Robert widersprechen würde, vielleicht war das von
Jana: der Formulierung auch nur Missverständnis von mir.
Jana: Es ist jetzt nicht so, dass die Kirche da wirklich komplett und geschlossen
Jana: für wissenschaftliche Sorgfalt eingetreten ist. Also es ihnen nur darum ging,
Jana: dass es einen Beweis geben muss.
Jana: Das geozentrische Weltbild wurde schon offiziell als Heresie eingestuft.
Jana: Also das waren schon theologische Beweggründe, die da dahinter waren.
Jana: Man wollte sich da nicht aus der Mitte der Schöpfung drängen lassen.
Jana: Aber es ist komplizierter als nur Galileo, der Wissenschaftler,
Jana: der mit den hehren Zielen und den Beweisen um die Ecke kam und die Kirche,
Jana: die gesagt hat, das ist alles Quatsch, davon wollen wir nichts wissen.
Jana: Vielleicht müssen wir da mal eine eigene Folge machen, Galileo versus Kirche.
Evi: Interessantes Thema auch, ja.
Jana: Absolut. Und ich fände es auch total spannend, da mal auch wirklich tiefer in
Jana: die tatsächlich historischen Aufzeichnungen zu gehen.
Jana: Auf diese ganze Sache mit dem, wie lief denn sein Prozess überhaupt ab und was
Jana: waren am Ende die Anklagepunkte und so.
Jana: Da bin ich neulich mal bei einer Recherche zu Giordano Bruno auch drauf gestoßen,
Jana: dass die Kirche viel mehr die theologischen Probleme natürlich hatte,
Jana: also bei Bruno den Pantheismus und so weiter, als jetzt tatsächlich die...
Jana: Ja, astrophysikalischen Aussagen. Aber sehr, sehr spannendes Thema.
Jana: Vielen Dank, Robert, für die
Jana: Nachricht. Ich glaube, du hast uns definitiv inspiriert zu mehr Inhalten.
Jana: Und da kommen wir auf jeden Fall mal drauf zurück.
Evi: Würde ich sagen. Ja, auf jeden Fall, ja. Ich glaube auch, dass man gerade so
Evi: ein Thema wahrscheinlich wirklich in so ein paar Sätzen nicht abhandeln kann
Evi: oder dem einfach nicht gerecht werden kann. Dann hat uns auch noch Thomas geschrieben.
Evi: Er hat uns einen Kommentar auf Spotify hinterlassen. Und ja,
Evi: er hat uns natürlich auch wieder erwischt. Ja, er hat uns tatsächlich erwischt.
Evi: Ja, wo wir ungenau waren und hat eine Korrektur vorgeschlagen.
Evi: Und zwar geht es darum, wir haben ja auch über Ole Römer gesprochen,
Evi: eben Messung der Lichtgeschwindigkeit und wie nah er da dran war.
Evi: Und ja, da waren wir oder du auch nicht ganz genau.
Jana: Sagen wir es mal so. Hat mich auch total gewundert.
Jana: Thomas hat nämlich geschrieben, dass Ole Römer niemals die Lichtgeschwindigkeit
Jana: absolut gemessen, sondern nur relativ ermittelt hat. Also, dass er gesagt hat,
Jana: wie viel Zeit braucht das Licht, um eine astronomische Einheit zu durchqueren,
Jana: also einmal den Abstand Erde-Sonne.
Jana: Und da war ich erst verblüfft und habe dann nachgeschaut, weil ich dachte,
Jana: dass er wirklich einen absoluten Wert angegeben hat. Aber es stimmt nicht.
Jana: Der Thomas hat völlig recht.
Jana: Ole Römer hat das selbst nie getan, sondern Huygens hat dann,
Jana: ja 1600, ich glaube, es war 78 oder sowas, hat der aus der Berechnung,
Jana: wie groß denn eine astronomische Einheit eigentlich ist, also wie viele Kilometer das denn sind.
Jana: Und den Messungen von Olo Römer, dieser relativen Geschwindigkeit,
Jana: hat dann tatsächlich zum ersten Mal eine absolute Lichtgeschwindigkeit errechnet.
Jana: Und das sind dann diese, ich glaube, es waren 220.000 Kilometer pro Sekunde,
Jana: also immer noch ein bisschen weg vom realen Wert, aber zumindest in der richtigen Größenordnung.
Jana: Aber dieser Wert kommt in dieser Gänze sozusagen von Huygens beziehungsweise,
Jana: von der Kombination der Messungen von Römer und Cassini und Richardi,
Jana: die dann die astronomische Einheit sozusagen beziffern konnten.
Jana: Also vielen, vielen Dank. Absolut richtig. Vielen Dank für diese Korrektur.
Jana: Das passiert natürlich ab und
Jana: zu, dass man da sowas, aber da lernt man natürlich auch wieder was dazu.
Evi: Ich wollte gerade sagen, da lernen wir auch noch was. Vielen lieben Dank. Ich finde das ganz toll.
Jana: Genau. Und bitte hört auch weiter so aufmerksam zu. Mehrere Köpfe wissen dann
Jana: meistens mehr als nur zwei und schreibt uns.
Jana: Ich freue mich immer drüber. Meistens regt es einen ja natürlich auch sofort
Jana: dazu an, dass man sagt, naja, dann weiß ich schon, über was die nächste Folge
Jana: geht und dann muss man mal tiefer eintauchen. Also perfekt.
Jana: Aber heute geht es nicht mehr nur so sehr um Monde und Geschwindigkeiten,
Jana: sondern, Eva, ich habe gesehen, du hast uns ein Blockbuster-Thema mitgebracht.
Evi: Ein Clickbait kommt hier.
Jana: Die Clickbait kommt um die Ecke, nämlich es geht um, Achtung, Aliens.
Evi: Ja, ich habe mir gedacht, ich nehme halt was ganz anderes mit und werde einer
Evi: ganz großen Frage nachgehen, die wahrscheinlich schon gestellt worden ist.
Evi: Also mir ist ja schon öfters gestellt, wenn man jemandem erzählt,
Evi: ja, man macht Astronomie oder beschäftigt sich mit diesen Themen,
Evi: dann ist eine der Fragen immer so schwarze Löcher mäßig oder was war vor dem Urknall.
Evi: Oder eine beliebte Frage ist natürlich auch nach den Aliens und wo denn die
Evi: Aliens sind und kann es sie geben. Und das schauen wir uns eben heute an,
Evi: wo eigentlich all die Aliens sind.
Jana: Wo sind denn alle? Also die Frage wurde mir schon auch oft gestellt.
Jana: Das stimmt, das ist manchmal so diese Bonusfrage, wenn man eigentlich über was
Jana: ganz anderes spricht, aber dann fällt den Leuten ein, weil du bist doch Astrophysikerin
Jana: und dann kommt dann nochmal so, gibt es Aliens?
Evi: Ja, dann weißt du sicher über Aliens Bescheid, oder?
Jana: Genau.
Evi: Okay.
Jana: So, aber bevor wir in die extraterrestrischen Zivilisationen und Lebensformen
Jana: einsteigen, bevor es also richtig losgeht, diese Folge, machen wir eine ganz kurze Werbepause.
Jana: Da sind wir auch schon wieder. Also, wo waren wir?
Jana: Aliens. Gibt es Aliens, Eva? Was meinst du? Tja, und wo sind sie?
Jana: Und wenn ja, wo sind dann alle?
Evi: Wenn ja, wo sind wir? Sind wir wirklich allein im Universum?
Evi: Das sind diese großen Fragen. Bekannt ist es ja als Fermi-Paradoxon,
Evi: das werden viele schon unter dem Namen kennen. Oder auch der große Filter,
Evi: das fällt ja auch so, dieser Begriff fällt auch in dieses Thema rein.
Evi: Und wir hatten schon ein ähnliches Thema oder etwas, was schon ein bisschen
Evi: an dem angestreift ist. Und zwar hast du in der Folge 59 über die Silurianer-Hypothese gesprochen.
Jana: Oh ja.
Evi: Da ging es ja darum, ob es möglich ist, dass vor uns schon Zivilisationen da
Evi: waren. Und wenn ja, haben sie Spuren hinterlassen. Wenn ja, welche könnte das
Evi: sein? Was ist übrig geblieben von ihnen?
Evi: Und du hast damals sogar ein Paper mitgebracht. Es ist ein Gedankenexperiment mehr oder weniger.
Evi: Die haben sich ja diesem Gedanken gewidmet. Ja, und ich glaube,
Evi: es ist ein sehr ernüchterndes Ergebnis herausgekommen.
Evi: Ich glaube, wenn ich mich recht erinnere, bleibt da ja gar nicht so viel übrig.
Jana: Das ist das Problem, ja. Also ich fand das eben deswegen auch gerade so spannend, dass Sie
Jana: am Schluss des Papers, so wie ich es verstanden habe, gesagt haben,
Jana: naja, also das, was wir, wenn man wirklich in Millionen Jahren denkt,
Jana: auf einem Planeten zurücklassen, ist die Erderwärmung.
Jana: Die kann man eventuell dann nachweisen. Aber Städte, irgendwelche Industrieanlagen,
Jana: all diesen Kram, Überreste von uns selber, das bleibt nicht so lang erhalten.
Jana: Gerade nicht auf einem Planeten, der Plattentektonik und Wetter und Klima und
Jana: so weiter hat. Da sind wir und unsere Spuren nicht langlebig genug dafür.
Evi: Und was hat das jetzt mit den Aliens zu tun?
Jana: Wenn man über Aliens nachdenkt, ich weiß nicht, wie es dir immer geht,
Jana: aber wenn ich diese Frage beantworten soll, wo sind denn alle?
Jana: Ist mein erster Gedanke, naja, maybe so richtiger Ort, aber falsche Zeit.
Jana: Man muss sich ja erstmal richtig treffen und überlegt, wie alt dieses Universum schon ist.
Jana: Und seit wann es uns gibt, im Vergleich, das ist jetzt kein großer Anteil davon.
Jana: Und wer weiß, ob wir einfach 500 oder 1000 oder 10.000 Jahre zu früh dran sind,
Jana: um irgendjemand anderen zu treffen.
Evi: Oder zu spät vielleicht.
Jana: Oder zu spät. Das ist im Kontext des Universums jetzt nicht viel Zeit,
Jana: aber für Zivilisationen halt schon.
Evi: Also da triffst du ja auch schon so den Kern der Frage. Diese Fragen hat sich
Evi: übrigens ja auch Enrico Fermi gestellt.
Evi: Deswegen heißt es ja dann auch, dass es Fermi-Paradoxon. Ich glaube,
Evi: das war so bei dem Mittagessen 1950 in Los Alamos. Also da gab es ja dann auch
Evi: diese ganzen UFO-Sichtungen gerade. Also das war ja da auch so Talk of Town
Evi: sozusagen. Und er hat dann gefragt, wo sind denn alle?
Evi: Weil er sich überlegt hat, so wie du jetzt gerade, wenn es jetzt eben extraterrestrische
Evi: Intelligenzen gibt, die jetzt technisch hochentwickelt sind,
Evi: hochentwickelte Zivilisationen haben und das über Millionen von Jahren aufrechterhalten können, dann,
Evi: müssten die ja eigentlich schon mittlerweile in der Lage sein,
Evi: interstellare Raumfahrt zu machen. Das heißt, eigentlich die ganze Welt.
Evi: Eine Galaxie zu kolonisieren und wenn man sich das so überlegt,
Evi: dann müsste eigentlich das alles schon passiert sein allerwahrscheinlich nach
Evi: und dann müssten wir eigentlich auch Spuren von diesem außerirdischen Leben
Evi: schon gefunden haben oder sehen.
Evi: Ja, ist aber nicht so. Also es ist ja bisher alles erfolglos geblieben,
Evi: was wir unternommen haben, um irgendwelche Alien-Signaturen zu entdecken und
Evi: da ist jetzt eben die Frage, wo sind denn alle?
Evi: Ich habe da dann immer so dieses Bild, ich weiß nicht, wie es dir dabei geht,
Evi: aber so von eben so dieser Star Trek oder Star Wars Welten, wo ja alles ja bevölkert
Evi: ist und die fliegen ja herum und dann heißt es da so, gerade bei Star Wars gibt es ja,
Evi: dieses, wie heißt das, falls man sich da ein, Karusan, Karusan,
Evi: Karusan heißt das doch, oder?
Jana: Akosand, ja.
Evi: Genau, weil da hast du ja wirklich, das ist ja eigentlich ein riesiger Stadtplanet, glaube ich.
Evi: Also das ist für mich bildlich gesprochen, wenn es da halt wirklich vor Alien-Zivilisationen
Evi: wimmeln würde im Universum.
Evi: Und ja, wir wissen aber, dass das jetzt pure Science-Fiction ist und wir ja
Evi: aber noch gar nichts gefunden haben. Das heißt, wenn intelligentes Leben jetzt
Evi: im Universum jetzt gar nicht so selten ist und nicht extrem selten ist,
Evi: warum haben wir dann eben noch keine Spuren gefunden?
Jana: Wo sind die alle? Ich glaube, in diesen Sci-Fi-Geschichten, also gerade Star
Jana: Trek, steckt so ein bisschen dieser Wunsch auch von uns Menschen drin, nicht allein zu sein.
Jana: Und zwar nicht allein zu sein mit anderen, mit denen wir eine Gesellschaft gründen
Jana: können. Also gerade Star Trek, die sind ja unendlich menschlich, diese Aliens.
Jana: Ich glaube, sie versuchen das dann auch zu erklären. Irgendwo gibt es da so
Jana: eine Lore-Beschreibung. Das liegt daran, dass alles Leben sozusagen den gleichen
Jana: Bauplan hat, so Pannenspermie-mäßig, da dann verschiedene Welten die Keime vom
Jana: gleichen Ursprung bekommen hat.
Jana: Aber ich glaube, das ist etwas, was wir uns so vorstellen und gerne hätten,
Jana: dass da ganz viele andere sind und wir da nicht alleine irgendwie in der Galaxie
Jana: rumherschwirren und wir dann anfangen können, galaktisches Netz aufzubauen.
Jana: Aber es sieht nicht so ganz danach aus.
Evi: Ja, also ich denke, das ist eben auch das, was das Fermi-Paradoxon, das Paradoxon ist.
Evi: Wir haben irgendwo so ein bisschen die Erwartung, die Hoffnung,
Evi: den Wunsch, etwas zu finden, ja, aber die Beobachtung steht dem halt eigentlich
Evi: konträr gegenüber, weil da halt eigentlich nichts ist.
Evi: Wir wissen aber, ja, die Milchstraße ist ja groß, alt, es gibt zahlreiche Planeten,
Evi: also gerade Exoplaneten, ja, wo ja da immer mehr entdeckt werden,
Evi: aber hoffenbar sind wir oder momentan sind wir allein.
Evi: Und du hast es ja auch schon so angesprochen, dass ja hinter all dem ja eigentlich
Evi: mehrere Annahmen steckt, wo wir halt wirklich eigentlich diese eine Kette haben
Evi: an Prozessen, die ablaufen müssen. Das heißt, wir brauchen einen Planeten,
Evi: wo sich halt Leben entwickelt, wo komplexes Leben entsteht.
Evi: Und dann schließe ich diese Stufen dann, also dann intelligentes Leben,
Evi: dann diese Technikentwicklung.
Evi: Man braucht eine lange Existenz natürlich. Und dann, das finde ich auch noch
Evi: so ein ganz wichtiger Punkt, Aktivität. Aktivität, die wir aus der Ferne auch
Evi: erkennen können. Das heißt, wir müssen dann natürlich irgendwas machen.
Jana: Was wir sehen.
Evi: Richtig. Oder was uns auffällt. Ja, wodurch sie sich eben verraten oder eben
Evi: mit uns kommunizieren oder was auch immer.
Jana: Ja, und in jedem dieser Punkte, den du gerade genannt hast, steckt natürlich
Jana: eine unglaubliche Hürde drin. Also das ist, ich meine, allein von Leben auf
Jana: zu komplexes Leben zu kommen. Wie lange war auf der Erde nur Einzeller und nix los?
Jana: Und dann auch Technik.
Jana: Ich weiß nicht, ob du noch dazu kommst, aber ich finde das auch ganz spannend.
Jana: Wer sagt denn, dass Aliens daran interessiert sein müssen, sich sonderlich dafür
Jana: zu interessieren, was da draußen los ist?
Evi: Da kommen wir dann eh auch später noch dazu, da möchte ich gar nicht davon weggreifen.
Jana: Nicht spoilern.
Evi: Ja genau, nicht spoilern, weil wie gesagt, Enrico Fermi hat das ja so als erstes
Evi: mal diese Frage in den Raum gestellt und es haben sich dann doch einige damit
Evi: beschäftigt, bis heute natürlich auch. Es ist nach wie vor etwas, wo...
Evi: Auch geforscht wird. Es gab ja dann 1961 auch die Drake-Gleichung,
Evi: die ist ja ganz bekannt auch.
Evi: Meiner Meinung nach ist das der Versuch, eine Art Gleichung ist,
Evi: ich weiß nicht, ob das das richtige Wort ist, ja,
Evi: aber verschiedene Parameter in eine Gleichung zu packen und anhand von der dann
Evi: so ein bisschen auszurechnen, auf eine mögliche Anzahl zumindest zu kommen,
Evi: was jetzt eben außerirdische Zivilisationen betrifft.
Evi: Also in dieser Gleichung, da stecken ja jetzt einige Sachen drinnen,
Evi: wie eben Sternentstehungsraten, Planeten, also schon astronomische Sachen,
Evi: die Faktoren, die kennen wir ja auch.
Evi: Wir wissen ja, wie hoch die Sternentstehungsrate in der Milchstraße ist,
Evi: im Planeten, dann auch so geeignete Welten.
Evi: Und dann wird es aber sehr spekulativ, weil dann geht es halt mit diesen Wahrscheinlichkeit
Evi: auf Leben, Intelligenz, Technik, Dauer der nachweisbaren Phase.
Evi: Also all diese Sachen, also gerade dieses, was in so Richtung biologische,
Evi: gesellschaftliche geht, das ist halt dann, ja, also ich finde es schon fast spekulativ.
Jana: Also da muss man ehrlich sein, also ab dem Punkt, eigentlich schon ab dem Punkt
Jana: geeignete Welten, weil wir überhaupt nicht wissen, was Leben tatsächlich braucht.
Jana: Da können wir noch ein bisschen davon ausgehen, was brauchen wir.
Jana: Aber ab dem Moment Wahrscheinlichkeit für Leben, Wahrscheinlichkeit für Intelligenz,
Jana: Wahrscheinlichkeit für Technik.
Jana: Da wissen wir gar nichts. Muss man, glaube ich, schon ernsthaft oder ehrlich sagen.
Evi: Ich meine, und es bezieht sich natürlich auch jetzt nur auf unsere Galaxie, auf die Milchstraße.
Evi: Also geht es auch so ein bisschen darum, daumen mal Pia zu einem Ergebnis zu
Evi: kommen, wie er überhaupt die Möglichkeit wäre, dass sie mit uns in Kontakt treibt.
Evi: Und natürlich alles, was dann irgendwie außerhalb ist, finde ich,
Evi: ist ja dann sowieso schon, also ich glaube, das geht dann gar nicht.
Evi: Und ich finde es total cool, weil ich habe dann noch gefunden,
Evi: dass Stanislav Lehm, ich weiß nicht, ob du den kennst, das ist ein ganz gut bekannter.
Evi: Ja, ja, großer Fan. Ja, ja, und ich mag das so. Aber er hat dann so ein bisschen
Evi: polemisch dazu gesagt, zu der Drake-Gleichung, also in dem Kontext,
Evi: dass, na ja, wir haben im Prinzip eine Null an Information.
Evi: Das heißt, was soll da rauskommen, außer eine Null? Und das finde ich ganz gut.
Jana: Hat er recht.
Evi: Geeignete Welten für Leben, dass ich Leben entwickeln kann.
Evi: Ich muss da halt auch immer an diesen, es heißt ja so schön Kohlenstoff-Jauvinismus
Evi: denken, wo wir auch immer quasi von uns ausgehen. Ich meine,
Evi: sicher, von irgendwas muss man ausgehen. Und wir kennen ja nur unser Leben.
Jana: Und deswegen sage ich auch immer, das ist eine der größten Fragen.
Jana: Es geht ja nicht nur darum, Tee,
Jana: zu finden und dann irgendwie mit fliegenden Untertassen durch die Gegend zu
Jana: fliegen, sondern es geht ja auch darum zu sagen, wir wollen ja mehr,
Jana: auch für die Biologie ist das, glaube ich, die größte Frage,
Jana: gibt es Leben außerhalb der Erde?
Jana: Weil solange wir eine Sample Size 1 haben, ist das halt saublöd.
Jana: Wir wissen halt nicht, ist das immer Kohlenstoff oder sind wir da die Ausnahme
Jana: oder wenigstens ein weiteres Beispiel von dem, was nicht auf der Erde entstanden ist.
Jana: Das wäre so wertvoll und wir haben es halt nicht.
Evi: Genau, haben wir eben nicht. Und deswegen hat sich ja auch als Erklärung,
Evi: warum wir noch nichts von all diesen anderen Alien-Welten erfahren haben,
Evi: entwickelt als eine Erklärung, ist ja die Rare-Earth-Hypothese,
Evi: also die seltene Erde. Und zwar, wir sind die Einzigen.
Jana: Ach, das fände ich ja so furchtbar traurig.
Evi: Ja, also es ist halt so, ja, es ist, weil wir halt da genau an diesem Ort sind,
Evi: zu dieser Zeit und geschützt, weil wir auch diesen großen Mond haben und im Sonnensystem.
Evi: Die eben aufgrund vieler komplexer Ereignisse eben sich dann das Leben auf der
Evi: Erde entwickeln konnte. Und dass das aber nur einmal ist, aufgrund von dieser
Evi: ganz unwahrscheinlichen Kombination.
Jana: Was sagst du dazu?
Evi: Ich tue mal mit der eigentlich am schwierigsten, weil es einfach so viele Exoplaneten auch gibt.
Evi: Also gerade eben jetzt, was ja die letzten 10, 20 Jahre da hervorgebracht hat,
Evi: dass wir sind ja eigentlich jetzt nichts Besonderes, jetzt weder unser Ort oder
Evi: sonst irgendwie. oder unsere Sonne auch. Das ist jetzt auch jetzt nicht kein Special irgendwas.
Evi: Und deswegen finde ich es, würde ich komisch finden. Also warum soll es wirklich
Evi: nur, auch wenn man sich überlegt, wie groß jetzt das Universum ist,
Evi: warum soll es wirklich jetzt nur einmal stattfinden?
Jana: Ja, und ich finde es auch eine wilde Statistik. Also wenn man sich überlegt,
Jana: was soll das für eine Wahrscheinlichkeit sein, die
Jana: so unwahrscheinlich ist, dass es wirklich eigentlich nicht auftaucht,
Jana: aber dann genau einmal, also wenn es so unwahrscheinlich ist,
Jana: aber das ist natürlich auch noch meine menschliche Intuition,
Jana: Die Physik und die Mathematik scherzen sich da nicht drum.
Jana: Dann denke ich mir, dann soll es eigentlich nicht passieren.
Jana: Also dann kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen.
Jana: Wenn das so eine Seltenheit ist, in was für einer Freakshow leben wir dann?
Jana: Aber ich meine, das kann man sich natürlich nur fragen, weil man da ist.
Jana: Aber ich tue mich da auch sehr schwer damit. Also ich denke,
Jana: dass es sicherlich Anhaltspunkte gibt, dass es Konstellationen gibt,
Jana: die bei uns eben selten sind, die das Leben möglich gemacht haben.
Jana: Der Mond und unsere Planetengröße und bla bla bla. Aber dass wir wirklich ganz
Jana: alleine sind und dass es die Chance für Leben gibt, aber sie wirklich nur ein
Jana: einziges Mal funktioniert hat.
Jana: Finde ich schon schwierig zu akzeptieren.
Evi: Allein von den Wahrscheinlichkeiten her, ich meine natürlich,
Evi: das Universum ist ja eine ungemütliche Gegend.
Evi: Also es gibt ja sehr viele astrophysikalische Erklärungen auch.
Evi: Also eben, wenn wir daran denken, so zum Beispiel jetzt nur so Gammastrahlenausbrüche,
Evi: was ja wirklich so einer der energiereichsten Phänomene sind im Universum.
Evi: Und wenn da da halt wirklich so ein Jet da durchsaust und sich da halt irgendwas
Evi: da in diesem Kegel befindet, in diesem Strahlenkegel, ja, also da passiert nichts.
Evi: Das wird dann halt alles sterilisiert. Ja, da ist dann halt wahrscheinlich lange
Evi: nichts los. Ich habe da auch gelesen, dass es da ja so Schätzungen gibt,
Evi: also gerade so in der Anfangszeit vom Universum, dass da halt wirklich die Chancen
Evi: sehr niedrig waren. Also weil da einfach diese Strahlungen und das alles so
Evi: hoch waren. Für Leben, ja.
Evi: Ja, dass halt aufgrund von diesen Aktivitäten, ja, dass das eigentlich fast
Evi: unmöglich gewesen ist, dass sich dort irgendwas Komplexeres entwickelt.
Evi: Und auch heute ist es jetzt noch nicht ganz.
Jana: Dass du nicht irgendwann in so einer Strahlendusche stehst und alles wegbombardiert wird.
Evi: Ja, aber du brauchst halt auch die Zeit dazu, dass dann halt eben nicht irgendein
Evi: Event passiert und dann ist eben wieder alles weg.
Jana: Was ich aber spannend finde, ist, dass ja immer wieder diese Supernova-Gammastrahlenausbrüche
Jana: wird genannt für Massenaussterben.
Jana: Und ich glaube, bisher haben wir aber kein einziges Massenaussterben wirklich
Jana: definitiv darauf zurückführen können.
Jana: Also es scheint auf der Erde zumindestens, ich weiß nicht, ob du da noch was
Jana: anderes sagst, aber soweit ich weiß, die ganzen großen Massenaussterben,
Jana: die wir kennen, ich glaube, es gibt nur eins, wo die Chance noch besteht,
Jana: dass das zumindest eine Rolle gespielt haben könnte, ich glaube,
Jana: das Devon-Aussterben, da müsste ich jetzt aber nochmal nachschauen.
Evi: Das weiß ich jetzt auch nicht.
Jana: Genau, aber es ist… Ach.
Evi: Da kriegen wir wieder dann Zuschriften.
Jana: Kriegen wir wahrscheinlich gleich wieder. Genau, also wer das weiß, gerne Bescheid geben.
Jana: Aber soweit ich weiß, dass es auf der Erde eigentlich keine großen Beweise gibt,
Jana: dass es definitiv mal passiert ist. Also dass da irgendwie zumindest 90 Prozent
Jana: oder so ausgelöscht wurden durch so einen Gammastrahl.
Jana: Obwohl das eigentlich schon im Bereich des Möglichen gelegen hätte, soweit ich weiß.
Evi: Ja, also ich glaube, es war sogar ziemlich hoch, also gerade von diesen Gammastrahlen-Ausbrüchen.
Evi: Da war es so, ich glaube, 50 Prozent für die vergangenen 500 Millionen Jahre.
Evi: Okay, das ist eigentlich eine hohe Wahrscheinlichkeit.
Evi: Und diese Massenausstehung, da hat es ja doch ein paar gegeben.
Evi: Also so ist es ja auch nicht.
Jana: Ja, definitiv.
Evi: Die Dinos haben ja uns Platz gemacht. Danke dafür. Aber das ist eben auch so
Evi: etwas. Es muss ja dann noch nicht alles aufhören. Ein paar haben aber überlebt.
Jana: Naja, jetzt haben wir mal Sprung für die Evolution und weitermachen und verändern
Jana: und so weiter. Es kann auch ein Treiber sein, wenn es nicht komplett sterilisiert.
Jana: Haben wir nicht mal eine Folge gehabt, wo wir auch darüber gesprochen haben,
Jana: über diese großen, also was passiert, wenn jetzt heute ein nahe Gamma-Ray-Burst
Jana: die Erde trifft? Ich glaube, es ist auch die Frage, in welche Richtung und so
Jana: weiter. Ja, es ist immer so Richtung Winkel.
Evi: Wie es uns streift. Ist auch bei den Asteroiden so, dass es auch ganz stark
Evi: davon abfällt. Aber all diese Fragen haben dann auch dazu geführt,
Evi: dass jemand gemeint hat, ja, vielleicht gibt es einen großen Filter.
Evi: Hast du davon schon gehört, von diesem Begriff, großer Filter?
Jana: Auf jeden Fall, ja. Ich meine, das ist das, wofür wir uns immer so ein bisschen
Jana: fürchten, dass wir kurz davor stehen vor diesem großen Filter.
Evi: Das in uns kommt. Genau, also der Filter als Erklärung, warum es jetzt keine
Evi: großen, hochentwickelten Alien-Zivilisationen gibt, die die ganze Galaxis da
Evi: irgendwie kolonisieren, dass das deswegen ist, dass es eben so eine Art von Filter gibt.
Evi: Das heißt, man hat ja diese Entwicklung, ja, so unbeliebter Planet,
Evi: Leben, komplexes Leben, Intelligenz, Technologie, bla bla bla,
Evi: Kolonisierung oder eben nicht.
Evi: Ja, weil bevor dann irgend so etwas wie eine interstellare Zivilisation passieren
Evi: könnte, wird dann irgendwann dieser nächste Schritt in der Entwicklung so unwahrscheinlich.
Jana: Dass es nicht passiert.
Evi: Genau, dass es eben nicht passiert. Und da ist halt dann jetzt eben die Frage,
Evi: ob dieser Filter vor uns liegt oder hinter uns.
Evi: Wenn er hinter uns liegt, dann hätten wir halt das irgendwie schon geschafft
Evi: und sind sicher, wenn er halt vor uns liegt, dann sind es halt so quasi Bad
Evi: News. Weil dann, wer weiß, also wie weit wir uns noch entwickeln können, bevor es Boom macht.
Jana: Naja, ich meine, der Standard ist ja dann immer, dass man sagt,
Jana: naja, der große Filter ist die Selbstzerstörung der Zivilisation.
Jana: Also sobald du in der Lage dazu
Jana: bist, eben Atomwaffen und so weiter zu entwickeln, dass du dich auslöscht.
Jana: Ich finde, das ist mal auch wieder eine sehr menschliche Art und Weise,
Jana: da drauf zu schauen. Wer weiß, ob die anderen so sind wie wir.
Jana: Ich finde es aber bei dem großen Filter sehr interessant, wenn der hinter uns
Jana: liegt. Also wenn eben der Schritt von Leben zu komplexem Leben so schwierig ist oder wie auch immer.
Jana: Da gibt es ganz tolle Paper und Gedankenexperimente, die...
Jana: Es ist gar nicht so absurd zu behaupten,
Jana: dass wir Menschen eventuell ein bisschen früh dran sein könnten.
Jana: Also einer muss ja die hochentwickelte Zivilisation sein, die die anderen dann
Jana: besucht. Aber vielleicht sind das wir.
Jana: Das klingt ein bisschen absurd. Wie du sagst, im frühen Universum Zivilisationen
Jana: entstehen lassen sind ganz schwierig.
Jana: Auch du brauchst da irgendwie schwere Elemente. Das heißt, du brauchst mindestens
Jana: eine Sterngeneration, die einmal schon durchgelebt haben muss,
Jana: bevor du überhaupt richtig Planeten entstehen lassen kannst und so weiter.
Jana: Du brauchst die Zeit. Und ja, also die Sonne ist zweite, dritte Generation.
Jana: Vielleicht sind wir einfach ein bisschen früh.
Evi: Ich weiß nicht, ich habe ein bisschen Probleme mit diesem großen Filter, mit diesem Argument.
Evi: Ich finde das irgendwie komisch, dass es irgendwie so, ja eben,
Evi: ich finde, es ist so eine menschliche Sicht der Dinge, auch die Fragestellung
Evi: an sich. Und ich denke, warum soll es einen Filter geben?
Jana: Ja, und auch warum sollte das, also immer wieder dieses Argument, aber wir sind ja hier.
Jana: Und wenn man jetzt nicht eben von dieser Rare-Earth-Geschichte ausgeht,
Jana: von dieser großen, ja, von diesem Freak-Accident, wo ich ja auch ein Problem damit habe eigentlich.
Jana: Also genau, man geht da sofort eben auf Selbstauslöschung oder ja,
Jana: also das war so unwahrscheinlich, dass das Leben sich dann damals von Einzellern
Jana: zu komplexerem Leben entwickelt hat. Ist wieder eine Null an Informationen eigentlich, oder?
Evi: Ja, stimmt, ja.
Jana: Das wissen wir halt nicht.
Evi: Das ist mir nachher so gescheit wie vorher, oder?
Jana: Ja.
Jana: Absolut.
Evi: Ich finde da halt eigentlich viel interessanter, das so zu betrachten,
Evi: warum das eben jetzt kein Filter oder sowas bedeutet, weil ich finde halt schon
Evi: noch immer so diese, okay, man geht dann irgendwie aus von diesem interstellaren
Evi: Kolonisation oder sowas, dass wir das jetzt irgendwie beobachten könnten oder nicht.
Evi: Aber ich finde, da sind dann halt doch ein paar Aspekte, die da irgendwie außen
Evi: vor gelassen werden, warum wir das überhaupt beobachten sollten.
Evi: Ich meine, einerseits ist es ja schon einmal jetzt, was die Größe betrifft.
Evi: Der Milchstraße und dem allen.
Evi: Also gerade wenn du dir so den Größenvergleich einfach auch anschaust,
Evi: also wie groß die Milchstraße jetzt an sich ist.
Evi: Ich habe da tatsächlich auf Wikipedia, das muss ich mal ganz kurz da ins Rennen
Evi: bringen, einen sehr schönen Größenvergleich gelesen zur Veranschaulichung.
Evi: Also sie hat eben 100 bis 400 Milliarden Sternen. Und wenn man sich das in einem
Evi: Maßstab 1 zu 10 hoch 17 verkleinert vorstellt, 10 hoch 17, was ist das?
Evi: Aber das würde dann heißen. Sehr viel kleiner.
Evi: Und wir stellen uns das als ein Schneetreiben vor. Dann haben wir halt so ein
Evi: Gebiet von eben 10 Kilometer Durchmesser und einer Höhe von etwa 1 Kilometer.
Evi: Das geht, das können wir uns vorstellen.
Evi: Und eine Schneeflocke ist jetzt ein Stern. Dann haben wir drei Sterne pro Kubikmeter.
Evi: Und die Sonne hat jetzt den Maßstab, jetzt nur irgendwie so einen Durchmesser
Evi: von 10 Nanometer, wäre also kleiner als ein Virus.
Evi: Und die Blutdobahn, die sich ja 40 Mal so weit von der Sonne entfernt befindet,
Evi: wie jetzt eben die Erde, ist da jetzt irgendwie so nur 0,1 Millimeter.
Evi: Also wirklich so eine Grenze eigentlich schon, dass wir das sehen können mit einem freien Auge.
Evi: Das heißt, wir sehen halt auch schon, dass es eine sehr geringe durchschnittliche Massendichte auch.
Evi: Und wenn du jetzt daran denkst, was wir jetzt eben auch schon Funksignale übermittelt
Evi: haben, dann ist das halt jetzt auch so, wenn man sagt, okay,
Evi: wie lange haben wir das jetzt schon? So Radiowellen und das alles.
Evi: Da sind wir gerade einmal 11 Meter jetzt irgendwie entfernt von der Erde.
Evi: Und das Arecibo-Signal, die Botschaft, die ist jetzt mal gerade vier Meter weit weg.
Evi: Und wir haben 10 Kilometer Durchmesser.
Jana: 10 Kilometer. Also da muss ich auch ganz ehrlich sagen, da liegt meine Antwort
Jana: auf das Fermipal-Ordox. Ich meine, schau es dir an.
Jana: Das ist ein sehr guter Vergleich.
Evi: Also es kann natürlich Zivilisationen da existieren, ohne dass sie einfach in
Evi: unserer Region besuchen. Warum sollten die vorbeikommen?
Jana: Ja, und man darf das nicht vergessen. Da geht es ja nicht nur um Aliens,
Jana: die irgendwo hinfliegen, die irgendwie brauchen, sondern egal,
Jana: was es ist, genau wie du sagst, Funksignale, alles, jede Nachricht.
Jana: Das braucht Jahrhunderte, Jahrtausende, um irgendwo anzukommen.
Jana: Und ich meine, wir sind seit 100 Jahren ungefähr so weit, dass wir Radiosignale
Jana: überhaupt empfangen können.
Jana: Und das ist halt nichts.
Jana: Ich meine, da könnte in 400 Lichtjahren Entfernung, was jetzt nicht so weit
Jana: ist, irgendjemand sitzen und die ganze Zeit schon funken.
Jana: Aber wir würden es halt nicht hören.
Evi: Ja, und das bringt mich halt auch schon zum Nächsten. Das heißt,
Evi: du hast das eh schon angesprochen, das ist halt auch diese zeitliche Überlappung
Evi: oder Nicht-Überlappung. Das heißt, das kann halt schon sein,
Evi: dass eine zweite Zivilisation irgendwo ist, die jetzt technisch auch so weit
Evi: ist, aber die ist vielleicht ganz woanders am anderen Ende.
Evi: Dann verpassen wir uns erst recht um Millionen von Jahren, weil dann irgendwie
Evi: geht sich das wahrscheinlich auch nicht aus. Oder sie waren vielleicht schon.
Jana: Ja, oder wenn sie schon waren, muss ich mir immer schon ein bisschen den Gedanken
Jana: auch stellen, dass wir uns schon auch extrem wichtig nehmen.
Jana: Also wer sagt denn, dass die Interesse an uns haben?
Jana: Also wenn du eine Zivilisation hast, die unsere...
Jana: Sagen wir mal nur hunderttausend Jahre voraus ist, was jetzt nicht so viel wäre.
Jana: Aber muss man sich mal überlegen, hunderttausend Jahre, also für sie,
Jana: die sind wir halt. Ich versuche das immer so zu beschreiben, so ein bisschen.
Jana: Du siehst Ameisen, die sind irgendwie unterwegs, die machen Sachen,
Jana: das ist schon interessant. Aber versuchst du mit denen zu kommunizieren?
Jana: Ist es dir irgendwie wichtig,
Jana: dass die wissen, dass du da bist?
Evi: Die waren immer noch eine ganz andere wahrscheinlich.
Jana: Ja, genau. Also das denke ich mir halt auch. Was passiert mit dir als Zivilisation,
Jana: wenn du es so weit schaffst? Wenn du seit 100.000 Jahren hochtechnologisiert
Jana: bist, versuchst du dann noch irgendwie mit irgendjemandem zu kommunizieren,
Jana: der in der Steinzeit lebt.
Jana: Das ist null an Information. Aber ich denke, sowas muss man sich schon auch
Jana: fragen. Sind wir überhaupt so interessant, dass man mit uns sprechen möchte?
Evi: Dann eben auch die Frage, okay, ja, und wenn sie dann eben vielleicht vor uns
Evi: waren und wenn es sie halt auch nicht mehr geben sollte, nach was müssen wir
Evi: denn dann auch überhaupt suchen oder haben die überhaupt Spuren hinterlassen?
Evi: Ja, also das ist halt auch, finde ich, die Frage, also wie sollten wir die überhaupt erkennen?
Evi: Also wenn sie vielleicht gar nicht mehr da sind, weil das ist ja das,
Evi: was du eben auch erzählt hast, ja, bei der Silurianer-Hypothese,
Evi: ja, dass wir da einfach nichts mehr sehen von ihnen, ja, und sie auch nie bei
Evi: uns waren, warum auch, ja, vielleicht haben die da einfach keinen Bock drauf
Evi: gehabt, ja, was ich auch finde.
Jana: Das finde ich auch, aus dem Paper fand ich das sehr spannend,
Jana: dass man gerade hochentwickelte Zivilisationen hinterlassen,
Jana: die wenigsten Spuren, was eigentlich erstmal paradox klingt,
Jana: weil man sich denkt, naja, die haben ja dann irgendwelche tollen Raumstationen und so.
Jana: Aber gerade der, also eben, wie würde man uns finden in Millionen Jahren?
Jana: Nur durch die Erderwärmung, nur durch den sehr schnellen Klimawandel.
Jana: Wenn du hochentwickelt bist, veränderst du dein Klima nicht auf deinem Planeten,
Jana: weil du bist ja nicht dumm.
Jana: Und da hast du hoffentlich Möglichkeiten, das zu verhindern und dann findet dich auch keiner mehr.
Jana: Also ich denke, ich weiß nicht, ob du diese Dyson Sphere Geschichte noch mit
Jana: reinbringst, dass man sagt, vielleicht
Jana: findet man die, indem sie irgendwie Energie ihrem Stern abzapfen.
Evi: Es muss halt alles am richtigen Ort, zur richtigen Zeit sein.
Evi: Wir müssen auch auf das richtige Signal schauen, in die richtige Richtung suchen.
Evi: Es ist jetzt die SETI-Suche, die ja da hoffen, dass sie ja da irgendwelche Signale empfangen.
Evi: Aber es ist halt auch ein winziger Teil eigentlich, was ja da abgesucht wird.
Evi: Also dass wir da halt wirklich gerade so ein Glück dann hätten,
Evi: dass wir da irgendwas einfangen, ist halt dann die Wahrscheinlichkeit wahrscheinlich sehr gering.
Evi: Die Frage ist halt eben auch, wie lange könnte so eine Zivilisation dann auch überleben?
Evi: Wir haben es ja schon angesprochen, dass sobald sie vielleicht Atombomben oder
Evi: sowas erfinden oder entwickeln, dass sie sich dann zwangsweise irgendwie selber auslöschen.
Evi: Oder eben andere Katastrophen oder so, Droh-Natur-Katastrophen,
Evi: gibt es ja auch diverseste Sachen.
Evi: Und da gibt es aber auch, das kann man, finde ich wieder, das ist ganz toll,
Evi: das kann man ja mit Wahrscheinlichkeiten ausrechnen.
Jana: Statistik hilft.
Evi: Ja, ich finde das immer ganz spannend, solche Gedankenexperimente dann auch
Evi: wirklich dann irgendwie so in Wahrscheinlichkeiten irgendwie auszudrücken.
Evi: Ich finde, dann wird es ein bisschen greifbarer, als wenn man da so...
Evi: So wild spekuliert, was dann halt dann so, ja, wie lange kann es so eine technische Zivilisation geben?
Evi: Ja, kann es sie ewig geben? Da gibt es tatsächlich auch ein neues Paper,
Evi: das ist 2026 rausgekommen. Ja, widmet sich auch dem Fermi-Paradoxon,
Evi: geht aber da jetzt mehr auf das
Evi: Risiko hin, eben auch jetzt von Nuklearkatastrophen oder den Risiken, ja.
Evi: Und wie halt dann quasi eben die Lebensspannen sind von diesen Zivilisationen,
Evi: also ganz spannend. Das kann man sich nämlich überlegen, was heißt Aussterberisiko?
Evi: Das finde ich auch ein sehr interessanter Begriff.
Evi: Also du hast ein bestimmtes Risiko, dass die Zivilisation über eine gewisse Zeit ausstirbt.
Evi: Oder wie hoch ist dann eben nach bestimmten Jahren, die dann vergehen,
Evi: die Überlebenswahrscheinlichkeit.
Evi: Und das finde ich sehr spannend, weil wenn du halt jetzt ausgehst nur von so
Evi: einem 0,1%-Szenario, Die Wahrscheinlichkeit, dass sich diese Zivilisation in
Evi: einem Jahr auslöscht, der ist bei 0,1 Prozent, was jetzt wenig ist, oder?
Jana: Plötzlich viel, ne.
Evi: Das ist total okay. Und wenn du das aber dann aufsummierst, also es ging jetzt
Evi: wenig, das ist jetzt mal ein Promille pro Jahr, das ist jetzt total überschaubar,
Evi: dann hat tatsächlich diese Zivilisation
Evi: nach tausend Jahren nur noch eine Überlebenschance von 37 Prozent.
Evi: Und nach zehntausend Jahren sind wir dann bei viereinhalb von hunderttausend Zivilisationen.
Evi: Und das heißt, das Problem, glaube ich, ist dann halt eher, dass je mehr Zeit
Evi: vergeht, dann wahrscheinlich die Wahrscheinlichkeit des Aussterbens auch steigt,
Evi: wenn du halt eine annimmst.
Jana: Das musst du halt, genau, du musst halt annehmen, dass es mit der Zeit nicht
Jana: weniger wird. Also dass Zivilisationen gleichbleibend sich weiterhin nuklear
Jana: bedrohen oder sowas in dem Fall.
Evi: Genau, also eher richtig. Also ich meine, das hat es dann nämlich auch,
Evi: also das haben sich eher so eine zeitabhängige, also angeschaut,
Evi: dass eben das Risiko nicht immer gleich ist. Weil es ist ja eben auch so,
Evi: vor den Atomwaffen hatten wir wahrscheinlich kleinere Aussterbewahrscheinlichkeiten.
Evi: Vielleicht ist es jetzt höher.
Evi: Vielleicht lernt man auch oder vielleicht passiert was und dann ist es weniger,
Evi: aber man wird irgendwie technisch vielleicht zurückgeworfen.
Evi: Also das Risiko kann sich ja auch, das kann ja variieren in der Entwicklungsgeschichte.
Evi: Wir gehen ja von lernfähigen,
Evi: Lebewesen aus, ja.
Jana: Auf dem Pflicht.
Evi: Das heißt, man hat dann halt so diese Gefahren in der Größenordnung halt so
Evi: ein bisschen auch relativiert. Das hat eben dieser Alfano auch gemacht,
Evi: der sich das eben angeschaut hat.
Evi: Ja, noch immer, aber so eine Gefahren in der Größenordnung von 0,1 bis 2 Prozent.
Jana: Also für unsere Zivilisation ist das jetzt die...
Evi: Ja, genau. Natürlich. Also man kann jetzt immer nur von unserer ausgehen.
Evi: Also BIMA ist eben so dieses...
Jana: 0,1 bis 2 Prozent pro Jahr, dass wir uns selber auslöschen.
Evi: Ja, genau. Also wir haben jetzt halt so diese 80-jährige Geschichte mit den
Evi: Atomwaffen, ja. Also was wir halt seit Ende des Zweiten Weltkrieges eben haben.
Jana: Ich meine, da sind wir wieder an dem Punkt zu sagen, sind die so wie wir?
Jana: Bedrohen die sich gegenseitig mit totaler Auslöschung?
Evi: Der Punkt ist halt der, wenn du überlegst, okay gut, kann eine Zivilisation
Evi: Millionen von Jahren überdauern, musst du ja irgendwie eine Art von Aussterberisiko
Evi: schon mit einkalkulieren.
Jana: Midefinieren, ja.
Evi: Genau. Oder was braucht sie für ein Risiko, damit sie halt überleben kann.
Evi: Damit sie das schafft. Genau, damit sie das schafft. Und ich finde es halt erstaunlich,
Evi: dass wenn du hast, nur diese 0,01, dass das halt dann trotzdem über die Jahre
Evi: summiert, halt dann wirklich groß wird, diese Wahrscheinlichkeit.
Jana: Dieses Risiko, ja. Ja, natürlich. Ich meine, das ist halt die Frage,
Jana: denke ich mir, am Ende des Tages, was Intelligenz bedeutet.
Jana: Heißt Intelligenz, dass du irgendwann über dich selbst hinaus wächst,
Jana: homo deus, dass du gottgleich wirst und anfängst, über Leben und Tod zu entscheiden
Jana: und nicht nur von Individuen, sondern ganzen Zivilisationen.
Jana: Was ich so spannend finde, ich meine, man kann es ein bisschen versuchen,
Jana: Intelligenzen auf der Erde anzugucken, die sehr unabhängig vom Menschen entwickelt
Jana: sind. Also wie sowas wie die beim Oktopus oder so. Die sind ja hochintelligent,
Jana: haben aber gar nichts mit uns zu tun.
Jana: Und da finde ich es dann schon wieder gruselig, dass wir deren Intelligenz aber
Jana: sehr gut verstehen und dass wir auch kommunizieren können auf gewisse Art und
Jana: Weise. Das heißt, das scheint schon ähnlich zu sein. Die sind jetzt nicht ganz
Jana: anders intelligent als wir.
Jana: Auf der anderen Seite ist ja die Frage, würden wir andere Intelligenz überhaupt verstehen?
Evi: Ja, genau das auch. Ich habe mir auch überlegt, ich habe gesagt,
Evi: mit diesem großen Filter habe ich ja eher so meine Probleme.
Evi: Aber was ich mir gut vorstellen kann, ist, dass es einen Filter in der Entwicklung
Evi: und in der Wahrnehmung auch geben kann, dass wir halt die einfach nicht wahrnehmen
Evi: oder die uns nicht mehr wahrnehmen.
Evi: Wenn halt wirklich so um, keine Ahnung, 100.000 Millionen Jahre Entwicklung,
Evi: wenn wir da auseinander sind, warum müssen die auch zum Kolonisieren anfangen?
Evi: Ja, vielleicht wollen die das gar nicht. Ja, eben.
Evi: Ich finde, dass in dieser Frage an sich schon so ein Bias drinnen ist.
Jana: Ich finde, ich hatte es mal gelesen, finde ich total spannend.
Jana: Zivilisationen auf Planeten, die deutlich, also nicht mal deutlich,
Jana: aber die ein bisschen schwerer sind als die Erde, also mehr Masse haben,
Jana: dass es so viel Energie kostet, in den Weltraum zu kommen, dass es sein kann, dass sie das nicht tun.
Jana: Weil Energie ist, das ist nicht Geld oder jetzt irgendwas sehr irdisch-menschliches,
Jana: was man sich da sagt, sondern Energie ist eine Währung im ganzen Universum.
Jana: Das musst du irgendwo herkriegen, das ist aufwendig.
Jana: Und wenn du Gravitation hast, also ich meine, von der Erde ist es schon ein
Jana: bisschen schwer wegzukommen.
Jana: Und dass es schon auch Zivilisationen geben könnte, die sind da auf ihrem Planeten,
Jana: dass das alles wunderbar passt, die entwickeln sich.
Jana: Ja, aber die haben keinen Grund, ins All zu gehen. Das ist so,
Jana: als würde man dir sagen, ja, aber warum bohrst du dich nicht in den Erdkern
Jana: und versuchst da irgendwas?
Evi: Ja, richtig.
Jana: Also was soll ich denn da? Das ist ja viel zu viel Aufwand. Ich glaube,
Jana: all solche Kleinigkeiten, die kommen wahrscheinlich alle zusammen.
Evi: Ja, es ist auch gut, dass du das Stichwort Energie jetzt gebracht hast,
Evi: weil bei diesem Gedankenexperiment ist ja auch die Überlegung dahinter,
Evi: dass eben, wenn sich jetzt eben eine Zivilisation weiterentwickelt,
Evi: ja irgendwann so viel Energie verbraucht, dass sie, siehe uns,
Evi: ihren Planeten ausbeutet.
Evi: Das heißt, will sie überleben, muss sie irgendwann andere Planeten besiedeln,
Evi: reisen. Das ist ja das, was bei uns ja auch immer wieder dann so,
Evi: dann gehen wir halt zum Mars, ha ha ha.
Evi: Und dann halt quasi so eine interplanetare Spezies wird oder so.
Evi: Aus dem Druck heraus, wenn sie dann halt überleben will, dann irgendwie halt
Evi: expandieren muss oder sowas, weil sie eben zu viel Energie verbraucht.
Evi: Und das sind halt auch so Sachen, ja, aber muss das sein?
Jana: Ja, und auch man darf, glaube ich, nicht vergessen, wir beuten unseren Planeten
Jana: momentan aus, weil wir eine bescheuerte Energieversorgung haben.
Jana: Also jetzt mal ganz, noch nicht mal politisch gesprochen, aber ich meine,
Jana: es ist bekloppt, was wir tun.
Jana: Wir kriegen von der Sonne wahnsinnig viel Energie.
Jana: Ich meine, wir sind ja nur ein winziger Punkt im All. Also eben diese Idee von
Jana: Zivilisationen, die anfangen, zumindest Dyson-Ringe, um ihren Stern zu bauen.
Evi: Ich kann sagen, genau, wenn sie in der Lage sind, natürlich solche Dyson-Sphären
Evi: oder sowas zu bauen, dann haben sie es ja auch erlebt. Vielleicht haben sie
Evi: ja ihr Energieproblem gelöst.
Jana: Also ich meine, irgendwann, ja klar, Energiehunger wächst und wächst und wächst.
Jana: Und ich denke mal, das wird auch bei der Menschheit so sein,
Jana: wenn wir jetzt irgendwie, keine Ahnung, 20 Mal mehr Energie zur Verfügung hätten
Jana: würden, was sie auch irgendwie nutzen.
Jana: Aber du kannst das schon lösen, also du musst nicht deinen Planeten ausbeuten,
Jana: um hochtechnologisiert zu werden. Du kannst deinen lokalen Stern schon erstmal nutzen.
Jana: Aber da sehe ich schon auch den Punkt dieser Sache von, ja, wir schauen mal,
Jana: ob Sterne in der Umgebung irgendwas Komisches machen.
Jana: Weil das finde ich zumindest mal nicht so eine Nullinformation,
Jana: dass du sagst, naja, wenn du technologisiert bist, dann brauchst du in irgendeiner Form Energie.
Jana: Und irgendwann zapfst du deinen Stern an. Also irgendwann machst du irgendwas
Jana: mit deinem Stern, weil du eben nicht, wie wir es gerade tun,
Jana: ewig deinen Planeten aussaugen kannst und irgendwelche liquefizierten Dinosaurier
Jana: da rausholst und irgendwo reinpumpst.
Jana: Das ist halt nicht nachhaltig, im wahrsten Sinne des Wortes.
Evi: Aber eben, also ich finde halt so, wie wir die Frage angehen und auch die Frage
Evi: eigentlich stellen, finde ich sie halt schon sehr gebeißt, weil sie halt da
Evi: wirklich sehr viel von uns zeigt.
Evi: Und sehr viele Annahme, da halt uns auch widerspiegeln, unsere Ansichten.
Evi: Ich fand es zum Beispiel auch extrem spannend bei Hail Mary,
Evi: wie hat es geheißen, der Film schnell nochmal, der Astronauten.
Jana: Der Astronauten, ja.
Evi: Ja, weil ja die Spezies vom Rocky, die fliegen ja dann auch ins Weltall und
Evi: so, Haben aber die Relativitätstheorie und das alles noch nicht entdeckt.
Evi: Deswegen haben sie sich auch verrechnet mit dem, wie viel sie mitnehmen müssen.
Evi: Und das finde ich auch ein total spannender Ansatz. Sie sind in der Lage,
Evi: Raumfahrt zu betreiben, haben aber bestimmte Sachen, die wir herausgefunden
Evi: haben, noch nicht herausgefunden.
Jana: Ja, weil sie nicht den, das fand ich auch total interessant.
Jana: Das wird ja so ein bisschen erklärt mit, sie können gar nicht so richtig ins
Jana: All gucken, weil ihre Atmosphäre so dicht ist.
Jana: Und das ist auch interessant, also welche Schleier sozusagen liegen vor uns
Jana: aufgrund der Tatsache, wo wir leben, die wir vielleicht gar nicht wissen,
Jana: dass sie irgendwas vor uns verbergen, was wir nicht sehen können,
Jana: weil wir so groß geworden sind in Anführungszeichen.
Jana: Ich glaube, das kann natürlich auch mal sein. Deswegen finde ich jetzt diese
Jana: Missionen Juice und Europa Clipper so spannend, weil das der Versuch,
Jana: ja, also unter anderem, die wollen natürlich schon auch andere Sachen rausfinden,
Jana: aber so ein bisschen schon
Jana: dieser Ansatz, naja, vielleicht ist Leben zumindest im Sonnensystem auch zweimal
Jana: entstanden, also finden wir es irgendwo nochmal,
Jana: weil damit, das wäre so wertvoll, auch wenn wir da nur so ein paar Bakterien finden.
Jana: Rauszufinden, sind die so wie wir, sind die irdisch ähnlich,
Jana: sind die ganz anders? Das wäre, da würden sich so viele Fragen lösen.
Jana: Ich meine, tausend neue natürlich wieder aufkommen, aber...
Evi: Das sowieso, ja. Ich meine, die Frage ist ja auch, ich meine,
Evi: wenn wir da jetzt eben etwas finden, so Mikroorganismen oder sowas,
Evi: stellt sich mir jetzt die Frage, ob die nicht wieder zu nah an uns sowieso dran
Evi: wären. Weil wir haben ja vorher über die Größe gesprochen.
Evi: Und auch das Alter, also wenn du daran denkst, die Milchstraße ist ja fast so
Evi: alt, Das ist ja in der Frühzeit auch entstanden. Das heißt,
Evi: Zeit, wird es genug geben. Platz gibt es auch genug eigentlich.
Evi: Da hätte schon sehr viel entstehen können.
Evi: Frage, ist es noch da? Oder haben wir uns zeitlich nicht überlappt?
Evi: Oder wo sind sie? Geben sie kein Zeichen von sich? Vielleicht leben die einfach ein schönes Leben.
Jana: Ja, auch so dunkler Waldhypothese.
Evi: Ja, natürlich.
Jana: Bin ich jetzt auch kein großer Verfechter davon. Aber vielleicht ist es besser,
Jana: wenn sie doch ähnlich sind wie wir. Also wenn alle Aliens sind,
Jana: so wie wir, würde ich auch eher meinen Mund halten, muss ich sagen.
Evi: Das ist halt dann auch wieder von uns ausgehen. Es ist halt schwierig,
Evi: weil eben es ist alles irgendwie gebiased, weil wir von uns ausgehen,
Evi: weil wir nichts anderes kennen.
Evi: Aber ich finde halt dann eben auch genau aus diesem Grund dann oft diese ganzen
Evi: Argumente wie großer Filter, Drake-Gleichung und das alles halt ein bisschen
Evi: schwierig, weil wie gesagt so aus Null-Informationen, nur Annahmen,
Evi: kriegst du Null-Ergebnisse. Genau, kriegst du halt nur Null aus.
Evi: Was aber noch nicht heißt, dass es das nicht gibt.
Jana: Ganz genau und das muss ich wirklich sagen, also deswegen, ich wollte es vorhin
Jana: noch nicht vorwegnehmen, aber wenn man mir diese Frage stellt,
Jana: ich weiß nicht, wie es bei dir ist.
Evi: Okay, dann abschließend dir was antwortet.
Jana: Genau, abschließend wie immer, also glaubst du an Aliens und meine ganz,
Jana: also wenn man mir, vor allem wenn man mir die so am Schluss stellt,
Jana: glauben sie eigentlich an Aliens?
Jana: Ja, also 100 pro, muss ich wirklich sagen. Ich sehe es nicht,
Jana: dieses, wir sind die Einzigen.
Jana: Und die Frage, werden wir jemals von denen was erfahren? Werden wir mit denen kommunizieren?
Jana: Werden wir die irgendwie kennenlernen? Das ist was völlig anderes.
Jana: Aber gibt es die überhaupt da draußen? Wird es die jemals geben?
Jana: Muss ich wirklich sagen. Also es wäre ja absurd, wenn wir die Einzigen sind.
Jana: Das sehe ich einfach nicht.
Evi: Ich weiß nicht, wie es bei dir ist. Wir sind ja auch nur quasi jetzt ein Wimpernschlag,
Evi: im Leben des Universums hier.
Evi: Und es ist ja auch jetzt eine ganz kurze Zeitspannende, wo wir überhaupt ins
Evi: All blicken. Selber sind wir ja auch noch nicht wirklich fähig,
Evi: jetzt weiterzureisen oder sehr weitzureisen, sagen wir es mal so.
Evi: Ich schließe mich da dir ganz an. Also ich glaube auch, dass in Wahrheit wahrscheinlich
Evi: wimmelt es nur so von Leben. Aber die Zeitspannenden sind zu groß,
Evi: eben um so eine interstellare Kommunikation vielleicht auch zu ermöglichen.
Evi: Vielleicht können wir auch gar nicht mit ihnen kommunizieren.
Evi: Vielleicht ist das aber auch besser so. Stichwort dunkler Wart.
Jana: Ja, der Kosmos ist einfach riesig. Vielleicht hat das auch seinen Grund.
Jana: Das denke ich mir auch manchmal, dass das vielleicht absichtlich ist,
Jana: dass wir uns nicht alle ständig in die Quere kommen.
Jana: Aber ich muss schon sagen, manchmal ist ein bisschen Wehmut für so eine Star
Jana: Trek-Gesellschaft mit ganz vielen verschiedenen Leuten. Wäre schon,
Jana: ich meine, bestimmt auch katastrophal, so wie ich uns dann teilweise kenne.
Jana: Aber vielleicht könnte das auch das Beste in uns rausholen.
Jana: Ich sage ja immer, was ich mir wünschen würde, ist, wenn wir von Aliens erfahren,
Jana: dass wir, das ist dann ein bisschen kitschig, aber dass wir Menschen besser
Jana: verstehen, so Overview-Effekt hoch drei, dass wir Erdlinge sind und dass wir
Jana: nicht uns anfangen müssen zu streiten,
Jana: über irgendwelche Kleinigkeiten.
Evi: Bisschen eine kleine Lektion in Demut, meinst du, oder?
Jana: Ja, ja, ja. Also ein bisschen in Zusammenhalt. Also wenn du dich irgendwann
Jana: fragen musst, aus welchem Teil der Milchstraße kommst du,
Jana: Und fängt so weniger vielleicht an zu diskutieren, auf welchen Teil der Erde du kommst.
Evi: Mich jetzt wirklich sehr interessieren, was unsere Hörerinnen und Hörer denken
Evi: oder was sie da für eine Meinung dazu haben.
Jana: Gibt es bestimmt auch noch ganz viele unterschiedliche Ansatzpunkte.
Jana: Also solange wir noch niemanden gefunden haben, sind alle Spekulationen erlaubt.
Evi: Stimmt, ja.
Jana: Da gibt es keine falschen Ideen, glaube ich. Ja, ihr könnt ja mal euch schon
Jana: mal Gedanken machen, wie ihr dazu steht. Wir hören sehr gerne von euch.
Jana: Und bevor wir jetzt euch mit diesen Alien-Fragen alleine lassen,
Jana: gibt es nochmal eine ganz kurze Werbeunterbrechung.
Jana: So, also, glaubt ihr an Aliens oder nicht?
Jana: Beziehungsweise was sind eure Theorien, Ideen, Gedanken dazu?
Jana: Schreibt uns wirklich sehr gerne als Kommentar.
Jana: Geht über ganz viele Möglichkeiten. Ihr könnt zum Beispiel auf Spotify Kommentare
Jana: hinterlassen, auf der Webseite kosmiklatter.at, auf Instagram,
Jana: wo ihr wollt. Ihr könnt uns auch gerne eine E-Mail schreiben,
Jana: kontakt.kosme-klasse.at.
Jana: Da lesen wir natürlich auch mal ganz fleißig auch Korrekturen oder wer weiß,
Jana: vielleicht wissen ja Leute noch mehr zu den großen Aussterben und Gamma-Ray-Bursts
Jana: oder andere Geschichten.
Jana: Genau, wir freuen uns auf eure Post. Wenn ihr uns ein kleines Dankeschön hinterlassen
Jana: wollt, einen Kaffee spendieren, das geht mit Steady oder Patreon als Abo.
Jana: Da kriegt ihr dann auch die werbefreie Version, also keine kleinen Unterbrechungen mehr.
Jana: Oder ihr könnt natürlich auch via Paypal was spenden.
Jana: Genau, wie immer der Hinweis mit den Werbungen, die hier laufen,
Jana: verdienen wir jetzt auch kein Riesengeld. Wir haben beide noch Nebeneinkünfte,
Jana: sonst wird es ein bisschen knapp werden.
Jana: Genau, also Kostendeckung ist da gerade mal so gegeben. Das heißt,
Jana: wenn ihr eine Folge sponsern wollt oder wenn ihr sagt, ich hätte ein Produkt,
Jana: was ich sehr, sehr gerne bewerben würde hier bei euch im Podcast,
Jana: sagt uns gern Bescheid, wir freuen uns immer.
Evi: Wir sind käuflich.
Jana: Wir sind offen für Kooperationen.
Evi: Das klingt viel schöner, oder? Wir machen das so.
Jana: Das klingt besser auf jeden Fall. Genau, ansonsten empfehlt uns gerne weiter.
Jana: Freunde und Familien, gebt uns Bewertungen. Am besten natürlich fünf Sterne,
Jana: fünf Aliens. Ich bin gespannt, was als nächstes kommt. Vielleicht kommt irgendwann
Jana: die große Kirche-versus-Wissenschaft-Folge. Obwohl, ich glaube,
Jana: da muss man viel recherchieren. Da muss man ein bisschen vorsichtig sein.
Jana: Schauen wir mal, ob wir uns da dran tun.
Evi: Das ist ein bisschen ein heikles Thema.
Jana: Aber es ist ein sehr interessantes Thema. Aber auch sehr spannend, so ist es.
Jana: Genau. Und ansonsten, ich sage immer, mein Fazit am Ende zu den Aliens ist eigentlich,
Jana: was, was ich mal auf meinem T-Shirt gelesen habe.
Jana: It's never aliens until it is.
Evi: Okay. Na dann, live long and prosper, sage ich.
Jana: Genau. Bis dahin. Ciao.
Evi: Bis dann. Tschüss.
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